macmaniacs.at https://macmaniacs.at Reviews - Gadgets - Tec Sun, 22 Nov 2020 20:27:32 +0000 de-DE hourly 1 https://macmaniacs.at/wp-content/uploads/2019/03/favicon.ico macmaniacs.at https://macmaniacs.at 32 32 Jabra Elite 85t im Test – Die Evolution mit ANC https://macmaniacs.at/jabra-elite-85t https://macmaniacs.at/jabra-elite-85t#respond Sun, 22 Nov 2020 20:26:54 +0000 https://macmaniacs.at/?p=21923 Letztes Jahr im Mai (Jabra Elite 65t) sowie im November (Jabra Elite 75t) habe ich für euch die beiden Vorgängermodelle von Jabra getestet. Heuer, 2020, sind zuverlässige Kopfhörer für allerlei Anwendungsfälle – z.B. Videokonferenzen umso gefragter. Deshalb habe ich nun auch die neuen Jabra Elite 85t Bluetooth Kopfhörer für euch getestet. Diese bringen neben generellen Verbesserungen auch ANC, also eine zuschaltbaren aktive Geräuschunterdrückung mit. Wie gut sie sind soll dieser Artikel aufklären.

Videoreview

Verpackung & Lieferumfang

Großes Lob: Die Verpackung ist geschrumpft und außer einen Blister mit den Ohrstöpseln und ein zwei Klebestreifen finden wir keinen Kunststoff mehr. Super.

Verpackung Jabra Elite 85t

Mitgeliefert wird, wie schon beim Vorgängermodell, ein kurzes USB-A auf USB-C Kabel sowie Silikon-Ohrstöpsel in drei Größen und natürlich die Hülle zum Aufladen. Nach wie vor fände ich hier, da wir es ja mit Kopfhörern im hochpreisigen Segment zu tun haben, etwas mehr Vielfalt bei den Ohrstöpsel angebracht – zum Beispiel in der Form von Schaum-Stöpseln für jene, die noch etwas mehr Halt im Ohr suchen.

Inbetriebnahme der Jabra Elite 85t

Die eingangs erwähnte verkleinerte Verpackung resultiert auch daraus, dass die Kopfhörer nun innerhalb des Ladecases geliefert werden. Sobald man die Stöpsel aus dem Case nimmt, gehen die Kopfhörer in den Kopplungsmodus, man muss also nicht mal Tasten drücken.

Der Rest erfolgt, wie gewohnt, im Bluetooth-Menü des Smartphones, alles in allem ist man binnen einer Minute einsatzbereit. Dies ist auch bebildert innerhalb der Verpackung aufgedruckt.

Was leider nicht anhand der Verpackung, also ohne App, ersichtlich ist, ist die Bedienung. Das wiederum macht die Installation der Sound+ App fast zur Pflicht.

Nach wie vor etwas schade: Ausgeliefert werden auch die Jabra Elite 85t mit Sprachfeedback in Englisch, um dies auf Deutsch umstellen zu können ist einerseits die als nächstes behandelte Jabra Sound+ App notwendig, andererseits bedarf das zudem einer recht zeitaufwendigen Installation (im Ladecase). Hier würde ich mir dann doch wünschen, dass Sprachen einfach schnell und ohne vorhergehende Installation umgeschaltet werden können.

Dennoch einfach schön und gut gemacht: Nimmt man die Kopfhörer aus dem Ladecase und setzt sie  ins Ohr ein, so folgt ein Start-Ton sowie der gesprochene Text „Verbunden“. Das ist und bleibt einfach viel selbsterklärender, als irgendwelche Piepstöne. Auf Wunsch kann man aber selbst das Sprachsignal auf nur-Ton umstellen. Das gilt alles natürlich auch für einen fast leeren Akku oder andere Systemmitteilungen. Damit heben sich die Geräte von Jabra deutlich positiv von der Konkurrenz, auch von Apples AirPods Pro ab.

Jabra Sound+ App

Nachdem ich ja bereits die Jabra Elite 65t und auch den direkten Vorgänger, die Jabra Elite 75t getestet habe, kenne ich die Sound+ App recht gut. Ich würde aber speziell jedem neuen Besitzer empfehlen, die Sound+ App zu installieren. Sie erkläret zunächst beim ersten Start, wie man die Jabra Elite 85t bedient und bietet außerdem die Möglichkeit, alle Funktionen direkt in der App zu steuern, ohne die Funktion der Tasten der Kopfhörer erlernen zu müssen.

