Over-Ear Kopfhörer? Spätestens nach meiner Airpods Pro Review wisst ihr: Diese In-Ears sind meine privaten „Daily Driver“ und werden gerne und oft verwendet. Als vor einer Weile die Nuraphone Kopfhörer auf den Markt kamen, erschien mir das Konzept ausgesprochen spannend, setzen sie doch auf automatisch erstellte Hörprofile die ungeahnte Klangqualitäten bieten sollen, wollen eine gute Akkulaufzeit bieten und zusätzlich auch Kabelverbindungen unterstützen. Nun durfte ich die Nuraphones für mehrere Wochen ausprobieren und so haben sie in meinem Test abgeschnitten…

Videoreview

Verpackung, Lieferumfang & Inbetriebnahme

Verpackung der Nuraphone Kopfhörer

Die Schachtel ist sehr schick geschaltet und die Kopfhörer kommen ausgesprochen gut geschützt an.

Allerdings verwendet Nura leider sehr viel Schaumstoff, das ginge noch besser, aus umweltschutztechnischen Gesichtspunkten.

Lieferumfang

Der Lieferumfang ist OK: Wir finden ein Ladekabel (Nuraphone Stecker auf USB-A) sowie ein Klinkensteckerkabel, einen Beutel zum Verstauen, ein paar Ohrstöpsel verschiedener Größen und ein paar Booklets.

In dieser Preisliga hätte ich mir dann aber doch auch das USB-C Kabel inkludiert gewünscht, das muss man jedoch als Zubehörteil vom Hersteller nachkaufen. Die meisten Leute werden die Kopfhörer aber ohnehin einfach via Bluetooth mit dem Smartphone verbinden, der AptX HD Standard wird unterstützt.

Inbetriebnahme

Nun, hier kam mein Testmuster mit leerem Akku. Abgesehen davon, dass das für den Akku nicht sehr gut ist, mussten die Kopfhörer erst mal aufgeladen werden. Wäre ich ein Kunde, der keine Anleitungen liest, so wäre ich über das nicht Vorhandensein jeglicher Tasten oder LEDs an den Nuraphone Kopfhörern zumindest etwas stutzig. Minimalistisch… aber dazu mehr unten beim Thema Design. Wo schalte ich die denn nun ein? Wie starte ich die Kopplung?

Nun, alles was man wissen muss: Kopfhörer aufsetzen und schon wird man über die nächsten Schritte informiert. In meinem Fall erzählten mir die Nuraphone Kopfhörer auf Englisch, dass der Ladezustand zu gering sei, und sie zunächst mal geladen werden müssten. Also Ladekabel angeschlossen, mit einem (nicht mitgelieferten) USB Netzgerät verbunden und… herausgefunden, dass man die Kopfhörer während des Ladens nicht nutzen kann… öhm… what? Das sollte der Hersteller dringend ändern, das ist einfach unpraktisch und macht vor allem absolut keinen Sinn.

Sind die Nuraphone Kopfhörer aber mal aufgeladen, so verläuft die Inbetriebnahme sehr gut und einfach. Man installiert die nura App und folgt den Anweisungen.

‎nura
‎nura
Entwickler: nura
Preis: Kostenlos

nura
nura
Entwickler: nura
Preis: Kostenlos

Im Zuge der Inbetriebnahme wird zudem auch ein Hörprofil angelegt, und das ist der wichtigste Punkt…

Anlegen des Hörprofiles

Hier geht’s nun an’s Eingemachte. Denn das „Hörprofil“, welches von den Kopfhörern innerhalb etwa einer Minute erstellt wird, ist ihr USP. Ihr „Unique Selling Point“ also der Hauptgrund, weswegen man sie will und weswegen sie so gut klingen.

Ich  folge also während der Inbetriebnahme einfach den Anweisungen der App. Mir wird gezeigt, ich müsse jegliches Verpackungsmaterial und alle Kabel entfernen und dass der Ladeanschluss auf der rechten Seite meines Kopfes zu sein hat.

