Logitech Circle 2 KameraIn der Vergangenheit habe ich euch ja schon öfter die Kameras von Nest vorgestellt und ans Herz gelegt, diese Zeiten sind vorüber. Außerdem gibt es nun auch interessante Alternativen wie Arlo, nun auch in 4k, gleichermaßen darf da natürlich auch Logitech nicht fehlen und hat vielversprechende Kameras im Portfolio. Der Hersteller hat mir die Logitech Circle 2 als batteriebetriebene Version leihweise für einen Test zur Verfügung gestellt, und hier lest ihr nun, welche Erfahrungen ich während meines Tests mit der Kamera hatte.

Videoreview

Akku oder kabelgebunde Variante?

Logitech offeriert zwei Versionen der Circle 2 Kamera. Einerseits die hier getestete akkubetriebene Kamera, die (offiziell) nur mit Google Assistant sowie Amazons Alexa kompatibel ist, andererseits gibt es auch die kabelgebundene Version, die zudem auch zu Apples HomeKit kompatibel ist. Warum ist die akkubetriebene Version nicht HomeKit tauglich? Ganz einfach: HomeKit unterstützt batteriebetriebene Kameras (aktuell) leider noch nicht. Im Prinzip ist das der selbe Grund, weswegen zwar die Gardena Smart Bewässerung HomeKit kompatibel ist, nicht aber deren Mähroboter. Für uns Nutzer ist das sehr schade. Im Falle dieser Logitech Circle 2 mit Akku, soviel möchte ich kurz vorgreifen, gibt es aber einen Trick zur Abhilfe ;-)…

Verpackung & Lieferumfang

Die Verpackung besteht zu großen Teilen aus Karton und wir finden alles, was man braucht, im Lieferumfang. Halteplatte zum an die Wand Schrauben, Halterung, Schrauben, Dübel sowie Kamera und Akku mit MicroUSB Kabel und Netzgerät. Es ist alles da, was man zum Loslegen benötigt.

Installation & Inbetriebnahme

Der Akku ist schnell aufgeschraubt auf die Kamera, kann also zum Laden einfach abgenommen werden, super. Theoretisch. Die Inbetriebnahme über die App klappt einfach und flott, in wenigen Schritten ist die Kamera betriebsbereit und mit dem WLAN (2,4GHz & 5GHz) verbunden.

Logi Circle-Sicherheitskamera
Logi Circle-Sicherheitskamera
Entwickler: Logitech Inc.
Preis: Kostenlos
Logi Circle
Logi Circle
Preis: Kostenlos

Die Kunststoff-Halteplatte der Halterung kann ebenfalls schnell irgendwo angeschraubt werden. Eine Lösung, wie bei manchen Konkurrenzkameras, um z.B. mittels eines Gurts die Kamera festschnallen zu können, gibt es leider nicht.

Die Halterung weist ein Metallzunge auf, auf die die Kamera gesteckt wird, und dann, bei Bedarf, mit einem Schräubchen festgezogen wird. Das ist zwar gut gemeint – dass allerdings diese Metallzunge in den Akku greift und nicht das Kameramodul, ist in der Praxis (mit Verlaub) ziemlich dumm, kann man so ja nicht einfach den Akku zum Laden abnehmen, speziell, wenn man die Kamera z.B. irgendwo erhöht montieren möchte. Davon abgesehen ist die Halterung aber relativ solide und man kann sie flexibel und schwenkbar montieren.

Dennoch hätte ich Verbesserungswünsche. Die Halterung kann auch als „Fuß“ für die Kamera fungieren hier ist aber die Stellfläche zu gering, und sobald die Kamera „gerade“ nach vorne blicken soll, kippt sie vorne über.

Schön, dass der Hersteller an ein Stativgewinde gedacht hat, so ist die Logitech Circle 2 Kamera tatsächlich überall schnell und sicher montierbar.

Bildqualität bei Tag

Super! Egal ob man die Kamera auf 720p oder 1080p stellt – das Bild ist scharf und farbenfroh sowie gut belichtet.

Was die Kamera nicht kann ist HDR. Richtet ihr sie z.B. so aus, dass ein Teil des Bildes das helle Fenster beinhaltet und der Rest einen dunkleren Raum, so säuft entweder der Raum ab oder das Fenster ist überbelichtet. In dieser Preisklasse hätte ich mir hier HDR gewünscht.

