Einleitung

Nun, ihr kennt ja nun meinen Hang zur Automatisierung im Haushalt. Prinzipiell plane ich ja, auch noch in unserer Wohnung durchgängige Hausautomatisierung anzuwenden, aber das ist bislang nur ein  Hirngespinst. Privat setze ich iRobots Roomba 581 als kleinen Helfer im Haushalt ein und bin hellauf begeistert. Nach wie vor. Dennoch – Samsung hat mit seiner „Navibot“ Serie ernstzunehmende Gegener für iRobots Roombas am Markt – so sagt zumindest die Werbung. Grund genug, mir, mit Dank an Samsung Österreich, einmal einen dieser Navibots genauer anzusehen.
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Der Name „Navibot“ kommt natürlich von „Navigation“. Diesem Roboter steht hierzu neben den üblichen Sensoren eine Kamera zur Seite, die die Raum-zu-Raum-Navigation effizient und zuverlässig machen soll.

Nun sehen wir uns also mal den Navibot SR8845 von Samsung, den man übrigens bequem, wie auch den Roomba, bei Robosauger.com oder Amazon bestellen kann, an. Der SR8845 ist der kleine Bruder des SR8855. Momentan kostet der hier im Test befindliche SR8845 ca. 400€, für das nächstgrößere Modell sind 500€ zu bezahlen. Ähnlich auch die Preisstruktur bei der iRobot Konkurrenz.

Verpackung & Lieferumfang

Die Navibot Serie von Samsung ist, was die Anzahl der verfügbaren Gerätevarianten betrifft, bedeutend kleiner, als die von iRobot. Aber das ist hier ja kein Wettrennen um Modellvielfalt. Wie schon eingangs erwähnt, hat der geneigte Käufer die Auswahl zwischen dem kleinen SR8845 und dem besser ausgestatteten SR8855.

©Robosauger.com

©Robosauger.com

Von der Sensorik sind beide Modelle ähnlich, der blaue SR8855 hat lediglich mehr Reinigungsmodi, sprich, er läßt sich täglich programmieren, während der SR8845 lediglich einen verzögerten Start bietet. Wie man im Vergleich sieht, hat der 55er zudem eine Extrabürste beigepackt und wird über Sensortasten gesteuert, während sein kleiner Bruder „nur“ Druckknöpfe hat.

Der 45er wird mit einem Virtual Guard geliefert, dieses dient dazu, dem Roboter zwei Reinigungsbereiche einzuteilen. Wie auch bei der Konkurrenz wird zunächst der erste Bereich gereinigt, bis der Virtual Guard dann den Weg zum zweiten Reinigungsbereich freigibt.

Weiters wird eine Reinigungsbürste, die Ladestation mit integriertem Netzgerät (sehr praktisch!) und natürlich die üblichen Anleitungen mitgeliefert. Die Verpackung ist ansprechend gestaltet und gefällt besser, als die der Konkurrenz.

Kritikpunkt: Auch beim Navibot wird Styropor als Verpackungsmaterial verwendet – hier sollte endlich ein Umdenken stattfinden – dies kann auch mit Karton gelöst werden.

Inbetriebnahme, Konstruktion & Bedienung

Inbetriebnahme

Auch hier ein Kritikpunkt hinsichtlich des „Virtual Guard“ Moduls: Es sind keine Batterien beigelegt, laut Anleitung auch der Fernbedienung nicht (meiner Packung waren aber Fernbedienungs-Batterien beigefügt). Noch ärgerlicher: Es werden D-Batterien, also die „Baby“ Bauform (die ganz dicken) Batterien benötigt. Diese sind leider sehr unüblich und finden sich kaum im Durchschnittshaushalt.
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Ich empfehle, gleich beim Kauf des Gerätes über Amazon (Link siehe unten, am Ende des Artikels) ein Päckchen Mignon (AA) Eneloop Akkus aus dem Hause Sanyo sowie unbedingt passende Adapter für die benötigte Batteriegröße der Lighthouses mitzubestellen (Von AA auf D-Type).

OK, genug gelästert. Angenommen, wir haben D-Type Batterien im Haus, befeuern wir also das relativ wuchtige „Virtual Guard“ Modul mit zwei dieser Batterien und plazieren sie an günstiger Position. Will heißen, es machte z.B. in dieser Wohnung Sinn, den fast 50qm großen Wohnraum von den restlichen Räumen (nochmal ca. 45qm) abzutrennen, damit der Navibot sich auf diesen ersten Bereich voll und ganz konzentrieren konnte.

