Der Kollege Marcus hat euch ja schon von seinen Erfahrungen zum iPhone 6 berichtet. Nun will ich euch natürlich auch meine „kleine“ Review zum “Plus” Modell, also zum “großen” iPhone 6 schildern…

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Inhalt

Verpackung & Lieferumfang

Alt eingesessene iPhone Nutzer werden hier gleich weiterspringen zum nächsten Kapitel. Der Lieferumfang hat sich nicht geändert, iPhone, Netzgerät, Lightning Kabel und Ear-pods, Apples Kopfhörer, sind im Paket neben den üblichen Kurzanleitungen.

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Die Schachtel ist nach wie vor aus stabilem aber nun gänzlich weißen Karton, die Schale in der das iPhone liegt nach wie vor aus Kunststoff. Die Aufdrucke sind noch schlichter ausgefallen als noch beim iPhone 5S und auf der Front finden wir nur eine farblose Prägung der iPhone 6 Plus Silhouette – schick aber fast schon etwas zu schlicht. Und natürlich ist die Verpackung gewachsen – schließlich muss sie ein großes Telefon mit 5,5” Bildschirmdiagonale beherbergen.

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Design, Verarbeitung, Bedienbarkeit & Haptik

Design

Bei all meinen Reviews zu vergangenen iPhones (iPhone 5, iPhone 4S, iPhone 4) mußte ich kaum Aktualisierungen hinsichtlich des „look and feel“ machen. Die Geräte waren alle grössenmässig ähnlich. Wer vom iPhone 5(s) nun aber zum 6 Plus umsteigt, wird unweigerlich lernen müssen, wie das Gerät nun am besten zu halten ist. Diesmal glücklicherweise nicht, um den Empfang zu optimieren, sondern schlicht, um das Gerät sicher zu halten und überhaupt bedienen zu können.

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Sprechen wir zunächst aber mal über das Design: Endlich hat das iPhone wieder die Kanten verloren. Optisch hübsch und unglaublich hochwertig waren alle iPhones seit dem iPhone 4. Allerdings waren sie kantig und speziell nach langen Telefonsessions war das unangenehm. Zudem waren die Kanten anfällig für Kratzer und Schäden an der Farbe – Stichwort: “Scruffgate”.

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Das iPhone 6 Plus ist abgerundet. Sowohl das leichte Metallgehäuse als auch die Ränder des Displays. Verschwunden sind erfreulicherweise auch die letzten Glasteile auf der Rückseite – vom Saphirkristall der Kameralinse abgesehen.

Links am Gehäuse finden wir die nun länglichen und etwas tiefer sitzenden Lautstärketasten sowie den (durch meinen Android Abstecher lieb gewonnenen) Stummschalter.

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Rechts (anstatt oben) finden wir den Ein/Ausschalter (der hier bei dieser Größe viel praktischer platziert ist als an der Oberkante). hinsichtlich des Ein/Ausschalters empfinde ich diesen aber als zu weit oben am Gehäuse platziert. Das sieht zwar schick aus, weil der Schalter genau gegenüber der Lauter-Taste liegt, für die Erreichbarkeit ist dies aber nicht einträglich; hier war der Schalter beim z.B. Oneplus One besser platziert.

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An der Unterseite befinden sich nach wie vor Kopfhörerbuchse, Mikrofon, Lightning Anschluss und der Mono-Lautsprecher.

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Auffallend im Vergleich zu den iPhone Modellen ab 4 sind die sehr breiten Fugen im Metall. Zwar ist nach wie vor alles nahtlos und unglaublich hochwertig, optisch schöner gefunden hätte ich aber schmale Fugen wie bei den Vorgängermodellen. Sei’s drum, dafür gibt’s wenigstens kein schwarzes Glas auf der Rückseite des spacegrauen Modells. Man kann nicht alles haben 😉

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Auf der Rückseite sticht sofort die Kameralinse hervor; im wahrsten Sinne des Wortes. Ein Problem? Eher weniger – zumindest muss das die Zeit zeigen; denn wenn das Gerät am Tisch liegt, so liegt es eben auf der Unterkante und der KANTE der Linse auf, nicht aber hauptsächlich am Saphirkristall selbst. Einzig der Fakt, dass das Gerät eben nicht mehr plan am Tisch liegt, ist etwas schade. Für mich aber kein Grund für einen Punktabzug.

