Hello there, Nest Hello – Testbericht

Die Sache mit Türklingeln ist ja so: Wohnt man in einem Haus, und es klingelt, so ist man meist nicht dort, wo man in dem Moment (gegen) sprechen kann oder man steht eh gerade quasi direkt hinter der Haustür. In letzterem Fall guckt man durch den Spion, weiß dann aber immer noch nicht, was manche Besucher eigentlich wollen. Und ist man nicht zu Hause, so ist die klassische Klingel sowieso nutzlos. Hmm.

Nest Hello löst alle Probleme in einem Aufwasch, sagt Nest. Benachrichtigungen überall, gegensprechen unterwegs wie auch zu Hause am Smartphone und dazu hochwertige 24/7 Videoaufzeichnung mit Personenerkennung. Stimmen aber die Versprechen des Herstellers und rechtfertigen sie den premium Preis? Finden wir es heraus!

Verpackung & Lieferumfang

Ich habe ja bereits mehrere Nest Produkte im Einsatz. Wie schon Nest Protect, Nest Outdoor bzw. die Nest IQ Kamera zählen sowohl Verpackung als auch Lieferumfang zu den hochwertigsten und umfangreichsten am Markt, und die Verpackung ist dabei sogar auch noch umweltfreundlich. Bei Nest ist es einfach eine Freude, ein neues Produkt auszupacken und in Betrieb zu nehmen. Meine persönliche Erfahrung ist einfach nur: perfekt.

Öffnen wir Hellos Verpackung, so finden wir zunächst die Hello Videotürklingel. Nimmt man diese aus der Kartonschale, so fällt sofort das hohe Gewicht und die extrem hochwertige Verarbeitung auf.

Unter der Kartonschale finden wir Booklets für die Installation sowie Sticker um die Videoüberwachung auszuweisen.

Noch eine Ebene tiefer in der Schachtel finden wir die Halterung aus Aluminium sowie einen Winkel für eine „angewinkelte“ Installation und den „Klingeladapter“, der für „klassische“ Türgongs verwendet wird. Natürlich hat Nest, wie gewohnt, auch an Installationsmaterial gedacht. Wir finden Schrauben, Dübel sowie einen Bohrer (mit Nest branding). Hier kann also jeder sofort loslegen, Bohrmaschine vorausgesetzt ;-). Doch Vorsicht…

Installation

Ganz unten am Ende der Review könnt ihr meine komplette Story nachlesen, denn die war etwas „speziell“, was die Hello Installation angeht.

Aber im Grunde ist die Nest Hello Installation einfach, man muss nur  bedenken, dass das System ursprünglich für Amerika konzipiert wurde und dort üblicherweise für Klingelsysteme Wechselspannungen um die 16 bis 24V verwendet werden. Genau darauf ist die Nest Hello Videotürklingel auch ausgelegt. Das Problem: Hier bei uns, wenn man mal bei Amazon sucht, findet man meist nur Türgongs für 8V oder 8-10V Wechselspannung bzw. Klingeltrafos die 8V, 12V und 24V können. Die Wahrscheinlichkeit, dass das bestehende Klingelsystem also eine für Nest unbrauchbare Spannung aufweist ist leider relativ hoch.

Mindestens ein Messgerät für die anliegende Spannung sollte man also besitzen. Hat man zudem ein klassisches (einfaches) Klingelsystem mit einem Taster und Türgong im Innenbereich sieht’s grundsätzlich gar nicht mal so schlecht aus.

Nimmt man nun an, wir haben die erforderliche Spannung von 16-24V am Klingeltaster, so muss Hello eigentlich nur noch aufgeschraubt werden (vorher Spannungsfrei machen!), und der Klingeladapter beim Gong installiert werden. Hierzu hat Nest hervorragende Installationsvideos.

Hat man aber NICHT die richtige Spannung, weil z.B. ein 8V System verbaut ist, wird’s komplizierter. Dann muss der Klingeltrafo getauscht werden. Amazon liefert hier z.B. folgendes Gerät das ich auch erfolgreich im Einsatz habe:

Aber hier ist zu Bedenken: die 12V dieses Trafos sind in meinem Fall 15,7V und die 24V sind in Wirklichkeit 27,7V. Ich habe einfach mal den Anschluß mit den 15,7V probiert und es funktionierte einwandfrei für Hello.