‎Jabra Sound+ (Kostenlos, App Store) →

Jabra Sound+ (Kostenlos, Google Play) →

Equalizer und Soundprofile wiederum können ausschließlich über die Jabra Sound+ App gesteuert werden, während HearThrough oder ANC sowohl am Kopfhörer als auch über die App ein- oder ausgeschaltet werden können.

Öffnet man die App mit bereits gekoppelten Kopfhörern so werden kurz nach dem Öffnen der App auch schon die Daten der verbundenen Kopfhörer angezeigt. Es können zudem verschiedene Ton-Profile wie „Arbeiten“ oder „unterwegs“, aktiviert werden. Je nach Profil kann man z.B. sagen, dass beim Profil „Arbeiten“ auch der Klang für Stimmen optimiert wird, und unterwegs immer Hearthrough eingeschaltet wird.

Es wird nicht nur der Ladezustand der Kopfhörer sondern auch jener des Ladecases in der Sound+ App angezeigt, allerdings nur, wenn die Kopfhörer auch mit dem Smartphone gerade verbunden sind.

Auch Softwareupdates laufen natürlich über die Sound+ App. Nach wie vor sollte man hier durchaus 10-15min Zeit mitbringen, ich würde also empfehlen, Updates nur durchzuführen, wenn ihr die Kopfhörer gerade nicht benötigt (Es wird über die App auf die Kopfhörer geladen und startet, sobald man die Kopfhörer ins Ladecase gibt).

Nette Zusatzfunktion: Mit „Find my Jabra“ kann der Ort, an dem die Kopfhörer zuletzt mit dem iPhone verbunden waren, in der App angezeigt werden. Standortfreigabe vorausgesetzt, versteht sich.

Design der Jabra Elite 85t

Jabra schafft es hier, seinen Produkten ein gleichzeitig unaufgeregtes und hochwertiges aber dennoch nicht langweiliges Design zu spendieren.

Matt schwarz und mit USB-C kommt das Ladecase daher. Sowohl die Kopfhörer als auch der Deckel werden magnetisch gehalten. Super, das sorgt für zuverlässige Ladung. Größenmäßig ist das Case im Vergleich zum Vorgänger etwas gewachsen, dafür aber ist hier nun auch qi-Aufladung integriert. Die notwendige Spule befindet sich im Boden des Case.

Jabra Elite 85t Ladecase

Hat man beide Kopfhörer, also die aktuellen Jabra Elite 85t und ihre Vorgänger die 75t nicht spontan zeitgleich bei der Hand könnte man sie verwechseln. Die Jabra Elite 85t wirken nochmal etwas feiner und hochwertiger designt, ansonsten gleichen sie sich wie ein Ei dem anderen. Die Jabra Elite 85t sind aber etwas voluminöser.

Auch die Bedienelemente sind die selben wie sie schon die 75t hatten, je Ohrteil gibt’s genau einen Knopf mit dem man verschiedene Funktionen (mehr dazu unten) abrufen kann. Speziell die Lautstärkeregelung ist so … naja, machbar aber nicht optimal.

Vergleich Jabra Elite 75t und 85t

Links: Jabra Elite 75t, rechts: Jabra Elite 85t

Ohrerkennung & Bedienung

Anders als andere Kopfhörer setzten die Jabra Elite 85t nicht auf Sensoren die den Sitz im Ohr überprüfen sondern scheinen Gyroskope zu verwenden. Nehme ich also den Kopfhörer aus dem Ohr und bewege ihn in einer Form, dass der Ohrstöpsel nach oben zeigt, pausiert die Musik. Ziehe ich den Kopfhörer aber gerade nach links oder rechts aus dem Ohr, so spielt die Musik weiter. Hier hätte ich mir eine Verbesserung gewünscht, das Verhalten ist aber exakt das Selbe im Vergleich zu den Jabra Elite 75t.