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Rechts der Linse, zwischen selbiger und dem Blitz, finden wir das Mikrofon für die Geräuschunterdrückung und wieder rechts davon den dual-tone-Blitz. Dieser ist nun nicht mehr oval sondern rund. Optisch hübsch aber nach wie vor nur als Notfalllicht brauchbar.

Die Front ziert das schon eingangs erwähnte zu den Rändern hin abgerundete Display. Es sieht atemberaubend aus. Klar, das hatte schon Nokia vor Jahren, hübsch ist des dennoch. Das eigentlich Display scheint noch näher ans Glas gerückt worden zu sein, fast, als seien die Icons ans Glas geklebt.

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Über dem Display finden wir nach wie vor den Annäherungssensor, den Lautsprecher sowie die iSight Kamera (welche sich nun wieder links des Lautsprechers befindet).

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Unter dem Display befindet sich der (unter Android schmerzlich vermisste) TouchID Sensor. Hier hat sich grundsätzlich seit dem 5S kaum etwas verändert obwohl die Scanauflösung des Sensors gesteigert wurde. Trotzdem ich den TouchID Sensor sehr schätze hätte ich mir aber eine Spur weniger „overhead“ über und unter dem eigentlichen Display gewünscht, denn so wird das iPhone 6 Plus sogar größer als das Oneplus One.

Nach wie vor bietet Apple das iPhone 6 und 6 Plus in grau/schwarz (spacegrau), silber/weiß und gold/weiß an. Hier auf meinen Fotos ist das spacegraue Modell zu sehen, das alte iPhone ist ein iPhone 5 in anthrazit.

Ein Wort zum Thema „Bentgate“

Im Netz finden sich einige Videos und auch Fotos zu verbogenen iPhone 6 Plus Geräten. Alle mutwillig hervorgerufenen Verbiegungen halte ich für schlicht lächerlich und praxisfern. Mit genügend Kraftaufwand kann absolut jedes Gerät zerstört werden. Genausowenig sind droptests repräsentativ, wenn sie nicht unter genormten Laborbedingungen stattfinden. Auch „halt mal das Handy unter Wasser“ hat null Aussagekraft wenn nicht ALLE Geräte genormt unter gleichen Bedingungen getestet werden.

Dass indes ein Gerät wie das iPhone mit extrem dünnem Profil und gerader Rückseite sich leichter verbiegt als Geräte wie das HTC One M8 oder das neue Moto X ist simple Physik. Ebenso, dass die Schwachstellen des iPhones natürlich die Aussparungen für Tasten und Simcard-Tray sind.

Was letztlich relevant sein wird: Verbiegen sich tatsächlich der Großteil der iPhones wenn sie „normal“ im Alltag in Hosentaschen getragen werden? Wobei – ich persönlich empfinde alleine den VERSUCH mich mit dem iPhone 6 Plus in der hinteren oder vorderen Hosentasche zu setzen als extrem unangenehm.

Aus all der (zumeist sinnlosen) Diskussion um gebogene iPhones ist nur ein Schluß zu ziehen: Acht geben auf das Gerät. Denn wenn es sich nicht verbiegt kann es genausogut durch einen Rempler eines unachtsamen Mitmenschen aus der Hand rutschen und auf den Asphalt knallen – der Schaden ist ähnlich teuer. Gleiches gilt für ein Wasserbad.

Verarbeitung

Die Verarbeitungsqualität des iPhone 6 Plus ist gewohnt überragend. Das darf man natürlich bei einem Gerät dieser Preisklasse auch erwarten. Spalten sind nicht vorhanden, alles ist gleichmäßig und einfach wunderschön gefertig. Streiten kann man hier nur, ob das Design generell gefällt oder nicht, keinesfalls aber über die Verarbeitungsqualität. Persönlich finde ich das Gerät wunderschön, wenngleich ich mir die hellgrauen Antennenfugen schmäler und die Kamera bündig gewünscht hätte.