Das ist wichtig, denn die Nuraphones können nur in dieser „Richtung“ getragen werden. Möchte man die Sprache der Kopfhörer von Englisch auf Deutsch umstellen, so dauert das nochmal 10min extra. Nun kommen wir zum Hörprofil. Dabei werden von den Nuraphone Kopfhörern Töne ausgesandt und quasi die Resonanz im Ohr gemessen. Das Hörprofil ist dann letzlich ein mehr oder minder bunter Klecks. Ist es angelegt und von den Nura Servern verarbeitet sowie auf die Kopfhörer geladen, so kann es auf Wunsch jederzeit aktiviert werden. Mehr dazu beim Klang.

Nura App

Die Nura App ermöglicht einige wenige aber sinnvolle Einstellungen. Bis zu drei Hörprofile können auf Nuraphone gespeichert werden. Diese werden von der App direkt an den Kopfhörer übermittelt und können, sobald sie am Kopfhörer gespeichert sind, schnell per App umgeschaltet werden.

Das klappt aber eben nur mittels der App und nicht direkt am Kopfhörer. Weiters kann der Immersionsmodus justiert sowie ein- oder ausgeschaltet werden und natürlich kann man die Software der Nuraphones aktualisieren und nach dem Akkuladezustand gucken.

Klang von Nuraphone

Bass heißt jetzt „Immersion“

Nuraphone hat hier einen spannenden und zugleich genialen Ansatz, was den Bass angeht. Wenn man sich die Kopfhörer ansieht, so fällt rund um die… „Fortsätze“, welche am Gehörgang aufliegen ein weicher Gummiteil auf. Dieser macht vor der Inbetriebnahme keinen Sinn, meint man. Wofür er aber da ist, ist die Basswiedergabe. Was ist daran nun genial? Nun, anders als alle anderen mir bekannten Kopfhörer wird der Bass außerhalb des Gehörganges durch eben diese Gummimembran erzeugt.

Damit wird Innere des Ohres selbst nicht durch starken Bass geschädigt, der gefühlte Bass allerdings steht dem, was In-Ears produzieren in nichts nach. Weiterer Pluspunkt: Die Innenteile der Nuraphones können sich darauf konzentrieren, nur hohe und mittlere Töne ins Innenohr weiter zu leiten, und das dafür umso besser zu tun.

Wer vielleicht schon mal bei manchen Kopfhörern den Eindruck hatte, dass bei basslastiger Musik Höhen und Mitteltöne verzerrt wurden, wird dieses Problem mit den Nuraphone Kopfhörern nie haben. Super! Ich hab‘ hier in der Praxis den Immersionsmodus auf ewta 50% gestellt und bin sehr zufrieden mit dem Resultat.

So klingen die Nuraphones

Wow.

Ernsthaft, wer zum ersten Mal mal Nuras Werbung gesehen hat, wird schmunzeln und dies als Marketing abtun. Menschen setzen die Kopfhörer auf und blicken ungläubig ob des Klangs. Hmm, ja, ist klar, die können wohl zaubern.

Aber tatsächlich ist es beeindruckend, was hier mit Technik möglich gemacht wird. Schaltet man den Klang auf „neutral“ (ohne Anpassungen) so klingen die Nuraphones sehr flach. Ehrlicherweise muss man sagen, dass dann meine AirPods deutlich besser klingen. Aber sobald man den Klang auf „personalisiert“ schaltet ist das Ergebnis tatsächlich erstaunlich.

Der Klang wird transparent, luftig und tatsächlich einfach außerordentlich gut. Durch den schon oben angesprochenen „Immersionsmodus“ müssen sich die eigentlichen Kopfhörer, jene Teile die direkt am Gehörgang anliegen, nur um Mittel- und Hochtöne kümmern. Stimmen sind unglaublich klar und werden einfach so wiedergegeben, wie der Komponist oder Musiker sich dies vorstellt. Klar, manche (teurere) Studiokopfhörer klingen bestimmt noch besser, aber das was Nura hier mit den Nuraphones liefert ist eindeutig spitze und jeden Cent des hohen Anschaffungspreises wert.

Was die Nuraphone Kopfhörer nicht ganz so gut können ist höhere Lautstärke. Hier ist relativ schnell das Limit erreicht; wer also gerne sehr laut hört (was ohnehin schlecht für’s Gehör ist) sollte die Nuraphones unbedingt vor einem Kauf Probehören.