Die Bedienung der Jabra Elite 85t ist umfangreich und bestmöglich umgesetzt, auch ganz ohne die App. Allerdings natürlich muss man sich einige Kommandos merken, um Musik und Anrufe auch tatsächlich verlässlich bedienen zu können:

  • Links 1x drücken schaltet zwischen ANC & Hearthrough um, nimmt Anruf an, schaltet Mikrofon ein- oder aus bei laufendem Anruf
  • Links 2x drücken springt zum nächsten Titel, lehnt Anruf ab
  • Links 3x drücken springt zum vorhergehenden Titel
  • Links gedrückt halten: Musik oder Anrufe leiser
  • Rechts 1x drücken schaltet zwischen Play/Pause um, nimmt Anruf an, schaltet Mikrofon ein- oder aus bei laufendem Anruf
  • Rechts 2x drücken aktiviert den Sprachassistenten (Siri oder Google Assistant)
  • Rechts 3x drücken: frei konfigurierbar (Play/Pause, Titelsprung, Sprachassistent oder Soundmodus)
  • Rechts gedrückt halten: Musik oder Anrufe lauter

Zusätzlich können sich die Tasten aber generell konfigurieren lassen. Wer sich z.B. daran stört, dass ein Tastendruck links zwischen ANC oder Hearthrough umschaltet, kann die Belegung einfach ändern – absolut vorbildlich. Zudem sind physische Tasten deutlich besser z.B. beim Laufen zu bedienen als es die Stängelchen der AirPods Pro sind.

Wer mag kann zudem den rechten Kopfhörer als Mono-Headset verwenden, mit dem linken Kopfhörer klappt das leider nicht.

Klang der Jabra Elite 85t

Klanglich sind die Jabra Elite sehr gut unterwegs. Dabei ist der Klang deutlich neutraler abgestimmt als z.B. bei den AirPods Pro. Höhen sind klar und transparent und, die Mitteltöne ausgewogen. Mir persönlich sind die gebotenen Bässe in der Standardeinstellung ausreichend, über dein eingebauten Equalizer lässt sich der Klang zudem individuell anpassen.

Dennoch: Wer sehr starke Bässe sucht wird vermutlich nicht 100% glücklich sein mit den Jabra Elite 85t. Interessanterweise weist hier das Vorgängermodell stärkere Bässe aus. Das Stereobild der Jabra Elite 85t ist schön breit, lediglich etwas mehr Wärme im Klang könnte noch vorhanden sein. Insgesamt ein guter Klang der aber Apples AirPods Pro etwas nachsteht.

Der solide Klang setzt sich auch bei der Verwendung als Headset fort, ich wurde von meinem Gegenüber stets sehr gut verstanden. Auch bei diesen Kopfhörern ist die verwendete Übermittlungstechnik (z.B. Facetime Audio anstatt Mobilfunk) viel stärker für den Klang verantwortlich als die Kopfhörer selbst. Beide Daumen hoch jedenfalls für die Verwendung als Headset.

Ergonomie & Sitz im Ohr

Top. Aber hier gilt, wie immer, ausprobieren. Persönlich kann ich sagen: in meinen Ohren sitzen die Jabra Elite 85t perfekt. Sie verrutschen nicht, sie fallen nie aus den Ohren, sie drücken nicht, auch nach mehreren Stunden des Tragens. Der Hersteller scheint sehr großen Wert auf gute Ergonomie gesetzt zu haben, das merkt man. Verglichen mit den kleineren und leichtern Jabra Elite 75t sind diese jedoch noch eine Spur angenehmer, aber da reden wir schon von von minimalen Unterschieden.

Akkulaufzeit

5,5h mit aktivierter Geräuschunterdrückung und vier Extra-Ladungen dank der Ladehülle verspricht Jabra. Yep, kann ich bestätigen. In meinen Tests kam ich sogar auf fast 6h Laufzeit mit einer Ladung, das ist absolut in Ordnung. Natürlich laufen Modelle ohne Geräuschunterdrückung etwas länger, mit den gebotenen Features ist die Laufzeit aber sehr gut.

Sonderfunktion: HearThrough

Als ich damals zum ersten Mal Hearthrough mit einem Jabra Model getestet hatte, war ich begeistert. So konnte man einfach die Außengeräusche durch den Kopfhörer einspielen lassen – essentiell wenn man z.B. am Roller oder Fahrrad unterwegs ist.

Nach wie vor, wie schon beim Vorgängermodell hervorgehoben, ist die Latenz fast nicht erkennbar. Das ist sehr gut. So bekommt man Außengeräusche verlässlich mit. Hier ist aber hervor zu heben, dass die Jabra Elite 85t eher die lauteren Geräusche weiterreichen, leise und sehr leise Geräusche werden meist nicht erfasst. Hört ihr also Musik und jemand im Büro spricht euch extra leise an, so kann es sein, dass man dies kaum mitbekommt. Das können die weißen Stöpsel aus Cupertino besser, de facto so gut dass man nicht merkt, ob man sie trägt. Dessen ist man sich mit HearThrough bei den Jabra Elite 85t zu jedem Zeitpunkt bewußt.

