Im Jahre 2023 habe ich euch ich euch in einem sehr ausführlichen Artikel hier auf macmaniacs darüber berichtet, wie ich mir einen Spiele PC zusammengebaut hatte. Damals hatte ich mir ein Budget für meinen Spiele PC von 1800EUR gesetzt. Das sei die absolute Obergrenze, hatte ich gedacht, gesagt, geschrieben. Nuuuun ja. Da flossen dann letztlich in den letzten zwei Jahren (neben Geld für Spiele) auch ein oder zwei Euros in eben diesen PC. Umbau, Aufrüstung, Optimierung. Und wisst ihr was? Das macht mir verdammt viel Spaß! Schauen wir mal, was ich da also über die letzten zwei Jahre so geändert hatte.
Falls euch die eine oder andere der unten genannten PC Komponenten interessiert, hier eine Geizhals Liste, die ich stets mit den aktuellen Komponenten meines Setups aktuell halte, auf der Liste sind auch Geräte wie Lautsprecher, Gaming Tastatur, Headset oder auch mein Monitor vorhanden, also Zeug das ich über die Jahre erstanden habe.
Alle Komponenten bei Geizhals: https://gh.de/g/HLn *
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Grafikkarten-Upgrade 2/2024 – RX7700XT ➡️ RX7900GRE
2023 stand hier auf meinem Schreibtisch ein LG 4k Monitor. Die Auflösung war für mich optimal, und da er seit jeher nur als Büromonitor für eben Büroarbeit gedacht gewesen war, hätte er doch auch dicke für’s Spielen reichen sollen. Ja, nun, jein. 60Hz Wiederholrate sind eher die untere Grenze die man haben möchte während 4k Auflösung (oder höher) bei Spielen schon eine Außerordentliche Herausforderung für Grafikkarten darstellt. In jedem Fall war die von mir gekaufte RX7700XT Grafikkarte für diese Auflösung ungeeignet, sie wäre eine perfekte Wahl für einen 1080p Monitor, nicht aber für eine höhere Auflösung.
Natürlich KÖNNTE man in so gut wie jedem Spiel die Grafikeinstellung entsprechend herunterschrauben (und tatsächlich lief Horizon Zero Dawn damals erstaunlich gut), dennoch konnte der Nerd in mir nur schwer mit reduzierter Grafikqualität oder hochgerechnetem Bild leben. Als dann für nur sehr kurze Zeit die RX7900GRE auch bei uns auf den Markt kam wurde die RX7700XT verkauft und die RX7900GRE von Gigabyte angeschafft. Preislich lag sie nur 100EUR über der ursprünglichen Karte, ein gutes Upgrade. Die RX7900GRE wurde zwischenzeitlich auch schon abgelöst, mehr weiter unten ;-).
Monitorupgrade 4/2024
Vielleicht habt ihr ja meinen Testbericht hier auf macmaniacs zum Samsung Odyssey G8 OLED Monitor gelesen. Wenn nicht, empfehle ich euch natürlich den Artikel sehr! Nun, über die Vorteile von OLED Monitoren müssen wir hier nicht diskutieren. Tiefes schwarz, brilliante Farben, extrem gerinige Latenz, das alles freut den Gamer. Mit einer Auflösung von 3440×1440 Bildpunkten passte dieser Montitor nun auch gut zur RX7900GRE mit ihren 16GB VRAM. Die geringere Bildschärfe durch die pen-tile Matrix kann ich verschmerzen, im Vergleich zu den bisherigen 4k und nachdem in meinem Fall auch nie direktes Sonnenlicht auf den Monitor trifft ist auch die geringere Helligkeit im Vergleich zu aktuelleren OLED oder TFT Modellen absolut kein Problem.
