Bildschirmfoto 2013-08-27 um 19.10.35Um die Range der Logitech Keyboard Cases mit Testberichten erfolgreich abzudecken darf natürlich das neueste Geschwisterchen vom Keyboard Folio, das FabricSkin nicht fehlen. Auch dieses Keyboardcase habe ich mir für euch genauer angesehen. Und wie auch schon beim Keyboard Folio Testbericht wird dieser auf dem FabricSkin geschrieben. Man will ja das Schreibgefühl vergleichen können.

Im folgenden Testbericht will ich euch zeigen, wie gut es sich am FabricSkin schreiben läßt und ob die Investition von über 100EUR das Geld wert ist – oder man doch lieber in ein Notebook investieren sollte, als Vielschreiber.

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Verpackung & Lieferumfang

Wie auch schon das Folio wird das Fabric in einer Kartonverpackung geliefert. Die Kunststofffolie in die es eingeschlagen ist, würde ich mir wegwünschen. Ja, ich weiß, nicht jeder Kunststoff ist böse und jede Pappe ist gut 😉 Ein Ladekabel um den eingebauten Akku wieder aufzuladen wird natürlich ebenfalls mitgeliefert. Die Verpackung selbst wirkt noch einen Tick hochwertiger als jene des Folio.

Design & Verarbeitung

Wie schon das Folio ist auch das Fabric ausgesprochen gut verarbeitet und wirkt hochwertig. Hier finden wir außen am Einband etwas stärker texturierten Stoff. Die Innenseite ist aus „soft-touch“ Kunststoff. Besonderheit des Fabric ist die „weiche“ Tastatur bei der die Tasten gleichermaßen unter dem Kunststoff stecken und keine Spalten aufweisen. Insgesamt sehr angenehm und auch stylisch. Zwar dürfte das Fabric durch die lückenlose Konstruktion der Tastatur robuster, speziell gegen ein paar vereinzelte Wasserspritzer sein, als Nachteil muß man aber anmerken, dass man geringfügig mehr Kraft zum Drücken der Tasten aufwenden muss, als bei „herkömmlichen“ Keyboards.

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Der „Deckel“, sprich, jenes Teil des Fabric, welches auch die Tastatur beherbergt, weist auf seiner Unterseite neben dem MicroUSB Ladestecker auch noch die Taste zur Bluetoothkopplung auf. Eine schicke Kunstlederlasche vereinfacht das Öffnen des Deckels, der zudem, wie Apples Smart Case, mit Magneten ausgestattet ist um das iPad beim Öffnen gleich zu entriegeln.

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Der hintere Teil der das iPad aufnimmt ist aus gummiartigem Kunststoff in den das iPad mit etwas Druck eingesetzt wird. Das iPad sitzt dabei bombig in der Schale und dürfte mit dem Fabric einige Stürze überstehen. Schön ist hier, dass Lautstärke und Ein/Ausschalttasten sowie der Stummschalter nach außen geführt sind.

Natürlich gibt es auch eine Aussparung für Lightning oder Dockconnector sowie den Lautsprecher. Nachbau-Dockconnector Kabel dürften aber in manchen Ausführungsvarianten vielleicht nicht passen, da die Aussparung für den Dockconnector auf Apples Kabel zugeschnitten scheint.

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Das Fabric ist eine sehr schön verarbeitete Keyboardhülle die speziell durch die große Farbauswahl und die moderne Textur aus jedem iPad fast ein Unikat macht.

Schreibgefühl

Hmm, kurz: Gewöhnungssache. Wie schon erwähnt wirkt die Tastatur aus einem Guß, weist also keine Fugen und Kanten auf, obwohl die Tasten selbst leicht erhöht sind. Dadurch, daß mit jedem Tastenanschlag die Folie und die darunterliegende Taste gedrückt werden muss, hat die Tastatur mehr Widerstand als herkömmliche Tastaturen. Grundsätzlich kann man hier aber nach kurzer Eingewöhnungszeit auch sehr komfortabel schreiben.

Wie auch beim Folio sind Ä, Ö und Ü beim Fabric ungewöhnlich klein. Zudem sind iPad typisch diverse Zusatzfunktionen abrufbar wie z.B. die Hometaste oder das Multitasking Menü. Die teils ungewöhnliche Tastengröße wird für die meisten Nutzer die größte Umgewöhnung bedeuten.

Man muss aber auch hier anmerken: Das ist ja kein Nachteil. Immer, wenn man die Tastatur wechselt, muss man mit einer gewissen notwendigen Umgewöhnungszeit rechnen.

Schon beim Folio habe ich bemängelt, dass der Bildschirm etwas zu steil steht. Dieses kleine Manko bringt auch das Fabric mit sich. Durch den guten Bildschirm des iPads hat man hier zwar nicht mit Nachteilen zu kämpfen, optimal und vor allem justierbar wie bei einem Laptop ist dies natürlich aber nicht.

Sonderfunktionen

Wie schon erwähnt weist auch das FabricSkin, wie schon das Folio, diverse Sonderbelegungen gewisser Tasten auf. In Kombination mit der „FN“ Taste kann so z.B. Siri aufgerufen werden, oder auch die Diashow gestartet werden. Auch hier bedarf natürlich eine „fließende“ Nutzung etwas Übung. Es ist aber sehr löblich, dass Logitech diese Möglichkeiten integriert hat.

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Akkulaufzeit

Ich konnte während der Testzeit den Akku nicht in die Knie zwingen. No chance. Soviel sei gesagt. Laut Werksangaben solle der eingebaute Akku des FabricSkin bis zu 3 Monate halten, wenn man täglich 2h tippt. Ordentlich!

Fazit

Wie schon das Folio wendet sich das FabricSkin an Menschen, die eher seltener mobil Texte schreiben und daher nicht gleich mehrere hundert Euro für ein Notebook in die Hand nehmen möchten. Für kurze Texte zwischendurch oder das Beantworten diverser Emails ist das Fabric ein optimaler Begleiter. Dass die robuste Hülle zudem das iPad perfekt schützt ist ein weiterer großer Vorteil.

Auf der Negativseite muss man aber anmerken, dass das „normale“ Folio ein ergonomischeres Schreibgefühl bietet. Das Fabric (565g) macht das iPad 3 (mit dem ich getestet habe) zudem so schwer, dass es inklusive iPad 3 nur noch 100 Gramm unter dem Gewicht eines 13″ MacBook Airs liegt und dabei auch dicker als das MacBook Air ist…

Weitere Infos und technische Daten sind natürlich auf der Homepage des Herstellers zu finden.

Nach wie vor gilt: Ausprobieren. Vielschreiber wählen vermutlich eher das Folio, Designfreaks und jene die etwas weniger tippen, eher das Fabric. Der großzügige Akku jedenfalls macht viele Stunden Nutzung möglich und die peppigen Farben machen das Fabric in jedem Fall zum Hingucker.

Gewinnspiel

Wer diesen Artikel auf Facebook, Google+ oder Twitter teilt (vorzugsweise nicht nur mit einer einzigen Person ;-)) kann 1 nagelneues FabricSkin gewinnen! Screenshot von der „Teilung“ nicht vergessen und uns per Email an info AT macmaniacs.at senden. Das Gewinnspiel endet am 14.09.2013 um 23:59, der Gewinner wird dann kurz darauf bekanntgegeben. Der Rechtsweg ist, wie immer, ausgeschlossen.