Bedienbarkeit & Haptik

Handys mit 5,5 Zoll Bildschirmdiagonale, gemeinhin auch “Phablets” genannt, sind nur bedingt ergonomisch zu bedienen. Es ist für Menschen mit normal großen Händen schlicht nicht möglich, mit dem Daumen der Hand, welche das Gerät hält, alle Punkte am Bildschirm zu erreichen und zeitgleich das Telefon sicher zu halten.

Das iPhone 6 Plus lässt sich aber dennoch relativ gut bedienen da Apple durch iOS bereits schon vor Jahren die Bedienung durch Wischgesten vereinfachte. Bei den meisten Apps führt ein Wisch von links nach rechts eine Menüebene zurück und ein Wisch von rechts nach links öffnet vielfach z.B. Panels mit zusätzlichen Optionen. Die abgerundeten Kanten des Displayglases lassen diese Wischgesten tatsächlich nochmal angenehmer von der Hand gehen. Einhändig ist aber auch das (für mich) eher schwierig da mein Daumen nicht lang genug ist.

Dank der neuen Funktion “Reachability” führt zudem nun ein Doppeltippen auf den TouchID Sensor (tippen, nicht klicken) dazu, dass der gesamte Bildschirminhalt nach unten rückt und so durch den Daumen erreichbar wird. Keine Hexerei aber wieder mal weiter gedacht als die Konkurrenz.

Die Rundungen des Gehäuses und auch der Gehäusekanten führen letztlich auch dazu, dass das Gerät sich angenehm an die Handflächen schmiegt und auch bei längeren Telefonaten keine störenden Kanten zu schmerzenden Ohren führen.

Ich war ja viele Jahre Verfechter der “kleinen” Smartphones bis, sagen wir mal, 4 Zoll Bildschirmdiagonale. Diese sind nach wie vor sehr praktisch und vor allem überall und in fast jeder Hosentasche unterzubringen. Ich konsumiere aber einfach sehr viel Content. Mal sind das Youtube Videos aber meistens Artikel. Und hier ist das große Phablet-Display einfach von Vorteil. Der Entscheid, welches iPhone 6 es also werden soll, sollte gut überlegt sein und man sollte sich einfach kurz fragen, was man hauptsächlich plant, mit dem Gerät zu machen.


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Display

Nach wie vor zählt das iPhone Display zu einem der besten Displays am Markt. Weniger ob der grundsätzlichen Spezifikationen (1920×1080 ist rein der Spezifikation nach nicht mehr state of the art wie das LG G3 eindrucksvoll zeigt) – dennoch überzeugt das iPhone mit satten und zugleich natürlichen Farben, Retinaauflösung bei der man keinerlei Pixel erkennt und zudem sehr weite Blickwinkel und eine Konstruktion bei der die Icons wirken, als seien sie quasi auf das Display geklebt. Genial und mit 401ppi auch super scharf.

Auch bei direkter Sonneneinstrahlung ist der Bildschirminhalt wunderbar erkennbar und die automatische Regelung der Beleuchtungsstärke funktioniert fehlerlos.

Selbst die abgerundeten Kanten erweisen sich in der Praxis nicht nur als Hingucker, sie führen irgendwie auch dazu, Reflexionen am Bildschirm etwas einfacher zu ertragen (warum weiß ich noch nicht).

Der Kontrast des Displays ist hervorragend, und, sofern man sich nicht in vollkommen dunkler Umgebung aufhält, schwarz wirkt tatsächlich satt und dunkel, fast wie bei einem OLED Display. Saubere Arbeit, Apple.
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In Summe absolut keine Mängel beim Display, gewohnt hervorragend!