Das stellen die Hörprofile dar, und so funktioniert die Magie hinter Nuraphone

Wie bereits erwähnt, werden die Hörprofile von mehr oder minder farbigen „Kreisen“ dargestellt. Diese Visualisierung ist aber nicht nur da um hübsch auszusehen, tatsächlich lässt Nura hier viele Daten aus den durchgeführten Messungen einfließen. Wie Nura die Messungen bewerkstelligt lässt eigentlich das Herz jedes Geeks höher schlagen.

Hier werden hoch sensible Mikrofone wie auch die NASA sie eingesetzt verwendet, um den Schall, der aus dem Ohr zurück kommt (nur 1/10000 des ursprünglichen Schalls) zu messen und auszuwerten. Diese Technik welche ohne Feedback vom Nutzer auskommt wird z.B. auch bei Gehörtests für Babies eingesetzt da diese ja nicht antworten können, ob sie einen Ton nun hören, oder nicht. Um diese Messungen genau durchführen zu können, wird man beim Setup des Hörprofils auch darauf hingewiesen, dass man sich in einem ruhigen Raum befinden sollte.

Das schöne an der Sache ist ja, dass der Kopfhörer den Test selbständig durchführt und man nicht selbst entscheiden muss, ob man einen Ton nun gehört hat, oder nicht.

Nura hat mir natürlich diese Informationen zukommen lassen, damit ich hier in meiner Review einigermaßen weiß, wovon ich rede. Und ganz ehrlich, anfangs dachte noch, dass da auch viel Marketing bei dem Thema „jeder Mensch hört anders“ dabei sei. Ja, bis zu dem Zeitpunkt, an dem ich mir einfach ein Versuchskaninchen holte und ein zweites Hörprofil anlegen ließ. Und was soll ich sagen: WOW, der Unterschied ist beeindruckend – und trotzdem extrem schwer zu beschreiben.
Schalte ich auf dieses zweite Profil um, so hört sich die Musik einfach „anders“ an. Für mein Gehör einfach nicht so transparent, ausgewogen, perfekt abgestimmt. Das Versuchskaninchen sagte im Übrigen das Selbe über mein Hörprofil.
Was aber zeigt nun dieser bunte „blob“ in der App an? Es ist im Prinzip eine Hörkurve in Kreisform. Bei 12 Uhr beginnen die tiefen Töne und bei 12:59 sind wir sozusagen bei den ganz hohen Tönen angekommen, im Uhrzeigersinn. Ob der Kreis nun eine Delle oder eine Beule bekommt bedeutet, dass für die jeweilige Frequenz das Ohr empfindlicher oder unempfindlicher ist. Die Farben kennzeichnen ebenfalls die Tonhöhe (rosa: hohe Töne, blau: tiefe Töne).
Lange Rede, kurzer Sinn: Im Grunde will der Hersteller hiermit einfach visualisieren, wie unterschiedlich das Gehör jedes Menschen ist.

Design

Zuallererst muss ich sagen: Ich finde die Nuraphones ausgesprochen hübsch. Ich mag diesen Minimalismus, ich mag das Fehlen von Tasten und Schnickschnack. Aus diesem Grund mag ich auch mein Tesla Model 3 so gerne. Keine Tasten, kein Kram.

Aber manchmal ist der Minimalismus nicht die beste Lösung. Zum Ändern der Lautstärke oder für Titelsprung hat auch mein Model 3 Scrollräder am Lenkrad und eine Sprachsteuerung die zwischenzeitlich den Rest übernimmt.

Bei den Nuraphone Kopfhörern finden wir keine physischen Tasten und auch keinen Ein-/Ausschalter. Setzt man sie auf, schalten sie sich ein, begrüßen den Träger namentlich (es wird bei der Installation ein Nura-Konto eröffnet und ein Name für das Hörprofil hinterlegt) und informieren über den Ladezustand, danach sind sie mit dem Smartphone verbunden und man kann sofort Musik hören. Links und rechts haben die Kopfhörer Sensortasten die man einfach oder doppelt antippen kann. Was sie dann machen, kann man recht umfangreich in der App einstellen:

  • Play/Pause
  • Immersion an/aus
  • Sozialmodus an/aus
  • Titel vor oder zurück
  • Lauter oder leiser

Ich hab’s z.B. so eingestellt, dass links ein einfaches tippen die Lautstärke reduziert und ein Doppeltippen sie erhöht während rechts ein einfaches tippen Play/Pause steuert und ein Doppeltippen den Transparenzmodus ein oder ausschaltet.