Ob die Kamera mit dem Strom verbunden ist, oder nicht, ändert an der Bildqualität bei Tag glücklicherweise nichts.

Bildqualität bei Nacht

Hier gibt es zwei Möglichkeiten. Hat man die Kamera mit dem Strom verbunden, so liefert sie im Nachtsichtmodus klassenübliche, schwarzweiße Bilder mit recht gutem Kontrast. Sowohl die Ausleuchtung als auch die Bildschärfe sind OK.

Leider aber schaltet die Kamera im Batteriebetrieb in irgend eine Form von Stromsparmodus, was in einem weniger scharfen, kontrastarmen, lila Bild resultiert, welches das Erkennen von Details erschwert und insgesamt enttäuscht. Je nach Montage der Kamera sind nur wenige bis keine Details erkennbar.

Ist die Kamera natürlich z.B. in Augenhöhe einer Person angebracht (nicht empfehlenswert wegen erhöhtem Diebstahlrisiko) so dürfte das Ergebnis besser sein. Im Batteriebetrieb und bei Dunkelheit kann ich daher definitiv keine Empfehlung für die Logitech Circle 2 aussprechen. Das ist schade. Hier sollte der Nutzer über die App entscheiden können, welchen Betriebsmodus er möchte.

Die Logitech Circle 2 App

Logitech, oh, Logitech. Ich mag eigentlich kein Bashing auf Produkte irgendeiner Art. Aber die Circle 2 App ist leider der Anführer meiner persönlichen App-Negativ Charts. Der Pluspunkt: Ich kann von keinerlei Abstürzen der App berichten.

Das war’s aber auch schon. Ganz oben auf meiner Circle 2 App Hate-List ist die erzwungene Querformatdarstellung. Ist die Kamera mal eingerichtet muss man die App im Querformat nutzen. Wer will das, außer um ein Video ab und an größer anzugucken? Listen, Navigation und die generelle Bedienung leiden ungemein. Der UI Designer gehörte dazu gezwungen, sein Smartphone für 1 Jahr nur im Querformat zu verwenden…

Starten wir die App so sehen wir im Batteriebetrieb nie ein Livebild, es steht immer zunächst da, dass wegen der Akkulaufzeit das Bild angehalten sei. Nochmal, ihr Logitech App Designer, warum sonst würde ich die App einer Kamera öffnen, wenn nicht um ein Live-Bild zu sehen?

Rechts finden wir verschiedenfarbige „blobs“ mit Zeitstempeln. Was diese Farben tatsächlich aussagen, kann man nur erraten. Grau scheint niedrige aktivität zu sein, blau hohe. Tage werden in Gelb dargestellt und Personen (beim Premiumabo) bekommen ein entsprechendes Symbol. Links oben finden wir Zugriff auf’s Menü, links unten kann man über den eingebauten Lautsprecher der Kamera zu seinem Gegenüber sprechen oder direkt ein Standbild aufzeichnen. Die Lautstärke und Qualität des Lautsprechers ist OK.

Nochmal zurück zum Start der App im Akkubetrieb: Je nach WLAN Verbindung dauert es schon mal gut und gerne 30 Sekunden bis das Livebild erscheint. Zwar informiert die App, was sie gerade macht (Kamera aufwecken, sichere Verbindung usw.), aber sorry, diese Zeitdauer ist um den Faktor 5 (mindestens) zu langsam. Stellt euch vor, ihr seht einen Fuchs im Garten und bekommt ne Push-Benachrichtigung. Wie wahrscheinlich ist es wohl, den Fuchs nach 30 Sekunden noch beobachten zu können? Genau.

Tippt man rechts in der Zeitleiste einen Zeitstempel an, so wird das zugehörige Video angezeigt und kann, auf Wunsch, auch heruntergeladen werden. Das ist gut gelöst, die Videoqualität ist gut.

Die Einstellungsmöglichkeiten in der App sind auch vielfältig. Oben finden wir einzeln alle Kameras, die dem Logitech-Konto zugeordnet sind, darunter Daten zum Konto und zur Smarthome Integration (Amazon Alexa, Google Assistant). HomeKit wird zwar angezeigt ist aber bei der batteriebetriebenen Variante nicht direkt aktivierbar.

