Kurztest: Jawbone Jambox & Big Jambox

Jawbone hat sich ja in den letzten Jahren vermehrt durch Fitnessarmbänder in unsere Köpfe eingebrannt – dabei werden auch ultra-schicke Lautsprecher produziert. OK, die Bezeichnung „ultraschick“ ist natürlich, wie immer, Geschmacksache; ich finde sie jedenfalls sehr hübsch anzusehen. Nun wollen wir heute gleich zwei der von Jawbone „Jambox“ getauften Lautsprecher vorstellen. Einerseits die „Big Jambox“ und die normale „Jambox“. Ob die beiden Lautsprecher den (doch recht stolzen) Preis wert sind, könnt ihr nun also unten nachlesen. Wer übrigens noch weitere Lautsprechertests sucht, der wird natürlich nicht nur bei MacManiacs fündig sondern auch bei den Kollegen von Lautsprecher.org.

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Lieferumfang

Der Lieferumfang ist bei beiden Lautsprechern überschaubar. Natürlich finden wir in jeder Verpackung ein USB Kabel (1,5m Länge) sowie die Anleitung neben den Lautsprechern. Die Big Jambox hat aber zudem noch ein separates Netzteil dabei, während die kleinere Schwester ein Audiokabel (0,9m Länge) mitbringt. Weshalb die Big Jambox auf das Audiokabel verzichtet erschließt sich mir aber nicht. Weiters wird der kleinen Jambox noch eine hübsche Tragetasche beigepackt damit sie geschützt auf Reisen gehen kann.

Design & Bedienung

Hier liegt definitiv der größte Vorteil der Lautsprecher von Jawbone. Die Jamboxes sind einfach schick. Beide Lautsprecher sind im Grunde Quader die sich durch ein sechseckiges Wabenmuster im Lochblech auszeichnen.

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An der Oberseite finden wir die meisten Bedienelemente. Die Big Jambox hat hier den Vorteil gegenüber der kleinen eigene Steuerelemente für die Bluetooth-Wiedergabe mitzubringen. Play/Pause, Titelsprung sowie lauter und leiser sind als separate Tasten ausgeführt – super! Es handelt sich zudem um große und ertastbare Buttons, man kann diese also auch blind bedienen. Etwas schade nur in dieser Preisliga, dass die Tasten der großen Box nicht beleuchtet sind.

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Neben den Audiosteuerelementen finden wir auch eine „Talk“ Taste die für die eingebaute Freisprechfunktion verwendet werden kann und auch Auskunft über den Ladezustand gibt. Hält man diese „Talk“ Taste gedrückt, so wird Siri auf dem iPhone gestartet, allerdings in der „Handsfree“ Variante die wesentlich auskunftsfreudiger ist, als die Standardvariante!

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Die kleine Jambox bringt nur drei Tasten auf der Oberseite mit. Die Talk-Taste hat dabei die selbe Funktion wie bei der großen Schwester, auf die dezidierten Steuertasten für Audio muss man aber verzichten.

Drückt man die Plus- und Minustaste zeitgleich so aktiviert dies den „Live Audio Modus“. Mehr dazu aber im Kapitel „Klang“. Dies gilt natürlich für beide Lautsprecher; ebenso die übliche Freisprech-Funktionalität wie Gesprächsannahme oder auch Anruf halten – das ist gut in der knappen Anleitung erklärt und bedarf im Grunde nicht wirklich weiterer Ausführungen.

Wie schon erwähnt empfinde ich die Jamboxes als wirklich schön designte Lautsprecher. Klare Formen und erfrischend anderes Design des Abdeckgitters – eine gute Kombination!


Auf der rechten Seite jedes Lautsprechers finden wir den Ein/Ausschalter, welcher bei der kleinen Jambox auch zeitgleich zum Aktivieren des Pairing-Modes fungiert. Die Big Jambox hat hierzu eine separate Taste. Weiters finden wir bei beiden Lautsprechern einen Micro USB Anschluss der bei der kleinen Jambox zum Laden Dient sowie einen 3,5mm AUX Eingang. Sehr löblich.

Inbetriebnahme

Sehr einfach.  Mit dem Stromnetz verbinden, einschalten, Taste für das Pairing halten bis zu einem „Klang“, dann die übliche Kopplung mit dem Handy oder Tablet durchführen. Das war’s. NFC Pairing wird aber leider nicht geboten.