Weiters muss aber auch bedacht werden, dass bei einem Tausch des Trafos, und sofern man den inneren Türgong weiterhin verwenden will (das ist absolut nicht verpflichtend für Nest Hello), auch der Gong auf ein 16V Modell getauscht werden muss.

Vor der Installation muss man zudem natürlich auch testen, ob am gewünschten Installationsort das WLAN verfügbar und ausreichend stark ist. Mindestens 2Mbit Upload sollte hier möglich sein, sonst kommt es zu Verzögerungen oder schlechter Videoqualität.

Sind also alle Bedingungen erfüllt, so verschraubt man den hübschen Alu Haltewinkel, schließt Hello an den Strom an und startet in der Nest App den Prozess zum Hinzufügen neuer Nest Produkte. Ebenfalls toll gelöst: Wird das „Winkelstück“, welches ja ebenfalls mitgeliefert wird, verwendet, so hat Nest sogar an zwei Klebeflächen gedacht, damit das Zusatzteil an den regulären Haltewinkel geklebt werden kann und so nicht herumwackelt oder scheppert.

Bevor es weiter geht aufpassen, die Hello noch NICHT in den Haltewinkel einsetzen, sonst ist der QR-Code verdeckt ;-). Ab hier verläuft alles ultra einfach und zuverlässig, einfach den Schritten in der Nest App folgen.

Qualitätsanmutung & Design

Auch die Nest Hello Türklingel überzeugt in Wertigkeit und Design. Böse Zungen auf Twitter zogen zwar Vergleiche zu Amazons Dashbuttons – aber die Nest Hello ist wirklich hübsch©

Matter weißer Kunststoff (der sich im Falle von Nest Produkten im Außeneinsatz tatsächlich nicht verfärbt) schwarze Glasfront. Im oberen Bereich des 4,3 x 11,7cm messenden Gehäuses) finden wir die Kamera, welche mit 1600×1200 Bildpunkten auflöst; das Seitenverhältnis beträgt hier 4:3 um besser für übliche Türbereiche gewappnet zu sein und vor allem Personen zur Gänze abbilden zu können. Dabei beträgt der Blickwinkel weite 160 Grad.

Direkt über dem Kameraauge finden wir zudem noch eine kleine grüne LED, welche eine aktive Videoaufzeichnung anzeigt. Wie bei allen Nest Kameras kann diese LED auch auf Wunsch deaktiviert werden. Standard gemäß ist die grüne LED an, wird das Video aktiv betrachtet, so pulsiert das grüne Licht zudem.

Im unteren Bereich des Gehäuses finden wir den großen Klingelknopf der von einem Leuchtring eingefaßt ist. Nähert man sich der Klingel, so leuchtet der Ring pulsierend weiß, betätigt man den Knopf, so leuchtet er blau. Bei Fehlern leuchtet der Ring gelb (wäre z.B. die Anschluß-Spannung zu gering für Nest Hello, so würde der  Ring gelb leuchten).

Wird die Taste betätigt, so hat diese einen tollen Druckpunkt, und zudem die perfekte Größe. Da der Leuchtring pulsiert, sobald jemand sich nähert, kann die Klingeltaste auch nicht übersehen werden. Es ist dieser Blick für größere und kleinere Details, weswegen ich vom Nest-System so angetan bin.

Hello im Alltag & Nest App

Um die Nest Hello Türklingel nutzen zu können ist die Nest App verpflichtend, ohne sie läuft nix. Nest Produkte sind leider nicht Homekit kompatibel, wohl aber mit Alexa und Google Assistant verknüpft; mehr dazu später.

Nest
Nest
Entwickler: Nest Labs
Preis: Kostenlos
Nest
Nest
Entwickler: Nest Labs Inc.
Preis: Kostenlos

Alle Nest Produkte, seien es die Rauchmelder Nest Protect, die Kameras oder auch Nest Hello werden in der App gebündelt und relativ übersichtlich angezeigt. Auf Wunsch können auch sogenannte „Wohnbereiche“ definiert werden und Geräte selbigen  zugeordnet werden. Tut man das, so sieht man z.B. das Video vom 1. Stock zusammen mit dem Status des zugehörigen Nest Protect im 1. Stock.

Tippt man auf Hello auf der Nest Startseite, so sieht man im oberen  Bildschirmbereich das Live-Video und darunter die Zeitleiste, analog wie bei allen anderen Nest Kameras.