Technische Daten
Bildschirm 1920×1080 5,5 Zoll/13,97cm Diagonale (401PPI) IPS LC Display
OS iOS 8.0
CPU ~1.4GHz Apple A8
RAM 1GB
GPU Apple A8 GPU – basierend auf PowerVR GX6450
Speicher 16, 64 oder 128GB, kein 32GB Modell
Netzwerk 802.11ac WLAN (433Mbps), Bluetooth 4.0, NFC (nur für ApplePay)
Anschlüsse Lightning, Kopfhörer
Kamera 8MP Rückkamera mit optischem Bildstabilisator & dual-tone Blitz,1,2MP Frontkamera, Video bis 1080p, bis 240 fps Slow-Motion & Zeitraffer
Maße 158,1 x 77,8 x 7,1mm
Gewicht 172g
Akku 2915mAh
Preis €799 (16GB), €899 (64GB) €999 (128GB)
Sonstiges TouchID sensor

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Akkulaufzeit

Natürlich kann man nach einer Woche mit dem neuen iPhone keine allgemeingültigen Aussagen hinsichtlich der Akkulaufzeit geben. Das Bild ist aber vom Verhalten ähnlich zum iPhone 5S – aktiviertes LTE schafft es nach wie vor, selbst den massiven Akku des iPhone 6 Plus bis am späten Nachmittag in die Knie zu zwingen. Wohlgemerkt reden wir hier von iOS 8.0 – hier ist sicher noch einiges nachzubessern seitens Apple das letztlich die Akkulaufzeit merklich positiv beeinflussen wird.

Deaktiviert man LTE so reden wir von einer Entladung (bei moderater bis leichter Benutzung) von etwa 3-4% pro Stunde, man kommt also locker über den Tag, 24h sind da gar kein Problem. Als Beispiel: Jetzt da der Artikel entsteht  war das Telefon seit 5:30 morgens im Betrieb und hat nun nach ca. 12h mit gemischtem WiFi und 3G Betrieb, Musikstreaming und dem Lesen von Nachrichten für eine halbe Stunde um die Mittagszeit 45% Restladung was einer Entladung von 4,58% pro Stunde entspricht. Die Beleuchtungsstärke ist dabei auf etwa 50% eingestellt und Wifi, Bluetooth und 3G dauerhaft aktiv, zudem synchronisiert das Jawbone UP 24 im Hintergrund. Und es sei angemerkt, dass das noch nicht für iOS 8 optimierte Google Hangouts hier für 22% des Akkuverbrauchs verantwortlich zeichnet, wenn man iOS 8 Glauben schenkt.

Zwischenfazit: Passt. Das iPhone 6 Plus schafft es spielend durch den Tag selbst mit noch nicht optimierter Software.

Folgendes Google-Doc könnt ihr euch ansehen, ich werde es in den nächsten Tagen laufend aktualisieren:

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Audio

Die Audioqualität des neuen iPhones ist, wie von Apple gewohnt, ohne Fehl und Tadel. Egal ob über Bluetooth, Kabel oder Airplay – das iPhone spielt alle Titel glasklar ab. Die beigepackten Kopfhörer bieten soliden Sound sind aber kaum erwähnenswert. Persönlich werde ich sie nach wie vor nicht verwenden da sie einfach nicht in meinen Ohren halten wollen.

Besonders gefreut hat mich die Tatsache, dass die Bluetoothverbindung mit dem Auto wesentlich stabiler und flotter und vor allem qualitativ hochwertiger als noch mit Android vonstatten ging. Sehr löblich!
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Empfang, Gesprächsqualität, Bluetooth & WLAN

Empfangsqualität

Hinsichtlich Empfang gibt es nichts zu bemängeln. Hier im Netz von A1 bislang keinerlei Gesprächsabbrüche und guter Empfang im 3G Netzwerk. Das ist aber natürlich immer von der Region abhängig; ich konnte aber definitiv gleich guten Empfang wie schon beim iPhone 5S feststellen. Angemerkt werden sollte allerdings, dass auf dem iPhone 6 Plus mit dem Betreiber A1 noch KEINE Netzbetreibereinstellungen verfügbar waren. Das mag natürlich daran liegen, dass der Marktstart bzw. die Vorbestellungen erst heute Nacht im österreichischen Applestore offiziell starten werden.