Lüfter- und SSD upgrade 5/2024
Jede Person, die sich auch nur ein wenig mit dem PC Bau beschäftigt, düfrte schon mal über die österreichische Marke „Noctua“ gestolpert sein. Noctua zeichnet sich durch mit die langlebigsten und leisesten Lüfter aus, die man für Geld kaufen kann. Dabei sind Noctua Lüfter zwar nicht „billig“ aber durchaus leistbar. So habe ich zu dem bereits im Heck des PCs installierten Lüfter NF-F12 in 120mm* noch drei geordert und die beiden mit meinem Case mitgelieferten 140mm Lüfter von Fractal Design gegen drei Noctuas getauscht. Zwischenzeitlich gäbe es noch bessere Noctua Lüfter aber die gegenwärtig installierten sind absolut fein.
Damit hatte ich dann auch alle Lüfteranschlüsse meines Motherboards ausgereizt, denn ich wollte die Lüfter auch individuell ansteuern. Auch das glang mit dem genialen Tool „FanControl“ hervorragend. Während bei CPU intensiven Aufgaben der obere der drei Lüfter verstärkt lief, werden bei geforderter Grafikkarte die unteren beiden Lüfter mit höherer Drehzahl betrieben. Insgesamt sorgt das seither für eine ganz gute und zeitgleich (meist) sehr leise Kühlung des PCs.
Nachdem ich für den Umbau der Lüfter ohnehin auch die Grafikkarte kurzfristig entfernen musste, nutzte ich die chance auch direkt eine weitere M.2 SSD für Videoschnitt einzubauen. Zwar wurde der Rechner bislang kaum dafür genutzt, das soll sich aber 2026 ändern. Neben der unveränderten Lexar 2TB NM790 fügte ich noch die gleiche SSD als 1TB Variante als „Schnittplatte“ hinzu. Zwei vorhandene 2TB 2,5″ SSDs wurden ebenfalls montiert und sollen als mittelfristiges Videoarchiv dienen, während langfristig die alten Projekte auf einem Ugreen NAS landen.
Umrüstung auf Wasserkühlung 4/2025
Mit Blick auf meine Videoschnitt-Ambitionen nächstes Jahr (und der Idee vielleicht im Winter 2025 noch einen günstigen Wohnzimmer PC aus Altteilen zu bauen) wurde mein bisheriger Luftkühler, ein BeQuiet! Dark Rock Pro 4 (der bis zu 250W Abwärme beseitigen können sollte) gegen eine AIO (all in one) Wasserkühlung aus dem selben Hause getauscht. Die BeQuiet! Silent Loop 3 mit 240mm Radiator (einen größeren Radiator kann mein Fractal Design North Case oben im Gehäuse nicht aufnehmen) zeichnet sich durch extrem gute Kühlleistung und auch sehr leise laufende Pumpe & Lüfter aus. Zudem ist BeQuiet ein deutsches Unternehmen und ich versuche, nach Möglichkeit hierauf zu achten – was bei PC Komponenten allerdings sehr schwierig ist.
- Die Einzelteile der BeQuiet Silent Loop 3
- Inspektion durch die Chefin
- Demontage des alten Luftkühlers
- Vorbereitungen
- Installierte Wasserkühlung
Die Silent Loop 3 bietet zudem eine sehr dezente ARGB Beleuchtung was ich, siehe unten, mittlerweile schätze.
Strömungsoptimierung dank 3D-Druck
Ebenfalls im Mai hatte ich in einem lichten Moment den Gedanken, doch mal auf Thingiverse (einer Seite mit tausenden 3D Modellen zum Druck mit einem 3D-Drucker) nach meinem Case, dem Fractal North, zu suchen. Und tatsächlich fand sich dort ein Teil das man vorne unten ins Case schrauben könnte, um den Luftstrom des unteren der drei Noctua Lüfter nicht mehr hauptsächlich den Kabeln des Netzteils zukommen zu lassen, sondern ihn direkt der Grafikkarte zuzuführen. Danke an David, der mir das Teil kurzerhand gedruckt hatte.
Vielleicht doch ein wenig mehr Einhornkozze?
Ja nun, 2023 sagte ich noch ich verstünde dieses ganze bunte Licht Gedöns in Spiele PCs nicht und dass ich sowas nicht in meinem PC bräuchte oder haben wollte. Tatsächlich hatte mein PC ja einen LED Strip installiert der recht gedimmt immer in einer Farbe eingeschaltet war, meist in gelborange passende zum Gehäuse und den Messingakzenten.
