Nest IQ Outdoor im Test: Rundum verbessert!

Sodele, so richtig viel bleibt für mich ja nach dieser Review der Nest IQ Outdoor Kamera nicht mehr übrig zu reviewen hinsichtlich des aktuellen in Österreich und Deutschland erhältlichen Nest Sortiments :-). Nest Indoor, Indoor IQ, Outdoor, Protect und Hello habe ich euch ja schon vorgestellt.

In diesem Test geht’s aber um den neuesten Zugang der „Nest Familie“, nämlich der nun intelligent gewordenen IQ Außenkamera. Neben der Hello Videotürklingel sind es Nests IQ Modelle, welche den Funktionsumfang, neben den bekannten Kamearfunktionen, dank Gesichtserkennung und damit personalisierte Benachrichtigungen quasi auf das nächste Level heben. Günstiger geworden ist freilich auch dieses Modell nicht, entsprechend sehen wir uns nun an, ob die IQ Außenkamera die hohen Anschaffungskosten wett machen kann.

Installation & Lieferumfang

Falls ihr meine anderen Nest-Reviews gelesen habt – auch die IQ Outdoor überzeugt natürlich durch vorbildliche (weil umweltfreundliche) und toll gestaltete Verpackung sowie umfangreichen Lieferumfang.

 

Lieferumfang IQ Outdoor Cam

  • Kamera
  • Kabel für innen wie außen & Netzgerät für innen
  • Montageplatte
  • Schrauben, Dübel und Kabelführungen
  • Installations- & welcome Booklet

Installation

Die Installation der Kamera erfolgt, wie von Nest gewohnt, ebenfalls vorbildlich einfach. Jede der Kameras weist einen QR Code auf. Nach Installation der Nest App sowie erstellen des (kostenlosen) Nest Kontos fügt man über den „Plus“ Knopf die gewünschte Kamera hinzu, scannt mit der Kamera des Smartphones den QR-Code ein und schon ist die Einrichtung fast abgeschlossen.

Nest
Nest
Entwickler: Nest Labs
Preis: Kostenlos
Nest
Nest
Entwickler: Nest Labs Inc.
Preis: Kostenlos

Sind bereits Nest Kameras installiert, so werden alle Einstellungen automatisch auf die neue Kamera übertragen, und sie ist in wenigen Minuten einsatzbereit. Ist die IQ Outdoor das erste Nest Produkt, so muss man die Daten des heimischen WLANs eingeben. Natürlich kommunizieren die Kameras dabei verschlüsselt (AES 128 Bit mit TLS/SSL) mit der Welt.

Ob die bei dieser Kamera mögliche Gesichtserkennung aktiviert wird, entscheidet der Nutzer. Standardgemäß ist die Gesichtserkennung ausgeschaltet.

Wir sind aber natürlich noch lange nicht fertig, denn jetzt haben wir gerade mal die Softwaregeschichte geklärt. Jetzt muss natürlich die Kamera  montiert werden. Grundsätzlich funktioniert das ebenfalls sehr einfach. Die Montageplatte muss mit vier Schrauben montiert werden. Das Kabel kann dabei gerade nach hinten oder nach unten aus der Montageplatte herausgeführt werden. Bei der ersten Variante dichtet eine Gummidichtung das Kabel ab, bei der zweiten Variante kann über den nach unten gerichteten Kabelauslass prinzipbedingt kein Wasser in die Montageplatte eindringen.

Man muss aber hier unbedingt bedenken, dass zwar die Kamera selbst wetterfest ist (IP66, zum Vergleich, das iPhone X ist wasserfest nach IP67, das iPhone Xs nach IP68), man sich also keine Gedanken um schlechtes Wetter machen muß, das mitgelieferte Netzgerät aber nur für Innenräume geeignet ist. Das mitgelieferte Kabel ist mit 7,5m wirklich extrem lang und als Flachkabel ausgeführt. Mit 7,5m sollte man durchaus bis zur nächsten Innensteckdose kommen, ich finde es aber einfach schade, dass Nest in dieser Preisklasse nicht gleich das Außennetzteil mitliefert sondern dieses separat verkauft (+59€). Macht euch also am besten bereits VOR der Bestellung Gedanken, wie ihr die Kamera am besten installiert. Und wenn eine Außensteckdose vorhanden ist, investiert noch die 59€ extra in das Außennetzteil, das ist immer noch einfacher, als z.B. durch Stahlbeton bohren zu müssen oder ggf. die Isolation eures Hauses zu beschädigen.