Im Vergleich zum Vorgängermodell ist im Hearthrough Modus selbst in der maximalen Einstellung deutlich weniger Rauschen hörbar, speziell hohe Frequenzen kommen aber etwas gedämpft am Ohr an.

Sonderfunktion: ANC (Automatic Noise Cancellation)

Während Jabra das Vorgängermodell noch ohne ANC, also einer zuschaltbaren automatischen Geräuschunterdrückung auslieferte und später per Software nachreichte, so ist dies hier schon zur Auslieferung fester Bestandteil und Jabra hat den 85t sogar einen dezidierten ANC Chip verpasst. Wie gut also funktioniert das in der Praxis?

Nun: Zuallererst sei erwähnt dass es hierfür essentiell ist, dass die Kopfhörer perfekt in den Ohren sitzen. Sitzen sie locker oder werden die falschen Silikonaufsätze verwendet, so klappt das Ganze einfach nicht. Das gilt aber für alle In-Ear Kopfhörer, die ANC anbieten. Over-Ear Kopfhörer wie z.B. die Nuraphone haben hier durch ihre geschlossene Bauweise über dem Ohr einen konstruktionsbedingten Vorteil.

Bei ANC gilt zudem: Nicht alle Geräusche werden gleich gut unterdrückt. Die Jabra Elite 85t sind z.B. hervorragend um Bürogeräusche zu unterdrücken. Normale Gespräche werden damit zwar nicht unhörbar aber deutlich leiser, Tastaturtippen wird, je nach Tastatur fast unhörbar und der etwas weiter weg stehende Kopierer verschwindet komplett aus dem Klangbild.

Während die Jabra Elite 85t bei HearThrough noch den AirPods Pro unterlegen waren, sind sie bei der Geräuschunterdrückung gleich auf. Beide leisten gute Arbeit, filtern aber Geräusche etwas unterschiedlich. Hier könnte ich keinen Sieger festlegen.

Jabra Elite 85t verglichen mit den 75t

Ja, nun, das ist hier nun die größte Überraschung. Denn, nachdem Jabra ja seit der Veröffentlichung meines Testberichts zu den Jabra Elite 75t dort ebenfalls ANC als Softwarelösung anbietet, sind die Unterschiede… sehr gering und dann doch auch wieder nicht.

Vergleich Jabra Elite 85t und 75t

Links: Jabra Elite 75t, rechts 85t

Die 85t überzeugen durch etwas bessere Mikrofone und geringeres Rauschen, wenn man den Hearthrough-Modus auf den höchsten Stufen betreibt. Die Geräuschunterdrückung der 85t ist zudem etwas universeller einsetzbar, während sie bei den 75t individuell auf die jeweilige Situation anpassbar ist. Der Tragekomfort ist in beiden Fällen hoch, da die 75t etwas schlanker sind, lassen sie sich aber eine Spur einfacher ins Ohr einsetzen.

Größenvergleich Jabra Elite 75t und 85t

Größenvergleich Jabra Elite 75t (links) und 85t (rechts)

Aber, und das ist für mich das herausstechendste Merkmal und jenes, weswegen ich persönlich immer zu den Jabra Elite 85t greifen würde: Sie haben nun ein „halb-offenes“ Design. Wenn man also empfindlich reagiert auf den „Druck“ den herkömmliche In-Ear Kopfhörer im Ohr aufbauen, dann ist man von den 85t begeistert. Denn diese eben sorgen für einen Druckausgleich. Außerdem führt das Design beim Laufen bzw. bei Bewegungen der Kopfhörer für deutlich weniger unangenehme Rückkopplungen in den Gehörgang. Genau das wird auch durch zwei weitere Mikrofone im Gehörgang unterstützt und sorgt so für einen (schwer in Worte zu fassenden) subjektiv deutlich besseren Gesamteindruck.