Wechselt man ins Querformat so wird das Video im Vollbildmodus dargestellt, die Zeitleiste kann dann auf der rechten Bildseite eingeblendet werden. Nur mit dem kostenpflichtigen Nest Aware Abo (ab 5€ monatlich) bietet die Hello kontinuierliche Videoaufzeichnung und beliebiges scrollen  zu jedem Punkt auf der Zeitleiste. Ohne Nest Aware kann man die Ereignisse der letzten drei Stunden als Standbild betrachten.

Der Videoverlauf kann übrigens auch auf die „Ereignisansicht“ umgeschaltet werden; selbige kann sogar gefiltert dargestellt werden. Man kann sich also z.B. nur Ereignisse mit erkannten Personen anzeigen lassen. Gut durchdacht!

Unterhalb der Zeitleiste finden wir zudem die Tagesauswahl (je nach Aware Package 5, 10 oder 30 Tage), den Tab für erkannte Gesichter, eine Taste um mit Personen an der Tür zu sprechen sowie „Neuer Clip“ und Ruhezeit. Neuer Clip erstellt aus dem gewählten Ereignis einen Videoclip und speichert ihn im Nest Konto sowie, auf Wunsch, am Smartphone.

Die Option „Ruhezeit“ ist grundsätzlich sehr praktisch um z.B. während des Mittagsschlafes nicht gestört zu werden, allerdings kann hier nicht z.B. eine generelle Ruhezeit zu gewissen Zeiten festgelegt werden. Der Clou hierbei ist aber, dass bei einer „normalen“ Nest-Installation mit Türgong auch der Türgong stumm geschaltet wird, eine Option, die sich sonst nicht bietet.

Was mir immer noch schleierhaft ist, ist, weshalb auf die Clips im Nest Konto nur von einem Webbrowser aus zugegriffen werden kann und weshalb die „Alarmbereiche“ ebenfalls nur von einem Webbrowser aus eingerichtet oder bearbeitet werden können. Das ist nun schon seit Jahren ein Manko, das nicht und nicht korrigiert wurde.

Rufen wir unter home.nest.com das eigene Nest Konto auf, so haben wir nämlich nicht nur die Funktionen der App, wir können zudem auch Zeitraffervideos erstellen und vor alle auch Alarmbereiche erstellen und bearbeiten. So kann definiert werden, dass z.B. nur in einem bestimmten Bereich der Haustüre auf Personen oder Bewegungen reagiert wird, während Ereignisse außerhalb des Bereichs ignoriert werden.

Auch Alarmbereiche oder Zeitrafferaufnahmen und Personenerkennung funktionieren ausschließlich mit aktivem Nest Aware Abo.

Alles in allem funktioniert die Nest App hervorragend. Lediglich die Startzeit der App, bis man ein live-Video sieht, könnte noch eine Spur schneller sein. Bei einer Türklingel ist das durchaus wichtig.

Wenn’s an der Tür klingelt

Klingelt jemand an der Tür, so erhält man eine Push Benachrichtigung. Die Verzögerung ist recht klein, ca. 3-4 Sekunden vergehen, bis die Benachrichtigung eintrifft. Tippt man selbige an so landet man direkt im Live-Video, hört den Ton aus dem Mikrofon der Nest Hello und kann die „Sprechen“ Taste antippen. Man sollte sich nur immer vor Augen halten, dass das Gegenüber ja nicht weiß, dass niemand zu Hause ist. Dem Postboten also zu sagen, er soll das Paket abstellen mag ihm etwas seltsam erscheinen, wenn da doch offensichtlich jemand ist, der antwortet…

Tippt man die Benachrichtigung auf der Apple Watch an, so kann man zwar nicht sprechen, wohl aber eine von drei vorgefertigten Nachrichten abspielen. „Bitte stellen Sie es einfach ab“, „gerade ist niemand zu Hause, wir werden informiert, dass Sie da waren“ sowie „Wir sind gleich da“. Sehr praktisch.

Beim ersten „echten“ Türklingeln war ich dennoch zu perplex etwas zu sagen, und hab stumm wie ein Fisch am Trockenen dem Postboten zugesehen. X-)

Videoqualität

Wer Nest bereits kennt, darf auch von der Hello Türklingel gewohnt gute Videoqualität erwarten. Besonders beeindruckend: Die Kamera wendet HDR auf das Live-Video an und stellt schattige Bereiche selbst dann perfekt dar, wenn die Sonne direkt in das Objektiv blendet.