Auch müsst ihr vor der Installation prüfen, am besten mit der Kamera selbst, ob am gewünschten Installationsort auch guter WLAN Empfang besteht. Natürlich kann man die Qualität der Videoübertragung zurückschrauben, das ist aber ja eigentlich nicht im Sinne des Erfinders, wenn man solch hochwertige Kamera kauft.

Ist also WLAN und Stromversorgung geklärt und die Montageplatte verschraubt, so muß nur noch die Kamera angesteckt und auf die Platte geklemmt werden. Ist sie eingerastet, hält sie bombenfest. Zur Demontage muß lediglich einmal kurz der mitgelieferte Imbusschlüssel verwendet werden, schon ist die Kamera demontiert. Schlau!

Design

Ich weiß, ich wiederhole mich, aber es ist nun mal so, dass es kaum schickere Kameras oder Produkte als Nests gibt. Ist halt so. Da muss Nests Konkurrenz wohl mit leben 😉

 

Nein, im Ernst jetzt, schon beim Auspacken fällt auf, dass hier alles grundsolide verarbeitet ist und mit sehr viel Wert auf tolle Optik entwickelt wurde. Dabei ist die IQ Outdoor Kamera ein ordentlicher Brocken geworden. Sie hat eine Art „Glockenform“, einen riesigen blauen Leuchtring rund um’s Objektiv und ist mit 568g Gewicht ein echtes Schwergewicht. Innerhalb des Leuchtringes finden wir drei Mikrofone, hochleistungs Infrarot LEDs sowie den 4k (8MP, 1,25″) Sensor der uns 1080p HDR Videos liefert. Mehr zu 4k Sensor und HD Video weiter unten 😉

Für meinen Geschmack ist die Kamera zwar extrem hübsch aber auch recht groß. Will man natürlich, dass das Überwachungssystem für jeden sofort ersichtlich ist, so ist das toll. Ein klein wenig dezenter allerdings, wie eben die alte IQ Outdoor, fände ich persönlich nicht schlecht.

An der dem Regen abgewandten Seite übrigens hat Nest natürlich auch einen Lautsprecher verbaut. Sollte sich also jemand unberechtigterweise auf’s Grundstück schleichen, so kann der Eindringlich auch gleich angesprochen werden. Wollen wir aber mal nicht den Teufel an die Wand malen und gehen wir davon aus, dass wir eher dem Postboten auf die Finger klopfen wollen, wenn er mal wieder ein Paket in hohem Bogen auf die Terrasse wirft 😉

Bedienung

Will man bei Nest über die „Bedienung“ des Systems reden, so kommt man an der Nest App oder, alternativ, dem Webinterface, nicht vorbei. An den Kameras selbst kann man zwar ggf. den Blickwinkel noch justieren, das war’s aber schon. Wenn die Nest Kamera mal installiert ist, muß man mit ihr eigentlich physisch nicht mehr interagieren.

Nest App

Zunächst muß man Nest und seinen Entwicklern grundsätzlich mal das Lob aussprechen, dass die Nest App häufig Updates erhält und auch grundsätzlich sehr gut funktioniert.

Über die Jahre, die ich nun schon Nest Produkte nutze, bleiben eigentlich nur zwei Punkte übrig, die Nest verbessern sollte. Die Startzeit der App (gerade bei Benachrichtigungen will man ja SCHNELL interagieren) sowie, dass die App ALLE Funktionen des Nest Systems unterstützen sollte. Mehr dazu später.

An der Bedienung der App hat sich aber seit einigen Jahren wenig geändert. Man öffnet die App und landet am Startbildschirm. Je nach Einstellung Wohnbereiche ja/nein (Wohnbereiche sind Gruppen von Nest Produkten, z.B. Rauchmelder + Kamera im Wohnzimmer) sieht man eben entweder die gruppierte Darstellung von Nest Kamera und z.B. Rauchmeldern oder nur kleine kreisförmige Livevideos der Kameras und ein Symbol der Nest Protect Rauchmelder (in meinem Fall).

Mittig im oberen Bereich kann man manuell zwischen „Zuhause“ und „Abwesend) umschalten, sollten z.B. mal Gäste anwesend sein.

Oben rechts gelangt man zu den Einstellungen, oben links zum Benutzerkonto sowie zu einer Kontaktmöglichkeit des Nest Supports, die seltsamerweise aktuell nicht zu funktionieren scheint.

Tippt man die Kamera an, so sehen wir im oberen Bildbereich das Livevideo mit Tonübertragung und darunter die Zeitleiste.