Generell, und das ist gut, gibt es viele Einstellmöglichkeiten. Sowohl die Auflösung kann in drei Stufen (360, 720, 1080) justiert werden, als auch das Sichtfeld (bis zu 180°). Ebenfalls gut gelöst: Man kann im Nachtsichtmodus einstellen, ob die Kamera freie Sicht hat oder sich z.B. hinter einem Fenster befindet. An dem Problem mit dem lila Bild im Batteriebetrieb ändert das aber nichts.

Alles in allem aber ist das Benutzen der Logitech Circle 2 App leider kein Genuss, und mir ist es unverständlich, wie es zu solch einer App kommen konnte, wo andere doch zeigen, wie es besser gemacht wird. Einzigartigkeit ist nicht immer ein Vorteil…

Webinterface

Wer circle.logitech.com ansurft kann anstatt der App auch das Webportal nutzen. Designtechnisch funktioniert es 1:1 wie die App, macht aber im Browserfenster deutlich mehr Sinn.

Akkulaufzeit

Dank des großen Akkus (6700mAh) wird die vom Hersteller versprochen Laufzeit von bis zu einem Monat auch in meinem Test erreicht, das ist super. Allerdings muss man natürlich erwähnen, dass diese Laufzeit nur erreicht wird, wenn die Kamera nicht permanent läuft, sondern lediglich bei Bewegungen die Aufzeichnung startet – das ist auch die Standardeinstellung. Hier ist die maximale Aufzeichnungsdauer jedes Videoclips leider auch nur fest einstellbar auf 10, 30 oder 60 Sekunden.

Alexa

Wer den Alexa Skill aktiviert und sich mit dem Logitech Konto einloggt kann auf Echo Show oder Spot Geräten das Video der Kamera anzeigen. Klappt in der Praxis gut, wenngleich man bis zu zehn Sekunden auf das Videobild warten muss. Ich konnte die bei der Alexa-Skill-Bewertung erwähnten Verbindungsabbrüche oder Pufferungen nicht feststellen. Wie die Integration mit Google Home abläuft, kann ich mangels Google Gerät mit Display leider nicht sagen.

Steuerung von An- und Abwesenheit

Da für den Betrieb der Logitech Circle 2 ein Logitech Konto angelegt werden muss, ist auch eine Steuerung der An- und Abwesenheit für mehrere Personen ohne HomeKit möglich. Weitere Personen des Haushalts müssen nur die App installieren und sich mit dem bei der Einrichtung der Kamera verwendeten Logitech Account einloggen, das zweite Handy kann dann, auf Wunsch, ebenfalls zum Steuern der An- oder Abwesenheit verwendet werden. Hier kann man auch auswählen, ob nur Benachrichtigungen pausiert werden, wenn man zu Hause ist, oder die Kamera sich abschaltet, bis man das Zuhause verlässt. Das klappt in der Praxis sehr gut, es muss nur die Adresse des Zuhauses definiert werden, dann läuft das.

Circle Safe Abo

Da die Circle 2 Kamera keine IP Kamera ist (man also über Logitechs Server darauf zugreift und nicht direkt) und auch keinen SD Kartenslot hat, sollte man sich überlegen, ob man das Circle Safe Abo möchte, wegen, Stand 7/2019, (noch) offiziell fehlender HomeKit Unterstützung für batteriebetriebene Kameras (und noch nicht verfügbarer iCloud Speicherung). Kauft man die Kamera neu, so erhält man testweise Zugriff auf das Premium Abonnement für 10 Tage. Danach landet man im kostenlosen Circle Safe, hier werden nur die letzten 24h gespeichert, und man kann entsprechend täglich ein „Resumée“ des Vortages herunterladen, sofern man daran denkt; hier wäre eine Benachrichtigung, wie es z.B. Prime Photos macht, irgendwie nett. Den Funktionsumfang der einzelnen Abonnements sieht man schön im unten stehenden Bild:

Logitech Circle Safe Abopreise

Möchte man mehr, so zahlt man 3,99€/Monat für eine Kamera oder 6,99€/Monat für bis zu fünf Kameras, dann hat man 14 Tage Speicherplatz.

Das oben angesprochen Premium-Modell haben wir dann aber noch nicht. Hier sind 9,99€/Monat für eine bzw. 17,99€/Monat für bis zu fünf Kameras fällig. In diesem Fall erhält man nun auch Personenerkennung und Bewegungszonen sowie ein individuell anpassbares Tagesresumée.