A1 APN Daten für 3G & LTE

APN a1.net
Benutzername ppp@a1plus.at
Passwort ppp

Hinsichtlich LTE entsprach die Geschwindigkeit den maximal mit meinem Vertrag erreichbaren. Der Empfang im LTE Netz ist seitens des iPhones zwar relativ gut, mangels anderer LTE Testgeräte für mich aber nicht nachprüfbar. Die Netzabdeckung bei LTE ist aber generell nicht ganz so dicht bzw. tendentiell ist die erreichbare Empfangsstärke in Innenräumen oftmals schlechter. Zudem verbraucht LTE nach wie vor sehr viel Akkuleistung.

Gesprächsqualität

Auch iPhone 6 und 6 Plus bieten „HD Voice“ und wenn das Gerät am Anderen Ende der Leitung dies ebenfalls beherrscht darf man sich über glasklare Gespräche freuen. Top. Auch bei der erzielbaren Lautstärke konnte ich keinerlei Mängel feststellen.

Bluetooth & WLAN

Das iPhone 6 Plus unterstützt erstmals nun auch den „AC“ WLAN Standard. Nun, was soll ich sagen – gefundene WLANs werden nach wie vor zuverlässig verbunden und das iPhone zeigt mit der Speedtest.net App die mit meiner Internetverbindung erzielbare Maximalleistung an (siehe auch Screenshot in obiger Galerie).

Auch Bluetoothverbindungen liefen in meinem Test absolut zuverlässig und störungsfrei, auch mit dem Auto (Mini). Hier wurden vielfach Probleme beim Freisprechen berichtet – nicht so bei mir. Der Handover zwischen iPhone und iPad bei Anrufen funktioniert ebenso einwandfrei und flott.
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Performance

Ich möchte hier (wie auch in allen anderen unserer Reviews) nicht auf errechnete Performance oder Benchmarkergebnisse eingehen. In der Praxis sind diese (für mich persönlich) nämlich absolut wertlos. Was zählt ist die gefühlte Leistung des Gerätes. Kommt es zu Verzögerungen beim Appstart? Ruckeln Apps? Dauert es lange, Fotos zu speichern? Funktioniert das Multitasking flott? usw. usf.

All diese Punkte verlaufen zur vollsten Zufriedenheit. Wie gewohnt ist das iPhone 6 Plus in jeglicher Hinsicht einen Tick flotter als noch das 5S, allerdings darf man auf diesem Niveau auch keine bahnbrechenden Geschwindigkeitssteigerungen mehr erwarten. „It just works“. Perfekt.

Wie erwähnt entstand dieser Testbericht während das iPhone 6 Plus noch auf iOS 8.0 lief; hier wird sicherlich in naher Zukunft noch sehr viel gefeilt und nachgebessert werden seitens Apple um das Erlebnis weiter zu verbessern.
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Kamera

Mit der neuen Kamera ist Apple wieder ein ganz großer Wurf gelungen. Zwar hat diese nach wie vor „nur“ 8 Megapixel, allerdings produziert die neue iPhone Kamera nochmal bessere Bilder im Vergleich zu allen Vorgängermodellen. Speziell im Vergleich zum Oneplus One fällt mir hier eine wesentlich ausgewogenere Abstimmung von Farben und Bildschärfe auf, iOS sei Dank. Wohlgemerkt sind beide Kameras auf sehr hohem Niveau.

Selbst bei Gegenlicht oder sonstigen widrigen Umständen wie schlechten Lichtverhältnissen liefert die iPhone Kamera bestmögliche Ergebnisse. Neu beim iPhone 6 Plus ist zudem der optische Bildstabilisator:

Für alle die nicht wissen was das ist: Prinzipiell wird bei einem optischen Bildstabilisator die Kameralinse physisch gegengleich der Erschütterungen des Telefons bewegt; und eben diese Erschütterungen können so ausgeglichen werden und dies ermöglicht wiederum längere Belichtungszeiten, also mehr Licht am Sensor und einhergehend damit z.B. erhöhte Tiefenschärfe (durch geringere Blendenöffnung) und auch verringertes Bildrauschen. Kurzfassung: Super Teil, möchte ich nicht mehr missen.