Mit der neuen Kamera erhält man Nest Aware (mehr dazu später) 30 Tage kostenlos zum Testen. Bei aktivem Nest Aware kann man, je nach Paket, bis zu 30 Tage ohne Unterbrechung durch den Videoverlauf scrollen. Ohne Nest Aware kann man nur Screenshots jedes Events der letzten drei Stunden abrufen. Am unteren Rand der Zeitleiste wiederum finden wir vier Knöpfe. „5 Tage“ um schnell zu einem der letzten fünf Tage zu springen, „Personen“ um etwaige erkannte Personen als „bekannt“ abzuspeichern, „sprechen“ um über den eingebauten Lautsprecher der Kamera zu sprechen und schließlich „neuer Clip“ um das ausgewählte Ereignis im Nest Konto zu speichern oder den Clip auf’s Smartphone herunterzuladen.

Direkt unter dem Videofeed gibt’s übrigens noch einen Knopf um sich nur „Ereignisse“ anzeigen zu lassen, diese können zudem auch noch gefiltert werden um sich z.B. nur erkannte Personen anzeigen zu lassen oder um z.B. gehörte Geräusche nicht angezeigt zu bekommen. Sehr schlau.

Das war’s dann aber auch schon mit der App, und mehr braucht es auch nicht. Man hat jederzeit schnell, übersichtlich und einfach Zugriff auf die Kamerafunktionen und nichts gibt Rätsel auf. Vorbildlich.

Natürlich kann in der App (ebenso im Webinterface) auch jederzeit in den Bildausschnitt gezoomt werden, auf Wunsch kann auch dieser gezoomte Bereich jederzeit als „Wunschbereich“ definiert werden. Die Kamera optimiert dann das Video auf diesen Bildbereich und in der App wird fortan auch nur dieser Bereich angezeigt.

Web Interface

Über das Nest Webinterface hat man im Grunde fast exakt die selben Funktionen an der Hand, wie über die App. Mit drei Unterschieden:

  1. Alarmbereiche, also gesondert benannte Zonen (z.B. Terrasse, Garten, großer lila Baum) können NUR im Webinterface angelegt werden.
  2. Zeitraffer oder benutzerdefinierte Clips können NUR im Webinterface angelegt werden.
  3. Im Nest-Konto gespeicherte Clips können NUR im Webinterface eingesehen oder erneut heruntergeladen werden.

Und eben diese drei Punkte würde ich mir endlich auch in der App wünschen, schließlich habe ich die jederzeit bei der Hand.

Bereichsmenü
Zeitraffererstellung

Bildqualität & IQ Funktionen

Die Spezifikationen lesen sich vielversprechend. 4k Sensor, HDR, Nachtsicht. Dann liest man weiter und sieht 1080p Videoaufzeichnung. Hmm, wie jetzt?

Das ist schnell erklärt. Zwar verbaut Nest einen hochwertigen und großen 4k Sensor, dieses Videomaterial wird aber nicht zur Anzeige verwendet, sondern zum Zoomen. Nest nennt das „Supersight“. Erkennt nämlich die IQ Outdoor Kamera z.B. eine Bewegung oder eine Person, so kann sie in diesen Bildbereich dank des 4k Sensors verlustlos reinzoomen wo die günstigere Nest Outdoor Kamera nur noch Pixelsuppe liefert.

Die Bildqualität der Nest IQ Outdoor ist übrigens grundsätzlich hervorragend. Wie die Nest Hello auch liefert sie permanent HDR Aufnahmen, helle Bildbereiche werden also nie überbelichtet, dunkle Bereiche saufen nie ab. Bei Tageslicht jedenfalls. Die schwarzweiße Nachtsichtanzeige hat dieses Feature naturgemäß nicht, und generell muß man bei Nachtsicht Abstriche bei Schärfe und Details leider hinnehmen.

Natürlich kann auch bei diesem Modell die Qualität in mehreren Stufen eingestellt werden. Hierbei ändert sich vor allem auch die übertragene Datenmenge. Bis zu 400GB an Daten können in der höchsten Qualitätseinstellung pro Monat durch die Leitungen gejagt werden, das ist ordentlich. Auch sollte man hier ca. 2,6MB/s an Datenübertragungen in die Nest Cloud einkalkulieren.

In meinem Test konnte ich aber getrost die Qualität eine Stufe zurückschrauben ohne wirklich einen Unterschied erkennen zu können. Aber macht euch einfach selbst ein Bild.

Meinen Qualitätsvergleich könnt ihr hier herunterladen. Ca. 2,5MB.

