wv50-iconOk ok, ein gaaaanz klein wenig hab ich beim Titel vielleicht übertrieben, mit dem „Genuss“ Part. Zum Genuss, wie ein Stück Marzipantorte im Lieblingscafé, wird das Putzen der Fenster selbst mit diesem Gadget nicht. Aber es wird  einfache, komfortabler und sauberer.

Ganz billig ist der Fenstersauger, wie fast alle Produkte aus dem Hause Kärcher, freilich nicht. Ob wir hier aber von gut investierten, kreuz- und freizeitschonenden Moneten reden, wollen wir uns nun mal ansehen.

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Lieferumfang & Verpackung

Kärcher liefert das Gerät mit allerhand Zubehör aus. So sind z.B.:

  • Glasreiniger-Konzentrat, 20 ml
  • Sprühflasche mit Mikrofaserwischer
  • Wischeraufsatz, 1 x
  • Absaugdüse, breit, 280 mm
  • Lithium-Ionen-Akku (fest verbaut) sowie
  • Akkuladegerät

mit dabei.

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Braucht man das aber? Nein. Außer Ladegerät und Akku sind diese Zusatzprodukte eher nutzlos. Der Wischaufsatz sitzt nicht fest genug auf der Sprühflasche und mit ein bisschen Sprühen werden richtig schmutzige Fenster, wie sie jeder nach den Wintermonaten kennen dürfte, schon dreimal nicht sauber.

Hier empfehle ich ein ordentliches Wischgerät wie z.B. den Vileda Fensterwischer. Das fluppt nämlich richtig gut.

Dass Glasreiniger mitgeliefert wird ist zwar nett von Kärcher, jeder handelsübliche Reiniger tut’s aber auch.

Schön ist, dass die Verpackung mit kaum Kunststoff auskommt und alles sehr kompakt verpackt wurde.

Inbetriebnahme & Funktion

Zusammengebaut ist das Gerät im Handumdrehen. Es muss lediglich die Absaugdüse aufgesteckt werden, schon kann man loslegen. Nun muss der eingebaute Akku noch mit Strom betankt werden und nach ca. 2 Stunden ist der Fenstersauger dann einsatzbereit. Wünschenswert wäre hier aber ein standard-Ladestecker gewesen um den Sauger auch über handelsübliche Nachkauf Netzgeräte mit Strom versorgen zu können…

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Der Fenstersauger ist im Prinzip nichts anderes als ein „Abzieher“ der das überschüssige Wasser zu großen Teilen gleich wieder aufsaugt und so größere Sauereien auf den Fensterbänken verhindert. Der am Gerät angebrachte Tank ist zwar verhältnismässig klein (100ml), vier bis fünf Fenster „passen“ aber, bei üppigem Waschwasservgebrauch dennoch in den Tank.

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Anwendung

Wo möglich, empfehle ich hier (MacManiacs wird ja fast schon zum Reinigungsportal ;-)), mit viel Wasser und oben genanntem „Wischer“ die Scheiben ordentlich nass zu machen, danach mit dem Fenstersauger abziehen – fertig. Ca. 30m2 an Fensterscheiben konnte ich problemlos in etwa einer halben Stunde reinigen und der Anteil an überschüssigem Waschwasser war im Vergleich zur „Schwamm und Kübel“ Variante erfreulich gering.

Laufzeit pro Ladung

Nach meiner Erfahrung reicht eine Ladung für etwa 60m2 Fensterfläche. Es sollten also somit auch größere Häuser bequem mit 1-2 Akkuladungen gereinigt werden können.

Nachteile

Der Fenstersauger ist zwar nicht sonderlich schwer (700g), aber recht groß. Gerade bei engeren Fensternischen bzw. bei bodentiefen Balkontüren kann das etwas „unpraktisch“ werden. Glücklicherweise aber nimmt das Gerät auch einen kurzzeitigen horizontalen Einsatz seinem Besitzer nicht übel.

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Auch wäre ein wenig mehr Information hinsichtlich des Ladezustands des Akkus wünschenswert. Drei LEDs würden hier schon ausreichen um zumindest etwas Information über den Ladezustand an den Mann oder die Frau zu bringen. Im konkreten Fall informiert eine rote LED über schwächelnden Akku bzw. einen laufenden Ladezustand – das war’s.

Reinigung

Saugdüse und Tank sowie ein „Zwischenstück“ können einfach demontiert und unter fliessendem Wasser gereinigt werden. Der Rest des spritzwasserfesten Geräts kann mit einem feuchten Tuch gereinigt werden.

Fazit

Muss man den Fenstersauger haben? Schwierige Frage. Der Job kann auch mit einem Fensterwischer und Abzieher, erledigt werden, klar, allerdings meist mit größerer Sauerei am Fußboden bzw. der Fensterbank. Der Fenstersauger ist einfach und komfortabel zu bedienen und zu reinigen und gerade bei größeren Fensterflächen, speziell außen am Gebäude, eine ernstzunehmende Arbeitserleichterung.