Technisches

  • 5,5h Akkulaufzeit mit den Kopfhörern und aktiviertem ANC (in meinem Test eher 6h), 7h ohne ANC lt. Hersteller
  • 25h Laufzeit wenn man die Ladung des Ladecases miteinberechnet
  • Bluetooth 5.0
  • 6 Mikrofone
  • IPX4 gegen Staub und Wasser geschützt
  • 15min aufladen bietet eine Stunde Hördauer

FAZIT

Das war nun wirklich nicht einfach. Die Jabra Elite 85t sind, wie schon ihre Vorgänger, tolle Kopfhörer. Aber gerade die Unterschiede eben zum (günstigeren) Vorgängermodell dauerte eine ganze Weile, bis ich sie in Worte fassen konnte.

Lohnt also ein Upgrade von den 75t auf die 85t? Nein, zumindest dann nicht, wenn ihr nicht ultra empfindlich seid auf Geräusche im Gehörgang die vielleicht vom Laufen z.B. kommen und ihr grundsätzlich mit den 75t zufrieden seid.

Sollte man zu den Jabra Elite 85t anstatt der etwas günstigeren 75t greifen, wenn man gerade neue Bluetooth Kopfhörer sucht? Ja, definitiv. Die Funktionen decken sich zu sehr großen Teilen, der Klang ist ebenfalls relativ ähnlich, wobei die 75t deutlich kräftigere Bässe liefern (Einstellung neutral). Die 85t sind aber technologisch und auch vom Tragekomfort dem Vorgänger überlegen. Der Druckausgleich im Ohr ist angenehmer und Hearthrough weist weniger Rauschen bei hohen Einstellungen auf. Zu guter Letzt werden die 85t mit der Ladehülle für kabelloses Laden geliefert, die kostet bei den 75t extra.

Klanglich mag es zwar speziell für Audiophile Menschen besser Kopfhörer geben, die Jabra Elite 85t liefert aber eine extrem rundes, hochwertiges und umfangreiches Gesamtpaket für’s Geld. Prädikat: Sehr empfehlenswert.

 

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Melomania 1: Die günstigen Kopfhörer von Cambridge Audio im Kurztest https://macmaniacs.at/melomania1-review https://macmaniacs.at/melomania1-review#respond Wed, 04 Nov 2020 15:09:16 +0000 https://macmaniacs.at/?p=21902 An Kopfhörer-Reviews habt ihr ja schon einiges hier am Blog von mir präsentiert bekommen. Der Markt ist voll von Produkten die alle möglichen Dinge versprechen. Die Premium Kopfhörer von Jabra (z.B. 65t, 75t oder 85h) oder auch die Nuraphones sowie auch Apples AirPods Pro und diverse andere habe ich für euch bereits getestet. Alles recht teure Gesellen. Mit den Cambridge Audio Melomania 1 sehe ich mir nun für euch einen vollkommen kabellosen bluetooth Köpfhörer der mit starker Akkulaufzeit sowie sehr günstigem Preis überzeugen will. Schauen wir also mal nach, ob das Konzept aufgeht.

Videoreview

Verpackung & Lieferumfang

Die Cambridge Audio Melomania 1 kommen schick verpackt daher. In der weißen Schachtel finden wir das Ladecase sowie die eigentlichen Kopfhörer die ein wenig wie Projektile aussehen. Unter der Plastikschale finden wir noch Ohrstöpsel in unterschiedlichen Größen aus Silikon (Größe M ist vorinstalliert), weiters liefert der Hersteller zudem auch auch Memory-Schaum Ohrstöpsel in Größe M mit, das ist mehr als willkommen.

Cambridge Audio Melomania 1 Verpackung Cambridge Audio Melomania 1

Schlau, dass die Kopfhörer nicht in der Ladeschale gelagert daher kommen, das schont die Akkus; loslegen konnte ich dennoch, ohne sie aufladen zu müssen.

Inbetriebnahme der Melomania 1

Grundsätzlich war meine Erst-Inbetriebnahme optimal. Sofort nach dem Öffnen der Ladeschale gingen die beiden kleinen Ohrstöpsel in den Kopplungsmodus und ein Koppeln mit dem iPhone war wunderbar einfach möglich. Am nächsten Tag allerdings wollte der rechte Kopfhörer sich nicht mehr verbinden und ich musste die Kopplung manuell nochmals durchführen. Seither klappt’s einwandfrei, der Vollständigkeit halber wollte ich es aber erwähnen.