Etwas später, etwa Mitte 2024, hatte ich dann angefangen, immer mal wieder die Farbe zu wechseln und auch das Licht der Tastatur entsprechend anzupassen. … And so it begins…
RAM & Netzteil Upgrade 7/2025
Im Zuge meiner Pläne, den Gaming PC auch in eine Leistungsfähige Schnitt-Maschine für DaVinci Resolve zu verwandeln entschied ich mich dazu, mein non-RGB 32GB G.Skill DDR5 RAM auszubauen. Die beiden 16GB Riegel werden in einem zukünftigen Wohnzimmer-PC verbaut, während der Gaming PC mit einem 64GB Kit G.Skill Trident Z5 RGB, DDR5-6000, CL30 erweitert wurde. Noch mehr Einhornkotze.
Man lernt nie aus: 3 Pins sind besser als 4 Pins!
Tatsächlich sind bei RGB Anschlüssen auf Motherboards die 3-Pin-Varianten, meist mit ARGB (das steht für adressible rgb) bezeichnet, die zu präferierenden. Sie arbeiten mit 5V und sind komplett bunnisch ansteuerbar (es darf (und soll!) also auch Regenbogenflagge zur Pride gezeigt werden), während die älteren 4-Pin Varianten auf 12V operieren und immer nur eine Farbe darstellen können. Ich brauchte also lediglich zwei Jahre um das herauszufinden. Besser spät als nie!
Mehr Power: BeQuiet! PowerZone 2 1000W
Wer den bisherigen Artikel gelesen hat weiß, bislang kam ein Corsair RM850X 80Plus Gold in meinem Spiele PC zum Einsatz. Das Netzgerät ist auch für die momentan verbaute Hardware optimal, die seitlichen Anschlüsse für die Peripherie tatsächlich unglaublich praktisch. Nachdem allerdings die nächste Grafikkarte (am Papier) mehr Leistung benötigt und eine etwaige künftige stärkere CPU ebenfalls mehr Strom benötigt habe ich das Netzteil auf ein 1000W Gerät getauscht.
Während ich mit der CPU/GPU Kombinateion AMD Ryzen 7 7800X3D & RX7900GRE maximal auf 500W Stromverbrauch komme, das Corsair Netzteil also noch genügend Luft hatte, würde spätestens 2026 mit neuer CPU und Grafikkarte im Gerät ein 1000W Netzteil die bessere und natürlich auch zukunftssichere Wahl sein.
Ich entschied mich also diesen Sommer (das heurige Sommerloch war teuer) für das BeQuiet! Power Zone 2 mit 1000W, einem eigenen 12V 2×6 HighPower Anschluß für die künftrige Grafikkarte, einer 80Plus Platinum Zertifizierung (damit’s auch bei halblast noch effizient ist) und extrem leisen Betrieb. Damit sollte also mehr als genug Strom für zukünftige Vorhaben vorhanden sein.
Grafikkarten-Upgrade 8/2025 – RX7900GRE ➡️ Nvidia RTX5080 Founders Edition
Ja ja ich weiß, eiiiiigentlich ist die Founders Edition (kurz FE) für viele PC Enthusiasten nicht die erste Wahl. Durch das extrem kompakte Gehäuse im Vergleich zu Lösungen von Drittherstellern läuft eine FE tendentiell eine Spur wärmer als andere 5080er. Der 12V-2×6 Stromanschluß der FE ist zudem anders positioniert, als bei allen anderen 5080er Karten, was die Auswahl an Kabeln deutlich reduziert, sofern man nicht auf den beigelegten Adapter (12V-2×6 auf 3x8Pin) setzen möchte (was ich alleine schon durch mein Netzteil gar nicht machen könnte). Weiters ist die Untergrenze der Lüftergeschwindigkeit der FE auf 30% festgelegt, was dazu führt, dass die Karte Lüftergeräusche hat wo gar nicht solch hohe Lüfterdrehzahl notwendig wären. Also am Papier jedenfalls 😉
Sei’s drum, ich fand die FE seit der Vorstellung die (für mich) schönste 5080er Karte. Nachdem ich zudem nicht in 4k sondern UWQHD (3440×1440) Auflösung spiele dürfte die 5080er inklusive dem auf der 50er Serie möglichen neueren DLSS4 im Schnitt deutlich weniger gefordert sein, als es noch die RX7900GRE war. Hier war die Geräuschbelastung bei manchen Spielen (zuletzt Dragonage Veilguard) durchaus beachtlich.