Macht euch am besten einfach selbst ein Bild der Bildqualität (Wortwitz ;-)) – ich bin begeistert. Und ihr wisst ja: Die beste Kamera ist immer jene, die man ständig bei sich trägt!

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Displayzoom, Landscapemode, Reachability & die iPhone Auflösung

Displayzoom

Über den ersten Punkt der Überschrift stolpert jeder neue iOS 8 Nutzer schon bei der Inbetriebnahme. Man kann wählen, ob der Bildschirminhalt gezoomt oder nativ dargestellt werden soll. Beides hat Vor- und Nachteile. Generell wird sich die Option (die jederzeit auch nachträglich geändert werden kann) hauptsächlich an „Nostalgiker“ sowie Menschen mit einer eventuellen Sehschwäche richten, werden doch Icons eklatant größer dargestellt, quasi im selben Verhältnis wie zuvor bei iPhone 5 und 5S. Persönlich sehe ich für mich hier keinen Nutzen und habe daher das Displayzoom nicht aktiviert. Eine reihe Icons mehr auf den Homescreens ist mehr als willkommen.

Displayzoom-Einstellung

Displayzoom-Einstellung

Landscapemode

Der Querformatmodus erklärt sich quasi von selbst und ist schön in den untenstehenden Fotos ersichtlich. Speziell bei den hauseigenen Apps wurde hier die Querformatansicht recht gut implementiert und bietet meist eine (willkommene) Seitenleiste, welche die Interaktion merklich verbessert. Noch nicht für die neuen iPhones optimierte Apps bieten diese Möglichkeit natürlich nicht. Auch sei angemerkt, dass diese Querformatansicht NUR bei der Plus-Variante des iPhone 6 verfügbar ist.

Reachability

Zuguterletzt ein Wort zu „Reachability“: Tippt man doppelt auf den Homebutton (tippen, nicht klicken), so rutscht der Bildschirminhalt um die Hälfte nach unten und macht es so möglich, bequem mit dem Daumen und einhändig auch den vormals oberen Bildschirmbereich zu erreichen. Super und einfach gelöst, ich finde es toll.

Reachability

Reachability

Auflösung

Manche werden sich über die ungewöhnlichen Auflösungen der neuen iPhones gewundert haben. Zwar weist das neue iPhone 6 Plus Full HD Auflösung mit 1920×1080 Pixeln auf, das steht allerdings in keinem direkten Verhältnis zur ursprünglichen iPhone Auflösung bzw. der doppelten Retina Auflösung von iPhone 4/4S. Lange Rede kurzer Sinn: Entwickler müssen die Grafiken in einfacher, zweifacher und dreifacher Größe liefern. Das iPhone 6 Plus verwendet die dreifache Icongröße und rechnet die entstandene „krumme“ Auflösung mit einem Umrechnungsfaktor auf seine tatsächliche Auflösung herunter. Etwas kompliziert, aber in diesem Dokument wird’s sehr gut erklärt. Unterm Strich bedeutet das für uns Anwender, dass Apps, die noch nicht für iOS 8 und/oder die neuen iPhones angepasst wurden einerseits kaum den zusätzlichen Raum am Bildschirm nutzen und andererseits die Schärfe dieser Apps leidet. Der Schärfeverlust ist aber marginal verglichen mit dem Wechsel zwischen iPhone 1/3G/3GS und iPhone 4.
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ApplePay & NFC

Gerne würde ich euch hier nun euphorisch meine Erfahrungen mit ApplePay schildern. Leider aber ist dieser NFC basierte Bezahldienst bei uns in Europa (noch) nicht verfügbar; ein ausführlicher Test folgt aber natürlich bei Verfügbarkeit.

Vielfach wurde auch moniert, dass NFC bei den neuen iPhones NUR für Applepay verwendet werden kann. Stimmt. Nun habe ich beim Oneplus One NFC on-board gehabt. Ohne irgendwelche Beschränkungen. Ich habe sogar zu Hauf NFC Tags besorgt. Unterm Strich habe ich aber genau ein Tag regelmäßig verwendet um das OPO im Büro schnell stumm zu schalten. Am iPhone habe ich dazu den separaten Stummschalter und damit keine Verwendung für NFC Tags mehr. Natürlich gibt es einige interessante Möglichkeiten mit NFC. Persönlich aber vermisse ich es absolut nicht.