Generell ist es aber etwas eigenwillig, dass die beiden Melomania 1 Ohrstöpsel als einzelne Bluetooth-Geräte dargestellt werden. Von anderen Herstellern kenne ich das im Stereo-Modus so nicht. Manchmal wird einer der Kopfhörer als verbunden angezeigt, der zweite aber nicht, dennoch reicht ein drücken der Taste um die Musik auf beiden Kopfhörern abspielen zu lassen. Kein Problem also, man sollte sich vielleicht nicht zu viele Gedanken machen.

Design der Melomania 1

Schick sind sie, diese kleinen Kopfhörer. Minimalistischer kann man wohl diese Art von kabellosem Kopfhörer kaum bauen.

Cambridge Audio Melomania 1

Dass das nicht zwingend nur positiv ist, erkläre ich im nächsten Punkt. Beide Kopfhörer sind symmetrisch aufgebaut, mit 4,6 Gramm ultra leicht und können einfach im Ohr befestigt werden. Die einzigen Bedienelemente die wir vorfinden sind eine einzelne Taste an jedem Stöpsel.

Cambridge Audio Melomania 1

Direkt zwischen dem schwarzen hinteren Teil und den ebenfalls schwarzen Silikon bzw. Memory-Schaum Aufsätzen befindet sich ein silberner Metallring der nicht nur ganz schick aussieht, sondern auch zum Laden verwendet wird. Der zweite Kontakt zum Aufladen befindet sich an der Spitze jedes Stöpsels. Ganz schlau, so muss man nämlich nie nachdenken, wie man die Stöpsel in die Ladehülle einsetzen muss.

Cambridge Audio Melomania 1 Cambridge Audio Melomania 1 Cambridge Audio Melomania 1 Cambridge Audio Melomania 1

Bedienung im Alltag

Nun, das schlaue Design das ich gerade geschildert habe hat aber leider auch Nachteile. Will man zum Beispiel, so wie ich, einen möglichst sicheren und schalldichten Sitz im Ohr, so muss man die Melomania 1 recht fest ins Ohr drücken. Dabei kommt man aber unweigerlich fast immer an mindestens eine der Tasten. Spielt bereits Musik führt das dann entweder zum Stoppen der Musik, Aktivierung des Sprachassistenten oder Veränderung der Lautstärke. Nicht wirklich praktisch, allerdings nimmt man die Kopfhörer meist nicht alle fünf Minuten aus den Ohren.

Ansonsten ist die Bedienung relativ logisch und bietet, was man nun mal mit nur zwei Tasten so umsetzen kann.

  • 1x eine der Tasten drücken steuert play/pause/Anrufannahme
  • 2x drücken springt rechts einen Titel nach vorne, links einen Titel zurück oder bricht generell einen Anruf ab
  • Gedrückt halten macht rechts lauter, links leiser
  • Taste gedrückt halten lehnt Anruf ab
  • 2x drücken startet den Sprachassistenten, aber nur wenn die Musik pausiert ist.

Insgesamt also durchaus logisch und erlernbar.

Die Bluetooth-Reichweite ist mittelmäßig; trägt man das Handy als Zuspielgerät bei sich, und das dürfte für die meisten von uns zutreffen, so klappt das absolut einwandfrei, lässt man das Zuspielgerät aber mal irgendwo im Haus liegen, so reißt die Verbindung sehr schnell ab. Eine „lange Leine“ wie es Apples AirPods Pro (zum dreifachen Preis) bieten, haben wir hier also nicht.

Klang der Cambridge Audio Melomania 1

Dann wenden wir uns mal dem wichtigsten Punkt jeder Kopfhörer Review zu: Dem Klang. Und hier müssen wir uns zuallererst den Preis dieser Kopfhörer und das, was wir als Gesamtpaket bekommen, vor Augen halten. Um die 90€ werden bei Amazon (Affiliate Link) ausgerufen. Und das ist sehr OK für die gebotene Leistung.

Klanglich darf man von den Cambridge Audio Melomania 1 nun nicht erwarten mit dreimal so teuren Modellen anderer Hersteller zu konkurrieren. Sie klingen ordentlich, liefern durchaus brauchbare Bässe und Höhen, übersteuern auch bei höherer Lautstärke kaum und es gibt kein Scheppern oder sonstige Störgeräusche, insgesamt überzeugt der Klang durchaus für den Preis.

Die Höhen sind aber natürlich nicht so brillant, wie bei (deutlich) teureren Modellen und auch die Fülle an Bässen oder die Klarheit von Stimmen (Mitteltöne) kann hier nicht konkurrieren.

