iCloud steht in den Startlöchern und soll zusammen mit iOS 5 eingeführt werden. Neben Apples eigenem Cloud-Service bieten allerdings auch einige andere Anbieter Online-Speicher- und Datensynchronisationsdienste an. Dienste wie DropBox, Wuala, Minus, UbuntuOne und Microsofts Skydrive sind nur eine Auswahl der beliebtesten Cloud-Lösungen, was den enormen Wettbewerb im Bereich des Cloud-Computing deutlich macht. Eben diese Anbieter sollen folgend ein wenig genauer betrachtet werden.


iCloud bietet 5GB freien Online-Speicher, der gegen Gebühr erweitert werden kann: 10GB werden 16€ pro Jahr, 50GB hingegen 80€ pro Jahr kosten. Bei Apple gekaufte Medien werden allerdings nicht diesem Speicherplatz zugeordnet. Bezüglich des freien Speicherplatzes liegt iCloud damit gleich auf mit UbuntuOne. Mehr freien Speicher bieten Minus mit 10GB und MS Skydrive mit 25GB. Weniger hingegen wird von DropBox und Wuala mit jeweils 2GB. Allerdings ist der freie Speicherplatz nicht das einzige Kriterium, auf das man bei der Wahl des passenden Cloud-Services achten sollte.

Gerade bei jenen Anbietern, die deutlich größere Speichermengen kostenlos zur Verfügung stellen, lassen sich nämlich einige Schwachstellen im Angebot festmachen. Insbesondere Microsofts Skydrive glänzt nicht gerade durch ausgefeilte und systemunabhängige Software. Eine iOS App existiert bisher nicht und die Bedienung über den Browser ist selbst auf Desktop-Systemen umständlich. Der Umstand, dass man Dateien nur einzeln und mit einer Größe von maximal 100MB hochladen kann, sollte den meisten Nutzern schon reichen um sich anderen Angeboten zuzuwenden.

Minus hingegen bietet zwar eine native iPhone- bzw. iPad App an, ist angesichts fehlender Verschlüsselung und dem Mangel an Privatsphäre-Einstellungen keine echte Alternative für jeden der Wert auf sichere Datenspeicherung legt.

DropBox und Wuala bieten im Kontrast dazu zwar nur wenig kostenlosen Speicherplatz, aber halten ihre Anwender durch besonders versierte Software-Lösungen bei Laune.

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Wuala erhält seinen Mehrwert vor allem durch den besonderen Verschlüsselungsmechanismus. Die ausgelagerten Daten werden bereits vor Verlassen des Geräts verschlüsselt und das Passwort verlässt das eigene Gerät während des gesamten Prozesses nicht. Entsprechend ist Wuala wahrscheinlich der geeignetste Dienst für Nutzer mit speziellen Sicherheitsbedürfnissen.

Wuala (AppStore Link) Wuala
Hersteller: Lacie Ltd
Freigabe: 4+
Preis: Gratis Appstore >

DropBoxs Stärke ist vor allem die nahtlose Integration in zahlreiche Systeme und Programme. Wer die Client-Software von DropBox verwendet hat seine Daten lokal verfügbar kann also auch Offline arbeiten. Hinzu kommt unkompliziertes Sharing und andere Funktionalitäten. Kurz gesagt: DropBox ist immer noch das ausgefeilteste und funktionsreichste Cloud-Angebot.

Dropbox (AppStore Link) Dropbox
Hersteller: Dropbox, Inc.
Freigabe: 4+
Preis: Gratis Appstore >

UbuntuOne ist ein gar nicht so neuer Cloud-Dienst, der als integrierter Service zur Linux-Distribution Ubuntu startete. Ähnlich wie bei DropBox lässt sich mit UbuntuOne ein Ordner festlegen, der mit den Online gespeicherten Daten automatisch abgeglichen wird. Client-Software gibt es derzeit für Windows, Linux und auch für iOS. UbuntuOne erfüllt die normalen Aufgaben eines Cloud-Services solide und bietet dazu einen doch recht großzügigen Umfang an kostenlosem Speicherplatz. Zudem kann man gespannt sein, wie Canonical, die Macher von Ubuntu, den Dienst in Zukunft ausbauen werden.

Ubuntu One Music (AppStore Link) Ubuntu One Music
Hersteller: Canonical Group Limited
Freigabe: 4+
Preis: Gratis Appstore >

iClouds Besonderheit ist natürlich das perfekte Zusammenspiel mit Apples Geräten, also iPhone, iPad, iPod Touch und Mac. Hinzu soll Client-Software für Windows-Rechner und natürlich der Zugang über Web Browser kommen. Erwähnenswert ist zudem der kostenpflichtige Service iTunes Match, der auch nicht bei iTunes gekaufte MP3s synchronisiert und diese dazu auf qualitativ hochwertige AAC-Dateien aufwertet.

Neben den hier erwähnten Diensten gibt es noch zahlreiche andere Cloud-Angebote, die auch für iPhone- bzw. iPad-Nutzer interessant sein können. Wer weiter Interesse daran hat kann sich z.B. mit SugarSync, Amazons Cloud Drive oder den erneuten Gerüchten zu Google Drive beschäftigen.