Lesen digital: Der Amazon Kindle 3 WiFi im Test

Lesen digital: Der Amazon Kindle 3 WiFi im Test

Kindle3 ©Amazon.comZu sagen, Bücher seien „so 1920s“ bzw. veraltet, angestaubt und antiquiert, wäre vermessen. Zu sagen, daß Bücher im Allgemeinen eher „unpraktisch“, „sperrig“ und „schwer“ sind, trifft den Sachverhalt wohl eher. Nichtsdestotrotz ist ein ansprechend gebundenes Buch, ein dicker Wälzer mit unzähligen Seiten, dicht bedruckt und einen typischen „Buchgeruch“ ausströmend auch für mich „etwas schönes“. Nungut, aber, eine faule Zucht die ich nunmal bin, überwiegen für mich die buchtypischen Nachteile. Schwer, sperrig, wie ja schon erwähnt und, vor allem wenn man gebundene Bücher bevorzugt, teuer.

Amazon.com bot schon vor einigen Jahren einen Kindle an. Kindle stellt übrigens im Englischen ein sehr „gefühlsbetontes“ Wort dar. Es kann bedeuten, jemanden zu inspirieren, ein Gefühl zu entfachen. Naja, über die Namensgebung mancher Unterhaltungselektronik will ich hier nun keine Worte verlieren.

Amazon Kindle 3 Wifi

Lange Rede, kurzer Sinn: Prinzipiell lese ich gerne, in der Praxis blieben aber die schönen gebundenen Bücher meist zu Hause. Zu schnell sähen sie unansehnlich aus, zu schwer waren sie um sie neben dem iPad ständig mitzuschleppen. Daher mußte ein Kindle ins Haus, der jüngst von Amazon auch für den deutschsprachigen Raum eröffnete Kindle Store tat sein übrigens bei der Entscheidungsfindung.
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Review: Dodocase für iPad

Einfach ist es nicht, an ein Dodocase ranzukommen. Ok, vor allem nicht als Europäer, denn der Transport und die ggf. erfolgende Verzollung nervt und dauert vor allem in manchen Fällen lange.

Unter www.dodocase.com kann diese ziemlich einzigartige Hülle bestellt werden. Der Preis: 59,95 Dollar Lieferzeit: 4-6 Wochen. In meinem Fall wurde die Bestellung am 5. Mai 2010 aufgegeben und am 17. Juni 2010 ausgeliefert. Geliefert wurde das Dodcase am 27. Juli 2010, also insgesamt mehr als 2 Monate nach Aufgabe der Bestelung. Dazusagen muß man auch, daß alleine der Transport eklatant lange dauerte und zu den 25 Dollar Transportspesen auch noch 14EUR Zollgebühren dazukamen. Na, ja. Dafür kann aber DODO nix, das liegt halt einfach am generellen Aufwand der Sache.

Das Dodocase ist eine handgemachte Hülle die nach Buchbindertechnik hergestellt wird. Ein Rahmen aus Bambus hält das iPad an Ort und Stelle. Am Bambus sind Moosgummi-Pads befestigt, die das iPad fixieren. Hier befindet sich auch die Schwachstelle des Dodocases, denn diese Gummis verlieren mit der Zeit ihre Flexibilität und müssen vermutlich getauscht werden. Gemäß aktueller Berichte in Foren und auf Websites ist der Dodo-Support sehr kulant und schickt bereitwillig Ersatzgummis.

Das Dodocase ist wunderschön gearbeitet und macht einen wertigen und stabilen Eindruck. Das iPad scheint gut darin aufgehoben zu sein. Deckel und Rücken sind sehr stabil und das Dodo schätzt das iPad zuverlässig. Der Einband ist aus Kunstleder gefertigt und robust verklebt. Allerdings scheint die Farbe des Einbands anfällig für Lösungsmittel zu sein, man sollte es also tunlichst vermeiden, z.B. in Verbindung mit Klebestoff zu bringen.

Fazit

Für uns Europäer ist das Dodocase leider ein teurer Spaß. Es stellt allerdings auch eine der schönsten möglichen iPad Hüllen dar. Wer, so wie ich, keine Leder oder Kunststoffhüllen mag, der sollte sich das Dodocase definitiv genauer ansehen. Geduld sollte allerdings bei der Bestellung auch mitgebracht werden!

Update 15.02.2011

Leider ist mein Dodocase komplett verzogen, siehe Foto…

Verzogenes Dodocase

Ich habe gestern am 14.02.2011 an den Dodocase Support geschrieben, mal gucken, was die sagen. Nur zur Information: Natürlich ist mein Dodocase NICHT naß geworden und wurde auch sonst keinerlei widrigen Umwelteinflüssen ausgesetzt! Das ärgerliche: Durch die Biegung hat das iPad im Dodocase leider gar keinen Halt mehr…

Update 17.02.2011

Der Dodocase Support hat mir den Tip gegeben, entgegen der Biegung zu biegen und so „Microrisse“ zu erstellen. Nun, da ich nix zu verlieren hatte, habe ich das getan und siehe da, das Case ist wieder gerade genug um dem iPad sicheren Halt  zu bieten. Allerdings finde ich diese „Hilfestellung“ etwas zweifelhaft…