Die Ladestation wurde so aufgestellt, daß sie sich mit dem Virtual Guard nicht in die Quere kam. Sehr erfreulich ist hier, daß das Netzteil der Ladestation in selbige integriert ist. Dies gibt der Ladestation ein höheres Gewicht und macht sie nicht so anfällig, vom Roboter beim Andocken verschoben zu werden. Ein nerviger Fakt bei den Roomba Modellen. Natürlich macht das integrierte Netzteil gleichzeitig die Ladestation groß und wuchtig – sie ist nicht so leicht zu verstecken wie die der Konkurrenz. Über das Design kann man streiten, ich finde sie verhältnismässig hübsch; im später folgenden Video ist sie beim Andocken zu bewundern.

Ein weiterer und meines Erachtens der größte Vorteil zum Roomba ist das vorhanden sein eines Hardware-Ein-Aus-Schalters. Das Gerät kann bei Urlaub usw. einfach komplett ausgeschaltet werden. Auch beim Navibot kommen NiMH Akkus zum Einsatz, die leider recht empfindlich auf Tiefentladung reagieren. Will heißen, würde man das Gerät eingeschaltet ohne Netzversorgung stehenlassen, würde auch ein geringer Standbystrom den Akku irgendwann tief entladen und damit schädigen. Der Ausschalter verhindert dies zuverlässig. Warum Samsung ihn an der Unterseite des Gerätes und nicht unter z.B. einer Klappe an der Seite angebracht hat, ist mir aber unverständlich.

Vor dem ersten Betrieb muß der Akku vollständig geladen werden. Ca. 2h benötigt die Ladestation dazu, gibt aber manchmal leider ein hochfrequentes Sirren von sich. Ob dies nur bei meinem Testmodell so ist, oder generell ein „Merkmal“ der Navibots, vermag ich nicht zu sagen.

Nachdem der Akku geladen ist, ertönt ein recht niedlicher Ton um dies zu signalisieren, das Display des Roboters zeigt „FULL“ an. Es kann also losgehen.

Bedienung

Reinigungsmodi
  • Automatikbetrieb
  • Punktsaugen
  • Maximalbetrieb
  • Kantenmodus
  • Startzeitvorwahl (verzögerter Start)

99% von uns „Nutzern“ werden einfach im Automatikbetrieb starten. Wie auch bei den Geschirrspülern – die haben Eco, Sanft, Intensiv usw. aber wenn eine „Auto“-Taste vorhanden ist, nutzen wir doch alle die meiste Zeit diese. In diesem Test habe ich den Roboter mit dem Automatikmodus getestet. Nur Kanten zu säubern wäre genauso wenig aussagekräftig wie nur Punktuell. Und ein verzögerter Start war für den Text auch nicht von Nöten (wenngleich dies einwandfrei funktioniert).
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Drückt man die Starttaste legt der Navibot sofort los. Beim Reinigen geht er nach striktem geometrischen Muster vor, gänzlich unterschiedlich zum chaotisch herumsausenden Roomba. Der Navibot fährt in „eckigen“ Schlangenlinien. Eine Bahn nach der anderen.

Der „Virtual Guard“ hat einerseits ein Indikationslicht auf seiner Oberseite. Blinkt es rot, so ist er auf „Fence“ also „Zaun“ eingestellt. Dabei können einige Meter vor dem Modul „abgesperrt“ werden. Navibot fährt so z.B.  nicht durch offene Türen oder bodentiefe Fenster oder dotzt einfach nicht gegen Blumentöpfe mit empfindlichen Pflanzen.

Der zweite Modus des Moduls ist der „Virtual Guard“. Er leitet einerseits Infrarotsignale der Fernbedienung an den Roboter weiter, andererseits bietet er die Möglichkeit, wie eingangs erwähnt, die Reinigung auf zwei Abschnitte aufzuteilen. Für ein Gerät dieser Preisklasse sehr komfortabel, bei iRobot kann das nur das 100€ teurere Modell 581.

Was auch sehr für den Navibot spricht ist sein angenehmes und leises Betriebsgeräusch (für einen Staubsauger).