Klang

Fast hätte ich, speziell über die Big Jambox, vorschnell geurteilt. Denn der oben schon angesprochene „Live Audio Modus“ erschließt sich einem nur, wenn man die kleine Anleitung durchblättert. Wird dieser Modus aber aktiviert, so erlebt man eine wahre Offenbarung – das Stereoklangbild wird extrem gespreizt und die Box vermag damit tatsächlich eine Art Raumklang zu reproduzieren. Natürlich ist dies keineswegs für jede Art von Musik geeignet, es steigert aber den Hörgenuß bei dieser Art von Lautsprecher immens.

Den „Live Audio Modus“ bringt übrigens auch die kleine Jambox mit – hier ist der Effekt aber eher verhalten, ebenso die erzielbare Lautstärke.

Klang Big Jambox

Ohne den „Live Audio Modus“ ist der Klang der Big Jambox nicht wirklich dem sehr hohen Preis angemessen. Er ist nicht schlecht, aber eben auch nicht das, was man von einem Lautsprecher dieser Preisklasse erwartet. Höhen könnten etwas klarer reproduziert werden, die Bässe sind OK – einen Subwoofer darf man aber nicht erwarten. Im „Live Audio Modus“ wirkt das gesamte Klangbild wesentlich besser und bei manchen Songs kann’s einen fast vor Erstaunen vom Hocker hauen – aber nicht bei allen Musikstücken.

Die Lautstärke der Box ist ebenfalls anständig, man möchte sie aber nicht bis zum letzten Quäntchen ausreizen da es sonst zu unschönen Verzerrungen kommt. Alles in allem ist der Klang sehr gut, dürfte aber für den Preis noch einen Tick hochwertiger ausfallen.

Speziell beim Verwenden von Siri hat die muffige Stimme überrascht, wo doch Musik so klar übertragen wird. Ob das an iOS, dem iPhone oder dem Lautsprecher lag, vermag ich aber nicht zu sagen.

Klang Jambox

Dieser Lautsprecher ist extrem kompakt gebaut. Für die Art der Bauweise ist der Klang ganz gut. Weder bei den Höhen noch bei den Mitteltönen oder Bässen darf man aber orchestralen Klang erwarten. Hier hätte ich mir etwas mehr Lautstärke gewünscht. Für die gemütliche Beschallung auf der Picknickdecke oder am Strand ist die Jambox durchaus geeignet, für raumfüllende Musik aber keineswegs.

Akkulaufzeit

Während der Testzeit konnten wir die maximal erzielbaren Laufzeiten nicht ausreizen. Die Big Jambox soll laut Hersteller 15h Laufzeit schaffen, während die kleinere Jambox immer noch respektable 10h schafft. Selbst wenn es in der Praxis ein Drittel weniger wäre, so wären das durchaus akzeptable Werte.

Fazit

Die Frage aller Fragen – sind die Jamboxes das Geld wert? Die Big Jambox wechselt für ca. 240€ derzeit den Besitzer. Die Jambox für ca. 140€. Wer toll designte und gut verarbeitete Lautsprecher sucht, sollte definitiv die Jamboxes von Jawbone in Erwägung ziehen. Wem es nur auf den Klang ankommt, der sollte erstens probehören und zweitens vielleicht zu anderen Geräten greifen. Während die Big Jambox für den stolzen Preis z.B. nicht an den Klang der Logitech Z600 rankommt überzeugt sie aber durch den starken eingebauten Akku und die eingebaute Freisprechmöglichkeit sowie „Siri Handsfree“ unter iOS. Was letztlich das ausschlaggebende Kriterium ist, muss jeder für sich entscheiden.

Persönlich könnte ich mir durchaus vorstellen, die Big Jambox in die Familie aufzunehmen, wenn sie für 150-180€ über den Ladentisch gehen würde. Die Jambox wäre mir zu teuer – ich bin aber auch nicht die Zielgruppe da ich nie einen Lautsprecher mit auf Reisen nehme 😉

 

Und wie gesagt – auf Lautsprecher.org gibt’s auch eine ganze Menge Reviews zum Thema, natürlich auch zur Big Jambox, vorbeischauen lohnt sich – und die Jungs freuen sich über euren Besuch! Hier wurde übrigens auch die Big Jambox durchgetestet.

 

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