Letztlich wird’s die Zeit zeigen, ob die RTX5080 Founders Editon die richtige Wahl war. Zum Glück in jedem Fall habe ich sie für Nvidias Listenpreis erstanden und die ersten 20h Spielen hat die RTX5080FE bei mir hervorragend bestanden. Mit der eingangs erwähnten Software „Fancontrol“ kann ich zwar nicht die 30% Mindestlüfterdrehzahl umgehen, ich kann aber das Abschalten der Lüfter bei geringen Tempreaturen verhindern. 30% Drehzahl bei der RTX5080FE bedeuten um die 1000rpm was für mich in meinem PC unterm Schreibtisch fast unhörbar ist. Und das Abschalten des 0rpm Modus verhindert plötzliche Unterschiede in der Geräuschkulisse, die ich auch nicht mag.
Was aber noch viel wichtiger ist: Die FE läuft ausreichend kühl und vor allem auch leise, selbst unter Last und verbraucht zudem kaum jemals ihre maximal erreichbaren 360W im Betrieb. Ich bin sehr zufrieden.
Wie geht’s weiter?
2026 müsste dann lediglich das Motherboard (mein gegenwärtiges Board kann leider den Ryzen 9950X3D nicht betreiben) sowie die CPU getauscht werden, fertig wäre eine leistungsfähige Videoschnittmaschine die auch noch beim Gaming verdammt gut funktioniert ;-). Aaaaallerdings bin ich mir selbst da gar nicht mehr so sicher. Ein erster Testschnitt mit Davinci Resolve 20 auf meinem System aus 7800X3D und 5080FE hat ein 38 Minütiges 4K Videos in nur 10min gerendert, CPU und GPU waren gleichermaßen im Einsatz und mit dem Ergebnis war ich extrem zufrienden. So gesehen brauche ich auch 2026 keine neue CPU und kein neues Board und könnte getrost auf den neuen AM6 Sockel warten.
Wieso kein neuer Mac zum Schnitt?
Wie ihr sicher wisst, läuft aktuell der Schnitt über einen, zwischenzeitlich in die Jahre gekommenen, M1 MacMini mit 16GB RAM und 1TB SSD. Nix max, nix ultra. Und, so leid es mir tut, der gute MacMini ist kaum noch Alltag im Einsatz, ich verwende fast ausschließlich den PC, eben mit Ausnahme des Videoschnitts. Ein neuer Mac würde mich auch mindestens 1400EUR kosten, und nachdem ich für mein mittlerweile liebstes Hobby, das Zocken am PC, den PC ohnehin relativ aktuell halte, macht es am meisten Sinn, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden.
Mit 2026 möchte ich von Final Cut Studio am Mac zu DaVinci Resolve wechseln. Das wird die härteste Umstellung. Ein erste Schnittversuch mit einem Video zur Petkit Puramax war semi-OK, hier hatte ich irgendwo im Schneideprozess nämlich eine der beiden Audiospuren (L/R) verloren und es erst nach der Video Veröffentlichung bemerkt; schlimmer noch: Ich kann bis heute nicht den Grund für diesen Fehler entdecken. Hexenwerk ist DaVinci freilich nicht, entsprechend bin ich guter Dinge dass der extrem schnelle PC mein Leben auf lange Sicht deutlich vereinfachen wird.
Für den Moment heißt es also: Feature complete ;-). Sowohl optisch als auch hinsichtlich der Leistungsdaten meines Gaming PCs bin ich extremst happy, und, so gerne ich schraube, mir fällt nix mehr ein, das ich ändern wollen würde 😉





























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