Einer der wichtigsten Pluspunkte ist die Wiederaufnahme der Reinigung, sollte der Akku zur Neige gehen. Der Navibot kann zur Ladestation zurückkehren, sich aufladen und, so er zwischenzeitlich nicht manuell bewegt wurde, seine Reinigung wieder fortsetzen!

Konstruktion

Der Navibot SR8845 ist recht symmetrisch aufgebaut. Von oben betrachtet fallen die auf beiden Seiten hervorragenden Seitenbürsten auf. Laut Prospekt bzw. Anleitung soll der Navibot so bis in die kleinsten Ritzen vordringen um möglichst gründlich zu reinigen.

Das Bedienfeld beherbert vier Tasten, die oberste ist zum Starten und Stoppen des Betriebs, die darunterliegenden restlichen drei zum Einstellen des Reinigungsmodus, um den Start um x Stunden zu verögern und um den Roboter frühzeitig zur Ladestation zurückzuschicken.

Mittels Leuchtanzeige zwischen der obersten und den darunterliegenden drei Tasten wird z.B. das Laden des Akkus oder der gewühlte Betriebsmodus angezeigt.

Die Vorderseite des Roboters weist die obligatorische Stoßstange die 7 Kollisionssensoren und 2 Stoßstangensensoren beherbergt auf. Weiters ist hinter einer glänzenden Abdeckung (die ohne  Zweifel schnell zerkratzt) ein Abstandssensor sowie ein Fernbedienungssensor versteckt, letzterer hat einen Zwillingsbruder rechts hinten am Heck des Navibots. Weiter vorne, vor dem Display, befindet sich die beworbene Kamera, die ein Bild der Zimmerdecke aufzeichnen soll und so die Navigation des Roboters im und von Raum zu Raum zu ermöglichen.

Die Unterseite beherbergt natürlich das Saugmodul und die Bürste derer der Navibot nur eine hat. Weiters befindet sich hier der Ein/Ausschalter, eine Akku-Klappe und natürlich der Schmutz-Auffangbehälter. Keine Sorge, der Roboter muß nicht umgedreht werden, um selbigen zu entnehmen. Natürlich hat auch der Navibot drei „Klippensensoren“ die verhindern sollen, daß der Roboter die Stiege bzw. Stufen hinabfällt. Aber Obacht – diese Sensoren müssen (wie bei allen derartigen Robotern) regelmäßig gereinigt werden um zu funktionieren!

Betrieb, Reinigungsleistung, Virtual Guard & Fence

Ist der Virtual Guard als Trenner zwischen den gewünschten Reinigungsbereichen aufgestellt, der Akku geladen und die Ladestation mit dem Strom verbunden, der Navibot eingeschaltet und das Licht in allen Räumen aufgedreht (ja, das Deckenlicht meine ich), so kann es losgehen.

Und genau da sehe ich auch den größten Mangel des Gerätes. Ich will nicht Flutlichtbeleuchtung einschalten müssen, um die Wohnung mit meinem Roboter reinigen zu lassen? Wir haben eine sehr, SEHR helle Wohnung, aber wenn z.B. die Türen zu den außenliegenden Räumen geschlossen sind, ist der Gang finster. So gut die Idee der Kamera am Roboter ist, eine Infrarotkamera wäre hier sicher die bessere Lösung gewesen und würde einen Betrieb auch in den Abend- oder Morgenstunden im Winter ermöglichen, ohne das Licht einschalten zu müssen. Wie gesagt, wie gut der Roboter bei Dunkelheit funktioniert konnte ich nur bedingt testen da auch wenige Menschen nächtens einen Staubsaugroboter fahren lassen wollen werden.

OK, nun nehmen wir an, die Wohnung ist hell und/oder das Licht ist eingeschaltet – wir drücken die Starttaste, der Roboter legt los. Ich war ehrlich gesagt äußerst überrascht, wie leise er zu Werke geht, das ist sehr angenehm.