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Fazit

Tja, was soll ich sagen? Es ist ein iPhone. Apple hat die gewohnten Qualitäten bewahrt. Auch das iPhone 6 Plus ist ein hochwertiges und wunderschönes sowie schickes Smartphone. Das Display ist hochauflösend, scharf, farbenfroh und leuchtstark, der Lautsprecher ausreichend laut und klar, die Qualität am Ohrhörer sehr gut, speziell mit HD Voice – und TouchID ist nach wie vor eine Wohltat in der täglichen Benutzung speziell da es seit iOS 8 nun endlich auch anderen Apps zur Verfügung steht.
Für all den Komfort zahlt man einen hohen Preis der beim iPhone 6 Plus bei 799€ beginnt. Natürlich ist das viel Geld, allerdings sollte man natürlich auch bedenken, dass ein iPhone wesentlich wertbeständiger ist, als die meisten Konkurrenzprodukte die teils fast mit ähnlich hohen Launchpreisen starten.

Ich bin froh, das iPhone 6 Plus gleich beim Start der Vorbestellungen in Deutschland geordert zu haben. Alleine schon das Gefühl des kalten Metalls beim Auspacken des frisch gelieferten Gerätes ist ein etwas anderes Kaliber als alle anderen Kunststofftelefone zusammen ;-).

Ein Klick auf’s Bild führt zum Apple Online Store

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Warum ich zurück zum iPhone wechselte

Aufmerksame Leser dieses Blogs fragen sich sicherlich, weshalb ich nach meinem durchaus euphorischen Testbericht zum Oneplus One nun doch wieder das Lager wechsle und wieder ein iPhone holte.
Nun, grundsätzlich hat sich an meiner Begeisterung für das Oneplus One nichts geändert. Und mein “Ausflug” ins Android Lager hat mir erstmalig und klar gezeigt, dass Android erwachsen geworden ist und mittlerweile ein hervorragendes Betriebssystem darstellt. Die Möglichkeiten, welche bastelfreudige Nutzer hier haben sind schier unendlich und die Geräte sind mittlerweile hochwertig, schnell und üppig ausgestattet.
Unterm Strich, für mich als Nutzer, zählte aber am Ende des Tages das subjektive Gefühl. Am iPhone wirkt fast alles etwas leichtfüßiger und flüssiger. Nein, das Oneplus One hatte nicht geruckelt oder sonst irgendwie geschwächelt, aber das iPhone ist und bleibt flüssiger – sei das durch grafische Finessen und Tricks oder Rechenleistung erreicht. Es ist nicht schneller, aber flüssiger. “more polished” – und die Designsprache gefällt mir persönlich einen Tick besser. Auch die Apps unter Android waren zwar zu großen Teilen vorhanden und teils auch hochwertig (z.B. Press) aber eben nicht ganz dort, wo iOS ist. 1Password oder MyFitnessPal oder auch die Jawbone UP App… alles gut, aber auf iOS eine kleine Spur besser.
Zuguterletzt natürlich die Integration in das Apple Ökosystem: Klar, die Play Music App hat automatisch die gesamte Musik zu Play Musik hochgeladen – gekauft hatte ich sie aber bei iTunes. Die Fotos landeten automatisch auf meinem Google Account – super Service; aber iTunes Match oder auch Photostream funktionierte irgendwie runder und durchschaubarer – selbst nach mehreren Monaten Android. Und Play Music lieferte über Bluetooth leider nicht konstant die selbe hervorragende kristallklare Audioqualität an’s Auto, wie es das iPhone tut. Witzigerweise nur im Auto, bei Kopfhörern konnte ich keine Mängel feststellen – möglichkerweise also eine Kombination aus Auto-Elektronik und jener des OPO sowie des Android Unterbaues.
Mein persönliches iOS VS Android Fazit lautet also: Beides tolle Systeme – für mich ist aber iOS der Favorit, obwohl mir die Widgets von Android fehlen werden.