Das ist grundsätzlich eine nette Idee, allerdings sind die Nuraphones groß und ich für meinen Teil tippe zuerst irgendwo am Gehäuse herum, bevor ich die Taste treffe. Außerdem reagieren sie dann eben leicht verzögert, das ist nicht so wirklich toll. Klar kann ich die Handfläche auch verwenden, sieht halt nur etwas doof aus. Hier hätte ich mir definitiv einfach klassische Buttons mit einem Klickgefühl gewünscht. Was wiederum toll gelöst ist: Über die Membran des Immersionsmodus wird quasi ein haptisches Feedback erzeugt als hätte man einen echten Knopf gedrückt. Insgesamt kann man mit den Sensortasten ganz gut das Auslangen finden, wenngleich sie nicht optimal sind.

Seltsam verhielten sich die Nuraphone Kopfhörer einmal beim Kochen. Der Wasserdampf schein die Sensortasten zu betätigen und führte zu ständigen Tastendrücken.

Eine weitere etwas eigenwillige Entscheidung hinsichtlich des Designs ist der Anschluß der Nuraphone Kopfhörer. Warum hat der Hersteller hier einen proprietären Anschluß eingeführt? Klar, damit kann Nura Zubehör verkaufen (Analogkabel, Lightningkabel, USB-C Kabel, Micro-USB) aber aus Nutzersicht ist das eher nicht so doll. Denn ohne das passende Kabel immer einzupacken kann ich dadurch meine Kopfhörer nicht einfach mal aufladen. Fairerweise macht der proprietäre Stecker aber so eine Vielzahl verschiedener Kabel für jeden Einsatzzweck möglich ohne klobige Adapter zu erzwingen.

Schön: die Kabel sind passgenau, und wenn man die Kabel des Herstellers ansteckt, sehen die Nuraphone Kopfhörer wie echte verkabelte Kopfhörer aus.

Tragekomfort

Ich weiß gar nicht, ob es viele Menschen gibt, die sowohl Over-Ear als auch In-Ear Kopfhörer mögen. Ich jedenfalls bin üblichereweise der In-Ear Fraktion zuzuordnen. Umso gespannter war ich, wie ich mit den Nuraphones zurecht kommen würde. Witzig an diesen Kopfhörern ist jedenfalls das Gefühl, einerseits ein wenig In-Ear Gefühl am bzw. im Ohr zu haben und dennoch die Abschottung eines Over-Ear Kopfhörers zu genießen.

Nuraphone Kopfhörer

Sowohl der Bügel als auch die Ohrpolster sind aus sehr angenehm weichem Gummi. Eventuell wäre hier ein Kunstleder aber noch besser gewesen, man fängt an den Ohren dann doch durchaus zu schwitzen an, aber insgesamt empfand ich den Tragekomfort als sehr gut. Ich bekomme nur leider unter allen Over-Ear Kopfhörern schnell heiße Ohren, so auch bei den Nuraphones.

Das Konzept der Nuraphone Kopfhörer In-Ear und Over-Ear zu mischen ist sehr gut gelungen und die Kopfhörer sitzen trotz der einzigartigen Konstruktion perfekt. Wo Licht ist, ist aber auch Schatten: Sitzend am Schreibtisch, am Abend im Bett oder während man den Kochlöffel schwingt – alles super. Aber man sollte mit den Nuraphone Kopfhörern vermeiden, zu gehen. Die Erschütterungen pflanzen sich bis zum Ohr fort und sind unangenehm. Die Nuraphones sind meines Erachtens am Besten für den Stationären Betrieb und Musikgenuss am Schreibtisch, Sofa oder im Bett geeignet.

Nuraphone als Headset?

Kann man machen, das können aber andere Kopfhörer deutlich besser. Einerseits hatte ich öfter den Fall, dass nach herstellen des Facetime (oder Telefon) Anrufs ich mein Gegenüber einfach nicht hörte und erst nach zurückschalten zum Telefon und wieder zu den Nuraphones es funktionierte – dies dürfte man aber mit einem Softwareupdate lösen können. Andererseits ist qualitativ das, was man von seinem Gegenüber hört, Spitzenklasse, die verbauten Mikrofone sind aber nur Mittelmaß – meine Gesprächspartner sagten, es höre sich eher wie eine normale Telefonverbindung an.