In den Einstellungen kann zudem die Qualität in drei Stufen justiert werden. Während zwischen der hohen und höchsten Qualität zwar auch erkennbare Unterschiede sind, ist der Sprung zwischen niedriger und hoher Qualität hingegen am deutlichsten zu erkennen. Grundsätzlich sollte man aber die gewünschte Qualität der zur Verfügung stehenden Bandbreite anpassen.

Alles in allem sprechen wir von sehr guter Videoqualität, die Bildschärfe ist aber hauptsächlich auf die wichtige Bildmitte konzentriert. Gesichter unmittelbar vor der Kamera werden klar und farbenfroh dargestellt, Randbereiche weisen einen stärkeren Abfall der Bildschärfe auf.

Smart Home

Nest ist ja für sich schon ein großer Player im Bereich Smarthome. Mit Hello, den Kameras, Rauchmeldern, den Thermostaten und der Alarmlösung „Secure“ (die letzteren beiden sind noch nicht bei uns erhältlich) kommt man im Smarthome schon mal recht weit, freilich ohne Schalter und Beleuchtung.

Nest ist nur aber leider nicht Homekit tauglich und das ist schade, wenngleich irgendwie auch logisch, da Nest ja zu Google gehört ;-).

Wer Amazons Alexa zu Hause hat, kann auf die Nest Kameras zugreifen. Ein Ausruf „Alexa, zeige Haustüre“ schaltet am Echo Show z.B. auf das Bild der Hello um, sofern man Hello so benannt hat. Was mit Alexa aber nicht klappt ist z.B. die Benachrichtigung, sollte jemand vor der Türe stehen. Das funktioniert leider aktuell nur mit dem Google Assistant bzw. Google Home. Verknüpft man den Assistant mit kompatiblen IQ Kameras (aktuell nur die Nest IQ Indoor) so kann man sich die klassische Klingel gänzlich ersparen. Das funktioniert natürlich auch analog mit dem Google Home, Home Mini oder Home Max. Mit aktiver Verknüpfung hört man den Nest Türgong gefolgt von der Ansage „Jemand ist an der Haustüre“ oder „Holger ist an der Haustüre“, wenn das Gesicht der betreffenden Person oft genug erkannt wurde; das kann aber natürlich dauern. In Österreich gibt es aber mit dem Google Assistant da so ein kleines Problem…. es gibt ihn nicht offiziell…

Google Assistant

Tjo, natürlich logisch, dass Österreich als „so irgendwie“ deutsch sprechendes Land keinen Google Assistant hat (Stand August 2018). Hmm. Ohne die Assistant App, welche zum Zeitpunkt, da ich das hier schreibe, weder für Android noch iOS in den jeweiligen Stores verfügbar ist, kann die Verknüpfung zwischen dem Assistant und Nest nicht hergestellt werden.

Pro-Tipp für österreichische Leser: auf einem Zweithandy einen neuen iTunes Account anlegen und das Land auf Deutschland stellen. Nun kann man sowohl Assistant als auch Nest App laden und ohne irgendwelche Probleme die Verknüpfung zum Nest Konto herstellen.

Noch ein Pro-Tipp: Direkt nach der Verknüpfung des Assistant hört sich die Ansage ungefähr so an: „Dingdong – Jemand ist an der front-door“. Einfach den Namen der Kamera von „Front-Door“ auf „Haustür“ umbenennen, und es läuft. Während meines Tests hat sich die Ansage teils auf „Someone’s at the Front door“ und „Someones at the Haustür“ geändert obwohl Google Assistant unverändert auf Deutsch gestellt war. Ein trennen der Verknüpfung zwischen Assistant & Nest und erneutes Verknüpfen hat das Problem aber beseitigt.

Ich find’s ja besonders lustig, dass Google Home in Österreich verkauft wird, nicht aber die Assistant App. Hmmm, Google??!

Verwendet man einen Chromecast so kann natürlich auch das Kamerabild direkt dort ausgegeben werden.