In der Praxis funktionierte das Premium-Circle-Safe durchaus gut, man erhält Benachrichtigungen, wenn Personen erkannt werden und andere Benachrichtigungen, wenn sich sonst etwas bewegt. Das intelligente Tagesresumée ist schön gemacht, da es nicht nur ein dummer Zeitraffer ist, sondern die Szenen mit erkannten Bewegungen verlangsamt; das Abonnement ist aber preislich einfach astronomisch hoch angesiedelt. Ich meine, hallo? 100€ pro Jahr für eine einzelne Kamera? Die Konkurrenz verlangt da 50€  und 30€ für jede weitere Kamera. Womit rechtfertigt ihr das, Logitech? Selbst das „Basisabo“ das nur 14 Tage Speicherplatz und keine Personenerkennung usw. liefert, schlägt mit 47,88€ jährlich zu Buche und ist mangels Personenerkennung auch nicht auf einem Niveau mit der Konkurrenz. Aber da gibt es ja bald Abhilfe… hmmm….

Logitech Circle 2 mit Nutzung von iCloud Speicher unter iOS 13

…bei der WWDC 2019 wurde Logitech als einer der Partner für iCloud Speicherung genannt. Das natürlich ist ein großer Pluspunkt und relativiert den „Nachteil“ des recht teuren Circle Safe Abonnements. Aber Achtung: Aktuell ist es wegen HomeKit Limitierungen NUR bei kabelgebundenen Kameras verfügbar :-(.

Der Vollständigkeit halber sei zudem erwähnt, dass nur ab dem 200GB Speicherplan von iCloud (2,99€/Monat) die Speicherung der Kameravideos möglich ist. Ja, 2,99€/Monat ist schon nah dran an Logitechs günstigstem „Basic“ Angebot, allerdings habt ihr da im Falle von iCloud halt auch für alles, was iOS Geräte brauchen, unter einem Hut, mit dem Vorteil von mehr Speicher gegenüber den popeligen 5GB Standard iCloud Speicher! Und die Kameranutzung wird NICHT von eurem iCloud Speicher abgezogen!

Mit kleinem Trick wird die batteriebetriebene Circle 2 HomeKit kompatibel

Auf Reddit hat der Nutzer „Arandazz“ festgestellt, dass das Überkleben von zwei Pins zwischen Akku und Kamera die batteriebetriebene Version, die ich hier getestet habe, kurzerhand zur kabelgebundenen macht, zumindest gegenüber der Kamerasoftware. Das musste ich für euch natürlich sofort testen…

Klappt einwandfrei – das Stromkabel solltet ihr aber in diesem Fall immer verbunden halten, die Kamera kennt hier nämlich nun keinen Stromsparmodus mehr, der Akku wäre in einem halben Tag entleert.

Was diesem kleinen „Lifehack“ zugrunde liegt ist die Tatsache, dass das eigentliche Kameramodul der Circle 2 immer HomeKit kompatibel ist. Die Kamera steckt halt in einem etwas anderen Gehäuse und bei der batteriebetriebenen Variante ist der HomeKit Code nicht auf die Verpackung gedruckt. Woher nimmt man also den HomeKit Code??

Der HomeKit Code steht mini mini mini klein DIREKT auf jeder Circle 2 Kamera!

Jetzt guckt ihr alle auf die Kamera und seht nix. Ging mir ähnlich. Der HomeKit Code steht bei den Logitech Circle 2 Kameras direkt am Übergangsbereich des schwarzen Teils zum weißen Kameragehäuse auf der Innenseite.

Logitech Circle 2 HomeKit Code

Versteckt angebrachter „Setup Code“ AKA HomeKit Code für die Logitech Circle 2

Eventuell müsst ihr den schwarzen Bereich der Kamera (den mit den konzentrischen Kreisen (= Schleifkontakte)) etwas in eine Richtung drücken, damit der HomeKit Code sichtbar wird.

Dieser „lifehack“ ist aber vielleicht für Personen interessant, die die Batteriebetriebene Logitech Circle 2 gekauft haben und vielleicht nun nicht 100% zufrieden sind, oder eine HomeKit Kamera mit Akku „Pufferung“ möchten.