Wie schon erwähnt, der Navibot mag kein Chaos. Er fährt in geraden Bahnen den Raum ab, wendet „eckig“ und fährt gerade retour, dabe möglichst parallel zu den Wänden bzw. zum Mobiliar. Bei möglichst rechteckigen Räumen und möglichst ohne Mobiliar mag der Navibot auch durchaus in alle ecken finden. Couch und Couchtisch bzw. Fernsehmöbel oder generell Möbel die sich nahe oder an Wänden befinden, bereiten auch verhältnismäßig wenige Probleme. Aber wehe es steht unvermittelt ein Glastisch im Raum und wehe dort befinden sich auch noch Sessel mit recht dünnen Beinchen. Navibot sieht die Beine nicht und schiebt teilweise die Sessel durch die Gegend, kann dann aber wiederum wegen der Sessel und seinem strikten geometrischen Reinigungsmuster gar nicht unter den Tisch zum Schmutz gelangen.

Mir ist klar, daß Samsung in der Anleitung empfiehlt, die Sessel auf den Tisch zu stellen – aber wer macht das im Alltag? Ich will ein Reinigungsgerät, das einfach so funktioniert. Täglich. Ohne mir mehr Arbeit zu verursachen, als nötig.

Im Test zeigte sich dieses Problem generell überall. Navibot kann einfach kleinere Hindernisse nicht so gekonnt umfahren wie z.B. die Roombas. Er weicht immer großflächiger aus, obwohl man ihm zugute halten muß, daß er sich anscheinend merkt, wo er auf ein Hindernis gestoßen ist und dies auch speichert. Beim nächsten Reinigungsgang (vorausgesetzt er wurde nicht ausgeschaltet) geht er dann schon intelligenter vor.

Im folgenden Video seht ihr meinen „Testaufbau“. Sprich: Ich habe einfach Papierschnipsel aus dem Locher überall in der Wohnung verteilt. Natürlich speziell auch unterm Tisch, in Ecken und sonstigen relativ schwer zugänglichen Stellen, für einen Roboter. Nicht aber z.B. zwischen Blumentöpfen; die Schnippsel waren dort, wo der Roboter sie hätte erreichen KÖNNEN, wenn er denn ein ausreichend intelligentes Reinigungsmuster hätte.

httpvh://www.youtube.com/watch?v=FBhb98_WB1I

Reinigungsfazit?
Der Navibot war ca. 90min unterwegs. Der Akkuladezustand war geschätzt bei ca. 30%. Die Konkurrenz schaffte bei uns teilweise Laufzeiten von 2,5h bis der Akku gänzlich leer war. Laut Verpackung sollen in diesen 90min ca. 80qm Fläche gereinigt werden. Da im Test ein Zimmer für den Roboter verschlossen war,  dürften es ca. 80qm gewesen sein. War es aber danach auch sauber?

Ich würde sagen, der Navibot hat ca. 60% der Papierschnipsel und einiges an Staub aufgesammelt. Speziell in den Ecken oder eigentlich überall dort, wo keine größeren „freien“ Flächen standen, hatte er aber so seine Probleme.  Auch Menschen die während der Reinigung herumlaufen können den Roboter ab und an leicht verwirren. Und Anfangs geht er bei Überhängen (also z.B. der Fahrt UNTER den Couchtisch recht zaghaft vor. Letztlich ist er dann aber überall druntergefahren, wo es ging (außer unter den Schreibtisch, hier wurde leider gar nicht gereinigt).

Samsung bewirbt das „geometrische“ Reinigungsmuster als Garant für gründliche Reinigung. Nein, Samsung, da habt ihr euch leider getäuscht, meine Erfahrung zeigt, daß das chaotische Umherfahren des Roombas deutlich mehr Schmutz aufsammelt und damit bessere Ergebnisse liefert.

Nach dem Navibot wurde unser Roomba auf die Reise geschickt und kam mit vollen Taschen retour. Er hatte fast alle der übriggebliebenen Schnipsel aufgesaugt in ungefähr 2h Fahrtzeit.

Auch muß ich leider sagen, daß der Navibot weitaus ruppiger mit Möbelstücken umgeht, als es der Roomba tut. Zwar hat er tendenziell weniger Kontakt mit Wänden und Möbeln, WENN er aber dagegenfährt, dann mit Rums. Man hört dann (was ich durchaus putzig finde) die Räder des Roboters quietschen und er setzt richtig erschrocken zurück.