Wo die Nest IQ Outdoor Kamera naturgemäß punktet ist bei der Intelligenz. Je nach Benachrichtigungseinstellung bzw. Nest Aware Status erhält man z.B. einen Screenshot oder sogar ein kurzes Video des jeweiligen Vorganges. Dabei wird aber auch auf das Objekt eingezoomt und selbiges extra groß dargestellt; bewegt es sich, so folgt der Bildausschnitt dem Objekt. Betrachtet man Live-Video so verfolgt die Kamera ebenfalls automatisch das sich bewegende Objekt. Beeindruckend!

Nest IQ Modelle und die Nest Hello können ja auch Gesichter erkennen. Während bei der Hello diese Funktion schon fast essentiell ist, um schnell über die Person an der Haustür benachrichtigt zu werden, ist es bei der IQ Outdoor natürlich stark von der Installationssituation abhängig. Wer diese Kamera z.B. im Eingangsbereich montiert und nicht auf die Hello Videotürklingel setzten kann oder will, wird diese Funktion lieben. Kann die Kamera Gesichter frontal anvisieren, so funktioniert dies perfekt.

Wird die IQ Outdoor aber z.B. in einer erhöhten Position montiert, so wie viele Außen-Überwachungskameras, so springt die Gesichtserkennung eher selten an, denn welcher Besucher, erwünscht oder unerwünscht, blickt schon direkt in eine über Kopf montierte Kamera?!

Auch muß man erwähnen, dass die Gesichtserkennung, besser gesagt, das Zuweisen bekannter Gesichter, eine Weile benötigt, bis die zuverlässig funktioniert. Hat die Kamera eine neue Person erkannt, so taucht unter dem Punkt „Personen“ unter dem Videofeed ein blaues Pünktchen auf. Tippt man dann auf den Button so wird man gefragt, ob man die erkannte Person kennt. Handelt es sich nur um einen sporadischen Besucher kann man das verneinen. Handelt es sich z.B. um Freunde oder Familienmitglieder, so tippt man auf „ja“ und kann dann die Person benennen. Natürlich können auch mehrere Instanzen der selben Person unter einem Namen zusammengefasst werden. Das kommt besonders dann vor, wenn unterschiedliche Kameras die selbe Person erkannt haben. Sehr gut gelöst: Alle Nest Kameras im System teilen sich quasi die erkannten Personen und können darauf zugreifen. So profitiert z.B. die IQ Outdoor von Personen, welche von der Hello erkannten wurden und umgekehrt.

Anwesenheitserkennung

Die Anwesenheitserkennung bei Nest wird über die Smartphones der einzelnen Nutzer gesteuert. Auf Wunsch kann das natürlich abgeschaltet werden oder aber auch auch die Nest Protect Rauchmelder miteinbezogen werden.  Letztere erkennen ja ebenfalls Bewegungen um z.B. das Nachtlicht zu aktivieren; entsprechen können sie auch bei einer längeren „Bewegungspause“ den Status des Systems auf „abwesend“ stellen.

Der Grundgedanke hier ist es, die Kameras abzuschalten, wenn die Bewohner zu Hause sind.

Während es Anfang des Jahres eine Phase gab, in der die Anwesenheitserkennung Probleme machte, scheint jetzt wieder alles einwandfrei zu funktionieren.

Benachrichtigungen

Eigentlich sind Benachrichtigungen ja das Herzstück des Nest Systems. Jedes Alarmsystem ist nutzlos, wenn man nicht zeitnah über Vorkommnisse informiert wird. Und natürlich hat der Hersteller hier extrem viel Wert auf granulare Einstellmöglichkeiten gelegt.

Zunächst kann man entscheiden, ob die Kamera, wie oben erwähnt, nur aktiviert wird, wenn man nicht zu Hause ist, oder ob sie permanent aufzeichnen soll. Natürlich ist es auch möglich, die Kamera nach einem festen Zeitplan aktiv oder inaktiv zu schalten.

Bei Benachrichtigungen können wir nun wählen, ob diese als Push-Benachrichtigung, als Email oder beides versandt werden sollen und ob dies nur, wenn niemand zu Hause ist geschieht oder grundsätzlich immer.

Auf Wunsch benachrichtigt die IQ Outdoor auch bei Geräuschen, hier können wir auswählen ob nur auf sprechende Personen oder auch auf bellende Hunde oder „andere“ Geräusche reagiert wird.

Hat man über das Webinterface „Bereiche“ definiert, so kann man hier für jeden Bereich nochmal gesondert definieren, ob auf Bewegungen mit einer Benachrichtigung reagiert wird oder lediglich bei erkannten Personen. Sobald man einen Bereich definiert hat, so kann man zudem auch festlegen, dass z.B. auf Bewegungen oder Personen außerhalb der definierten Bereiche, nicht reagiert werden soll. Wie schon bei der Hello Videotürklingel können so Fehlbenachrichtigungen z.B. vom Bürgersteig oder Hühnerstall vermieden werden.