Wer die Kamera nämlich vor Feuchtigkeit geschützt und mit Stromversorgung im Außenbereich anbringt, kann die so HomeKit fähig gemachte Batterieversion als Kabelgebundene benutzen, ohne das Gerät verkaufen oder zurückschicken zu müssen UND hat zudem eine Ausfallsicherung, sollte das Netzgerät das Zeitliche segnen.

Ich weise deshalb auf den geschützten Außenbereich hin, da bei Kabelbetrieb der Stromanschluss nicht durch die Gummikappe geschützt ist und entsprechend Wasser hier eindringen kann! Vorsicht also (und natürlich keinerlei Haftung meinerseits, wenn ihr das probieren möchtet). Persönlich würde ich euch empfehlen, die „gepimpte“ Logitech Circle 2 eher im Innenbereich zu verwenden.

Einen weiteren Pluspunkt hat die Homekit Integration zudem: Man muss die Circle 2 App nicht mehr verwenden – als HomeKit Kamera mit Bewegungserkennung bekommt ihr auf Wunsch direkt aus HomeKit heraus Benachrichtigungen zugestellt, z.B. sobald die letzte Person das Haus verlassen hat.

Im Alltag (Batteriebetrieb)

Eigentlich wäre die Kamera sehr gut, Benachrichtigungen über Bewegungen landen zuverlässig am Smartphone oder eben der Smartwatch, ein Tippen genügt, um die App aufzurufen. Dann allerdings dauert es zu lange, bis eine Verbindung aufgebaut wird. Ist zudem das WLAN Signal vielleicht nicht optimal, wartet man 30-40 Sekunden, bis man ein Live-Videobild sieht. Die Konkurrenz schafft das in der Hälfte der Zeit. Überhaupt will man die App einfach nicht benutzen, sie ist nicht intuitiv und als Nutzer zur querformatigen Darstellung gezwungen zu werden, geht gar nicht. Meist öffnet man die App, um kurz zu prüfen ob alles in Ordnung ist und benötigt keine vollformatige Darstellung für die man das Handy drehen muss. Auch die Darstellung mit „Farb-Blobbs“ ist nicht intuitiv und wird zudem kaum erklärt. Eine Ordentliche Zeitleiste wäre viel zielführender.

FAZIT

Wer von euch schon länger hier auf macmaniacs.at mitliest weiß, dass ich immer versuche, sowohl positive als auch negative Punkte jedes Produktes herauszuarbeiten. Bei der batteriebetriebenen Circle 2 hab ich da nur leider meine Schwierigkeiten. Im Batteriebetrieb, und genau deshalb wird man sich ja für DIESES Modell entscheiden, ist die Zugriffszeit einfach VIEL zu lange bis ein Bild auftaucht und die Bildqualität im Nachtsichtmodus unterirdisch schlecht, während die Kamera unter Tags sehr gute Bilder liefert.

Verbindet man die Circle 2 mit dem Netzgerät, so spring sie recht flott an und liefert ein Livebild, mit Stromversorgung über Kabel ist auch die Qualität des Nachtsichtmodus, wie man es erwarten würde. Hinzu kommt eine App die leider erscheint, als habe man einen Praktikanten die UI machen lassen. Nur Querformat, kein Start der Übertragung, wenn ich die App öffne (wozu sonst würde ich sie öffnen?!), unvollständige Verweise auf CircleSafe und keinerlei Hinweise auf den Preis. Tut mir leid Logitech, aber ich finde an eurer Circle 2 App leider nichts Gutes außer das Tages-Resümee 🙁

Die Videoqualität bei Tageslicht ist, wie gesagt, sehr gut, die Hardware der Kamera wäre also durchaus fähig und der leistungsstarke Akku mit problemlos einem Monat Laufzeit ist toll, auch als HomeKit Kamera (kabelgebundene Variante!!) macht die Circle 2 ein tolles Bild und funktioniert perfekt.

Die Kabelgebundene Logitech Circle 2 Kamera habe ich durch den kleinen „Lifehack“ getestet. Diese Variante unterstützt dann auch HomeKit und ist sogar etwas günstiger als die Batteriebetriebene. Ich würde dieses batteriebetriebene Modell nur empfehlen, wenn der Batteriebetrieb die einzige Lösung für euren Anwendungsfall ist, und ihr nur tagsüber Videoaufzeichnungen der Kamera nutzen möchtet. Ansonsten würde ich euch die kabelgebundene Variante ans Herz legen, da spart man auch gleich Geld.