Nun werden einige sagen, ich habe ja auch das „Edge“ also das Ecken-Programm erwähnt. Klar, drückt man die entsprechende Taste der Fernbedienung bzw. wählt das Programm am Roboter aus, so reinigt Navibot gezielt die Raumecken. Aber: Andere machen das einfach mal so und automatisch – ich will mich als Anwender nicht um das Programm des Roboters kümmern müssen. Ich will Start drücken und dann 2h später in eine Gereinigte Wohnung zurückkommen 😉

Wartung & Reinigen des Gerätes

Die Reinigung des Navibot bedarf relativ wenig Aufwand. Gereinigt sollte er aber täglich bzw. nach jedem Einsatz werden. Nachdem der Auffangbehälter über dem Mistkübel ausgeleert wurde, sollte der Feinfilter auch über selbigem kurz ausgeklopft werden. Die Bürsten sind zu kontrollieren. Sind Langhaar-Säuger (Mensch wie Tier ;-)) im Haushalt, so werden sich schnell Haare um die Bürsten wickeln. Hat sich nix um die Bürsten gewickelt, muß natürlich dieser Part auch nicht gereinigt werden.

Samsung gibt an, der Feinfilter sei HEPA „tauglich“, also große Mengen an ultrafeinem Staub filtern.
Tips

  • Es ist wichtig, die Reinigung wirklich täglich durchzuführen. Sonst wird die Saugleistung zu stark herabgesetzt.
  • Den Virtual Guard einsetzen um dem Roboter zwei Reinigungsbereiche aufzuzeigen.
  • Bei kleinen Wohnungen ca. 50-60 Quadratmeter reicht ohne Haustiere meist ein Betrieb dreimal pro Woche.
  • Bei größeren Wohnungen ab 60 Quadratmetern sollte Navibot 5mal die Woche laufen um wirklich alles abfahren zu können.
  • Mignon-Akkus plus D-Typ Adapter sind anzuraten (siehe Amazon Links oben) um den Betrieb günstig zu halten.
  • Der erste Betrieb sollte unter Aufsicht erfolgen um eventuelle Stolperfallen gleich von Beginn an zu beseitigen.
  • Türschwellen können bis etwa. 1,5cm Höhe vom Navibot passiert werden.
  • Um eine automatische tägliche Reinigung durchzuführen, ist das nächstgrößere Modell, der SR8855 nötig!

Fazit

Nun, der Navibot ist putzig, das Design gefällt mir ganz gut. Die extrem niedrige Lautstärke bei der Reinigung überzeugt auch und das vorhanden sein eines physischen Ausschalters ist als sehr positiv zu bewerten. Ebenso ist das in die Ladestation integrierte Netzgerät angenehm da ein Klotz weniger am Fußboden herumliegt. Der „Virtual Guard“ könnte etwas kompakter sein, die benötigten D-Typ Batterien sind ein absolutes no-go, niemand kann mir erzählen, daß man 2011 noch solch antiquierte Batterien einsetzen muß. Man könnte z.B. auf vier Mignon-Akkus setzen die am besten direkt an der Ladestation aufgeladen werden könnten. – Just my two cents…

Bei der Reinigung überzeugt der Navibot nicht ganz. Er folgt  zu starren Mustern und bedarf gut ausgeleuchteter Räume um effizient reinigen zu können wegen seiner Kamera. Im Test hat er nur etwa 60% der erreichbar ausgebrachten Papierschnipsel aufgesammelt. Dagegen steht natürlich die Möglichkeit, eine aufgrund eines leeren Akkus unterbrochene Reinigung nach dem automatischen Aufladen auch automatisch wieder fortzusetzen. Das können die Roombas leider nicht.
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Den Navibot SR8845 würde ich Personen mit einfach geschnittenen Wohnungen und einem Hang zum Purismus (sprich: wenig Mobiliar) empfehlen. Ebenso ist er für Lärmempfindliche Personen zu empfehlen. Für große Haushalte mit ggf. auch noch Haustieren halte ich diesen Navibot ob der fehlenden Programmierbarkeit für tägliche Reinigung aber für eher ungeeignet.

Mir erschließt sich nicht ganz, weshalb im „Auto“ Modus des Navibots z.B. kein Ecken-Programm gestartet wird? Gerade dank „Visionary Mapping“, also durch die Unterstützung der Kamera und dem Speichern der Raumgeometrie wäre es doch ein leichtes, nach Abschluß der Flächenreinigung z.B. automatisch im Eckenprogramm auch die Ecken zu säubern…

Den Navibot bei Robosauger.com bestellen.

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