Im dritten Teil unserer Reihe „Der Fitness auf der Spur“ kratzen wir schon fast am Thema Gesundheit. Dass die Möglichkeit, heutzutage mithilfe eines Geräts wie dem hier getesteten Withings Blutdruckmessers auch zu Hause den Blutdruck zu messen, natürlich nicht einen Arztbesuch ersetzen kann, muss man nicht diskutieren.

Ob aber ein Blutdruckmessgerät für zu Hause einfach bedient werden kann und die iOS Unterstützung Sinn macht, und natürlich ob das Gerät sein Geld wert ist, das erfahrt ihr im folgenden Bericht.

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Verpackung, Design, Inbetriebnahme & Lieferumfang

Betrachtet man handelsübliche Blutdruckmessgeräte, so glänzen diese meist nicht unbedingt durch tolles Design. Die notwendige Bauform selbst ist auch nicht gerade etwas, das Hersteller bei optisch wertvollen Geräten unterstützen dürfte.

Die Verpackung kommt hochwertig und stabil, außen weiß, innen giftgrün daher, das Gerät macht einen solide verarbeiteten Eindruck. Die Manschette, welche um den Arm gelegt wird, ist ebenfalls auf der Innenseite giftgrün und mit weichem Stoff ausstaffiert. Die Außenseite besteht aus weißem Kunstleder. Schick, für so ein Blutdruckmessgerät.

Jener Teil, welcher Motor und Batterien enthält ist aus Metall gefertigt, an einem Ende finden wir den Batteriefachdeckel, welcher einfach durch drehen geöffnet werden kann. Betrieben wird das Gerät mit vier AAA Batterien. Selbstverständlich können auch Akkus verwendet werden. Auch hier nochmals die Empfehlung von Sanyos Eneloop Akkus.

Zur Inbetriebnahme ist nicht viel zu sagen. Ist die Withings App installiert, so muss lediglich das Blutdruckmessgerät angesteckt werden, schon kann mit der Messung begonnen werden. Sind mit dem Withings Konto mehrere Familienmitglieder verknüpft, so kann natürlich auch die Person, welche gerade die Messung durchführt, ausgewählt werden.

Einziger Nachteil: Derzeit gibt es von Withings den Blutdruckmesser noch NICHT mit Lightning Anschluss. Natürlich funktioniert das Gerät mit dem 30pin auf Lightning Adapter von Apple einwandfrei, allerdings sind dies natürlich nochmals 30€ die zum ohnehin recht hohen Anschaffunspreis hinzu addiert werden müssen. Es bleibt zu hoffen, dass Withings sehr bald ein Gerät mit modernem Lightning-Stecker anbieten wird.

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Messung

Die Blutdruckmessung ist kurz und schmerzlos. iPhone entsperren, Manschette des Blutdruckmessgerätes anlegen (hier hätten wir uns zumindest eine Kurzanleitung zum Anlegen der Manschette gewünscht, denn wer noch nie mit Blutdruckmessung zu tun hatte, wird anfangs vielleicht etwas rätseln, trotzdem die App beim ersten Start ein paar Tips gibt) und in der sich automatisch öffnenden Withings App  auf „starten“ tippen.

Die Manschette wird aufgepumpt und der Blutdruck gemessen. Im Anschluss wird sowohl systolischer als auch diastolischer Blutdruck angezeigt und auch gleich im Withings Konto gespeichert.

Die Messung selbst dauert im übrigen ca. 30 Sekunden, je nach Zustand der Batterien im Messgerät.

Dokumentation

Gerade hier spielt natürlich ein System wie jenes v0n Withings seine Stärken aus. Denn anders als bei konventioneller Blutdruckmessung muss nicht mühsam der Blutdruck notiert werden. Ein Blick in die App genügt um sowohl den zuletzt gemessenen Blutdruck zu betrachten als auch um ggf. eine Tendenz festzustellen. Ist der Blutdruck ständig zu hoch? Ist er eventuell dauerhaft zu niedrig? All dies ist auf einen Blick ersichtlich, sowohl über die App als auch über das eigene Konto auf der Withings Website unter http://my.withings.com.

Fazit

Mit dem Withings Blutdruckmessgerät wird das Messen und Überwachen des Blutdrucks schnell und einfach ermöglicht. Das Gerät gibt kaum Rätsel auf, die Messwerte erscheinen stimmig und konsistent. Natürlich sind 130€ für ein Blutdruckmessgerät ein ausgesprochen stolzer Preis, „einfache“ Messgeräte ohne iPhone Anbindung gibt’s schließlich schon ab 20€.

Das Withings gerät jedoch macht die Dokumentation der Messergebnisse unglaublich komfortabel und übersichtlich, erinnert, auf Wunsch, regelmäßig an die Messung und sieht obendrein noch gut aus – für ein Blutdruckmessgerät 😉