Was mir aber in meinem Test durch ein buntes Bouquet an Audiotiteln aufgefallen ist: Das Stereobild ist relativ schmal, der räumliche Klang sollte hier vom Hersteller verbessert werden – die beiden Stereokanäle wirken etwas eng nebeneinander, das können andere günstige Kopfhörer besser. Womit man natürlich ebenfalls leben muss: Will man diese Kopfhörer zum Laufen verwenden, so „spürt“ man durchaus Trittschall in den Ohren.

Klang bei Verwendung als Headset

Stimmen sind zwar relativ klar und verständlich, allerdings von einem starken Rauschen begleitet, weiters hört sich die Stimme eher weit vom Mikrofon entfernt an, das wurde mir auch von meinen Gesprächspartnern bestätigt. Wenn man also Kopfhörer sucht, die auch als gutes Headset fungieren sollen, so sollte man eventuell in ein anderes Modell investieren.

Ergonomie & Sitz im Ohr

Durch die schmale und eher längliche und runde Form kommt es nicht zu Druckstellen im Ohr, das ist gut. Da die Stöpsel mit je nur 4,6g auch extrem leicht gebaut sind, sitzen sie auch sicher im Ohr, selbst dann, wenn man den Kopf schüttelt.

Akkulaufzeit

Bis zu 9h sollen die Cambridge Audio Melomania 1 mit einer Ladung durchhalten. Ganz so lange war es in meinem Test zwar nicht, mit knapp über 8h Laufzeit ist dies aber dennoch ein hervorragender Wert. Das Ladecase soll ausreichen um zudem die Kopfhörer bis zu vier mal voll zu laden. Auch das dürfte hinkommen, in meinem Alltagsgebraucht. Insofern top Werte für solch günstige Kopfhörer.

Technisches

  • 9h Akkulaufzeit mit den Kopfhörern
  • 45h Laufzeit wenn man die Ladung des Ladecases miteinberechnet
  • Bluetooth 5.0 mit den Profilen A2DP, AVRCP, HSP, HFP, Codecs aptX, AAC, SBC
  • Eingebautes Mikrofon mit Geräuschunterdrückung
  • IPX5 „Schutz gegen Strahlwasser“

FAZIT

Die Cambridge Audio Melomania 1 bieten gute Leistung für recht wenig Geld (um die 90€). Klanglich sind sie schwer OK, wenngleich man vom Klang  nicht „verzaubert“ wird. Dennoch: Solide Leistung. Doch was hier einfach am meisten zählt: Das Gesamtpaket. Die Melomania 1 sind ultra leicht, werden mit Memory-Schaum Ohrstöpsel ausgeliefert, sind vollkommen kabellos und bieten dennoch eine üppige Akkulaufzeit. Prädikat also durchaus empfehlenswert.

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Eve Water Guard im Kurztest: Sicher ist sicher! https://macmaniacs.at/eve-water-guard https://macmaniacs.at/eve-water-guard#respond Mon, 26 Oct 2020 15:04:53 +0000 https://macmaniacs.at/?p=21890 Von „Eve“ habt ihr bestimmt schon gehört? Eve hat sich auf HomeKit Zubehör spezialisiert und ich setze ein paar der Eve Produkte privat schon seit einer Weile ein. Der Eve Water Guard Wassermelder war bislang aber noch nicht dabei. Der Hersteller hat mir nun einen Eve Wassermelder zur Review geschickt und darum geht’s heute: Ein Wassermelder für das HomeKit Zuhause!

Videoreview

Verpackung & Lieferumfang des Eve Water Guard

Eve setzt seit langem auf umweltfreundliche Verpackung. Entsprechend wird auf Kunststoff weitestgehend verzichtet. Die verbleibenden Beutelchen bitte auch noch einsparen, Eve.

Eve Water Guard Verpackung

In der Verpackung finden wir neben dem Wassermelder und verschiedenen Steckdosen-Adaptern noch ein Stoffummanteltes Kabel das als eigentlicher Wassersensor fungiert. Das war’s auch schon, mehr braucht es nicht.

Inbetriebnahme

Als Tester von HomeKit Produkten hat man es ja wirklich nicht leicht. So viele Punkte sind so einfach gelöst, dass es nicht viel Text braucht. Die Einbindung in HomeKit funktioniert natürlich auch beim Eve Water Guard vorbildlich einfach. Eine zusätzliche App wird nicht benötigt, ein iPhone oder iPad mit der Home App reicht. Eve Water Guard in die Steckdose stecken, Messkabel auslegen (dort, wo voraussichtlich Wasser sich ansammeln würde, wenn es zu einem Leck kommt) und dann die Home App öffnen.