Über die NestIQ Kamera mit Google Assistant können dann fast die selben Dienste wie über Google Home aufgerufen werden. z.B. die Heizung von Tado steuern oder auch die Philips Hue Lampen. Was nicht klappt ist z.B. „was gibt’s Neues“ – das können nur moderne Smartphones oder eines der Google Home Geräte.

Nest Aware

Um Nest Aware kommt man, speziell bei der Hello Türklingel, eigentlich nicht herum. Gerade für diesen Anwendungsfall (dauerhafte Aufzeichnung, Alarmbereiche, Personen und Gesichtserkennung) ist das Aware Abo unverzichtbar. Für die erste Kamera kostet es 50€ pro Jahr, für jede weitere Kamera 30€ pro Jahr, bei jährlicher Zahlung.

Nicht (mehr) benötigte Aware-Abos können übrigens jederzeit online gekündigt werden, der aliquote Restbetrag wird dann der Zahlungsmethode in 1-2 Wochen gutgeschrieben (ebenfalls für euch getestet) 😉

So praktisch und gut gelöst Aware auch sein mag: Es ist ein Kostenfaktor, den man bei der Anschaffung (der nicht eben billigen Nest Hello) unbedingt einplanen muss!

Videoreview

FAZIT

Andere Systeme wären vielleicht aufgrund  Nests Kabelbindung einfacher zu installieren gewesen, im Alltag aber ist Nest Hello die derzeit beste Videotürklingel die man für Geld kaufen kann.

Jederzeit am Handy mit der Person vor der Tür kommunizieren zu können, Pakete z.B. auf eigenen Wunsch bei einem Nachbarn abstellen zu lassen oder aber auch jederzeit zu sehen, ob sich unerwünschte Personen an der Tür (oder an Paketen) zu schaffen machen, ist einfach ein unglaublicher Sicherheitsfaktor und die Kabelbindung macht das System vollends unabhängig von sterbenden Batterien und hält die Nest Hello schön schlank.

Hinzu kommt mit der Nest Aware Personenerkennung und die Ansage der erkannten Person über Google Home oder Nest IQ Indoor, und natürlich auch die hervorragende Videoqualität.

Ich kann Hello daher uneingeschränkt empfehlen. Zu den doch recht hohen Anschaffungskosten der Videotürklingel selbst muss aber hier unbedingt auch Nest Aware mit 30-50€/Jahr hinzugerechnet werden, sonst macht das keinen Sinn.

Meine Nest Hello Installationsstory

Ich brauchte natürlich, wie man in Österreich so schön sagt, „a Extrawurscht“, was die Installation angeht. Das heißt, natürlich funktionierte das bei mir nicht so, wie bei den meisten anderen.

Als wir in das Haus einzogen war dort nämlich auch eine Video-Gegensprechanlage der Firma Ritto verbaut. An sich irgendwie schlau, mit Bussystem und so, andererseits doof denn was hilft mir eine Kamera, ein Bussystem und ein Bildschirm im Haus wenn ich nicht zu Hause bin? Das System hätte sogar mit einem Gateway (Ritto Wiser Door Gateway) smart-er gemacht werden können und dann (so die Theorie) ebenfalls Benachrichtigungen ans Handy schicken können, allerdings zum gleichen Preis wie Nest, ohne Personenerkennung und freilich auch gänzlich ohne Aufzeichnung und anpassbare Benachrichtigungen.

Das Ritto System arbeitete aber größtenteils mit Gleichspannung und die paar Leitungen welche Wechselspannung führten, führten nur bis maximal 12V – zu wenig für Nest.

Ursprünglich wollte ich dann also in den Schlauch der die Leitungen des Ritto Systems beinhaltete einfach ein Kabel einziehen, um damit Nest Hello zu versorgen. Die Einzugfeder wollte aber nicht durchkommen. Stunden später und schweißgebadet entschied ich mich dann dafür, die Videobusleitung des alten Systems zu zweckentfremden. Schließlich würde sowieso Nest das System ersetzen und die Videoleitung würde nicht mehr benötigt. Tatsächlich funktioniert dies und schnell war der oben genannte Klingeltrafo verbunden und die gewünschte Spannung für Nest Hello stand zur Verfügung – YAY.

Ich würde ja am liebsten die gesamte Trägerplatte des alten Systems austauschen gegen eine passende Edelstahlblende, das scheint’s allerdings seitens des Herstellers nicht zu geben und ich kenne niemanden, der das herstellen könnte.

 

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