Geräuschunterdrückung & Sozialmodus

Die Nuraphones sind alleine schon durch ihre Konstruktion recht gut gegen Geräusche von außen abgeschirmt. Dennoch hat der Hersteller in eine aktive Geräuschunterdrückung investiert die standardgemäß auch aktiviert ist. Wer mag kann sie in den Einstellungen deaktivieren, nicht aber über die Sensortasten.

Aktive Geräuschunterdrückung der Nuraphones

Die hier verwendete Geräuschunterdrückung ist sehr moderat und filtert eher leise Geräusche wie Tastaturklicken, Mausradgeräusche oder auch Rauschen von Wind oder Klimaanlagen und (ungetestestet) Flugzeuggeräusche. Sprache wird nur sehr geringfügig von der ANC Funktion gefiltert. Reden die Mitmenschen also, bekommt man das auch bei aktivierter Geräuschunterdrückung mit. Hier hätte ich mir bessere Filterung gewünscht. Dank des Over-Ear Designs dringen diese Störgeräusche aber, wie gesagt, nur stark abgemildert an’s Ohr.

Sozialmodus (AKA Transparenzmodus AKA Hearthrough)

Diese Funktion, also auf Knopfdruck die Außengeräusche über Mikrofone zum Ohr weiterzureichen, kenne ich von vielen verschiedenen Kopfhörern wie auch z.B. den Jabra Elite 65t, den Jabra Elite 75t oder auch Apples AirPods Pro. Die Nuraphones sind bei diesen vier Modellen zusammen mit den Jabra Elite 65t auf dem dritten Patz, Platz 2 geht an die 75t, Platz 1 sind hier nach wie vor Apples AirPods Pro. Nicht falsch verstehen: Der Sozialmodus funktioniert wunderbar und hat nur sehr geringe Latenz. Das „Echo“, welches man zu vernehmen denkt, ist minimal, andere können das aber eine Spur besser und mit noch geringerem Echo.

Akkulaufzeit

15 bis 20 Stunden gibt Nura an, ca. 15h habe ich im Test erreicht. Da hier viele Faktoren in die Laufzeit mit reinspielen (Lautstärke, Temperatur, ANC an oder aus) möchte ich hierauf auch nicht weiter eingehen, ich empfand die Laufzeit als absolut OK. Allerdings hätte ich hier eine visuelle Kontrollmöglichkeit, z.B. versteckte LEDs die aufleuchten, wenn der Kopfhörer bewegt wird, schön gefunden. Zudem nehmen die Nuraphones keine Bluetooth-Verbindung auf, solange sie mit dem Stromkabel verbunden sind – man kann also auch nicht mit der App überprüfen, ob die Ladung abgeschlossen ist und ohne eine Verbindung zur App kann man auch zwischendurch den Ladezustand nicht einfach mal kurz prüfen.

Nura App

Fazit

Also, sind die Nuraphone Kopfhörer die ausgerufenen 399€ wert? Yep, das sind sie definitiv. Lange nicht mehr habe ich solch genialen Klang erlebt. Praktischerweise war eine zweite Testperson mit total unterschiedlichem Musikgeschmack exakt der selben Auffassung. Nura hat hier mit den Nuraphone Kopfhörern tatsächlich ein Produkt erschaffen, das durch hervorragende Technik ein beeindruckendes Klangerlebnis bietet. Klare Höhen, perfekt balancierte Mitteltöne und satte Bässe die zudem das Gehör weniger schädigen sollen, da sie auf die Ohrmuschel und nicht das Innenohr wirken. Als Kopfhörer sind die Nuraphones absolut beeindruckend und definitiv empfehlenswert!

Abstriche muss man nur bei der Bedienung sowie bei der Verwendung als Headset machen. Die Bedienung ist durch die Sensortasten gewöhnungsbedürftig (wenngleich natürlich problemlos erlernbar) und im Headset Modus war die Qualität der verbauten Mikrofone nur mittelmäßig gut.

Für wen sind die Nuraphones am besten geeignet? Menschen, die perfekte Klangqualität suchen und die Lieblingsmusik möglichst stationär am Schreibtisch oder am Sofa genießen möchten.