Alles in allem sind diese Einstellmöglichkeiten einfach perfekt und man kann so tatsächlich fast ausschließen, von Benachrichtigungen über jede vorbeifliegende Hummel genervt zu werden.

Die Benachrichtigungen kommen dabei extrem schnell am Smartphone oder der Apple Watch an, hier gibt es maximal 2-3 Sekunden Verzögerung.

Nest Aware

Auch bei dieser Nest Kamera sei gesagt: Ohne Nest Aware macht das wenig Sinn. Während die ältere Nest Outdoor Kamera aufgrund der fehlenden „IQ“ Funktionen vielleicht noch eher ohne Aware auskommen kann, so wäre es sinnlos, dieses teurere Modell zu erwerben, ohne das kostenpflichtige Nest Aware Service zu nutzen, und vor allem bereits bei der Anschaffung ein zu kalkulieren.

Konkret benötigt man nämlich Aware für Personen und Gesichtererkennung und natürlich für kontinuierliche Videoaufzeichnung. Hat man nur eine einzelne Kamera im Nest-Verbund so schlägt Aware mit 50€ jährlich zu Buche.  Jede weitere Kamera kostet dann 30€ jährlich. Bei diesem Paket erhält man 5 Tage Videoverlauf und vollen Funktionsumfang. Auf Wunsch gibt es auch noch teurere Pakete mit bis zu 30 Tagen Videoverlauf.

Zwar kann man Nest Aware nicht von Kamera zu Kamera transferieren, man kann es aber jederzeit kündigen und bekommt aliquot den noch übrigen Betrag rückerstattet, das ist fein und funktioniert einwandfrei. Auch, dass man Aware wirklich nur für jene Kameras abschließen kann, für die es persönlich Sinn macht, ist gut gelöst.

Nest Support

Wer premium bezahlt, erwartet premium Support. Leider mußte ich das für euch auch testen, dann die IQ Outdoor hatte sich während meines Tests leider mit Schmorspuren im kameraseitigen Anschlussstecker verabschiedet. Die Ursache ist mir nicht bekannt, hatte ich die Kamera doch streng nach Herstellervorgaben installiert.

Den Support hingegen kann ich hier als perfekt loben. Alle Mitarbeiter waren extrem freundlich und hilfreich und sehr bemüht das Problem aus der Welt zu schaffen. Dabei wurden zielführend Fragen gestellt und letztlich binnen zwei Tagen das Produkt ausgetauscht. Tja Apple, so stelle ich mir das vor, und nicht so, wie bei meiner Apple Watch, wo ich nach München geschickt wurde, weil Apple nicht fähig war, meine Watch in Österreich zu reparieren…

Fazit

Ich finde es immer großartig, wenn man sieht, dass ein Hersteller seine Produkte mit Bedacht weiterentwickelt. Neben der mit 379€ extrem hoch gepreisten hier getesteten IQ Outdoor blieb die normale Outdoor-Kamera weiterhin im Programm und ist nun für 229€ erhältlich. Wer Personen- und Gesichtserkennung sowie Zoom nicht benötigt hat also ein Modell für kleineres Geld. Wer aber eben genau diese Features benötigt – Personen und Gesichtererkennung sowie zum Teil verlustfreies, automatisches Zoom auf Bewegungen, ist bei der IQ Outdoor perfekt aufgehoben.

Die Bildqualität der neuen IQ Outdoor Kamera ist extrem gut, der 4k Sensor liefert scharfe, farbenfrohe und ausgewogene Bilder und nächtens leuchten die Infrarot-LEDs eine großen Bereich zuverlässig aus.

Durch den Ausfall eines der Testgeräte konnte ich in diesem Sonderfall sogar den Nest Support testen und ihn trotz ärgerlichem Anlaß mit „hervorragend“ bewerten. Ich bin mal guter Dinge, dass ich den Support aber nicht nochmal kontaktieren werden muß.

Einziger Kritikpunkt: Nest sollte bei einer Kamera in dieser Preisklasse grundsätzlich ein Outdoor-Netzgerät mitliefern; dieses sollte halt so konstruiert sein, dass es auch in Innenräumen direkt genutzt werden kann. Dem Käufer beim Kauf zusätzlich ein Outdoor-Netzgerät für 59€ vorzuschlagen, finde ich den falschen Weg.

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