Eve Water Guard Sensorkabel

Eve Water Guard Sensoranschluß

Eve Water Guard Stecker & Rückseite

Nun tippt man auf das „+“ rechts oben, dann auf „Gerät hinzufügen“ und scannt den HomeKit Code der direkt am Heftchen innen in der Verpackung steht. Ein paar Sekunden später ist der Wassermelder schon hinzugefügt und man kann ihn benennen und festlegen, in welchem Raum des Hauses er installiert ist bzw. wird.

Eve Water Guard - AppJetzt höre ich jemanden unter euch sagen: „Aber Holger! Die Eve App!“ Ja, natürlich will ich euch nicht vorenthalten, dass es auch die Eve App gibt – und diese ist tatsächlich auch sehr gut gemacht – aber für den Eve Water Guard ist die Eve App wirklich nicht notwendig. Wem Apples Home App aber mißfällt, der kann natürlich aber jederzeit zur Eve App greifen:

‎Eve für HomeKit (Kostenlos, App Store) →

Eve Water Guard

Konfiguration

Im Grunde muss hier nichts „konfiguriert“ werden. Sobald das Stoffummantelte Kabel feucht wird, schlägt der Eve Water Guard an und piept laut. Auf seiner Rückseite angebrachte rote LEDs blinken zudem hell auf. Die „Sirene“ ist auch gut durch geschlossene Türen zu hören und natürlich erhält man auch auf allen mit dem Zuhause verbundenen Geräten eine Benachrichtigung.

HomeKit Einbindung und Funktionen

Die erwähnten Benachrichtigungen z.B. können natürlich auch konfiguriert werden. So kann man z.B. festlegen, dass nur, wenn niemand zu Hause ist, Benachrichtigungen verschickt werden (weil man die Sirene ohnehin hört), oder dass zu bestimmten Tageszeiten keine Benachrichtigungen versandt werden.

Die Sirene aber kann NICHT als Standardeinstellung einfach deaktiviert werden! Ungeachtet von HomeKit und den Einstellungen ertönt die Sirene IMMER. Falls ihr also Haustiere habt, müsst ihr das bedenken.

Weiters werden aktive Alarme immer deutlich sichtbar oben in der Home App angezeigt und rot hervorgehoben.

Automationen – den Eve Water Guard sinnvoll nutzen!

So wirklich stark wird der Eve Wassermelder wenn man HomeKit Automationen einsetzt. Gut, das gilt eigentlich für die meisten HomeKit kompatiblen Geräte, aber sei’s drum.

z.B. kann man das Licht der Esstischlampe einschalten und auf rot stellen, wenn Eve Water Guard anschlägt. Oder man spricht eine Audiodatei ein, lädt sie zu Apple Music hoch und lässt diese für einen Vordefinierten Zeitraum in Endlosschleife abspielen (das setzt aber das kostenpflichtige iTunes Match Abo voraus).

Eve Water Guard HomeKit Automation

Mit solch Automationen jedenfalls würde ich am Sofa selbst bei voller Musiklautstärke eines Rockkonzerts keinen Wasseralarm verpassen!

Verbindung via Bluetooth

Eve Geräte kommunizieren über Bluetooth. Das muss man bedenken. Denn all die schönen Automationen und Benachrichtigungen funktionieren nur, wenn der Eve Water Guard auch mit dem Smarthome kommunizieren kann. Das ist,  zugegeben, seit Jahren auch das größte „Problem“ der Eve Geräte. Speziell wenn man sich außerhalb des Zuhauses befindet, ist ein Eve Extend (Amazon Affiliate Link) oder HomeKit Hub (HomePod oder iPad) quasi Pflicht. Der Eve Extend kann mit dem heimischen WLAN verbunden werden und für Eve Geräte quasi als WLAN Zugangspunkt gedacht werden.

Keine Batterien

Nun, das dürfte in den meisten Fällen eine gute Sache sein. Fällt der Strom aus, so funktioniert auch eine Waschmaschine oder ein Geschirrspüler nicht, Wasser-Stop-Ventile sind dann automatisch verschlossen und Pumpen können kein Wasser irgendwohin pumpen, wo es nicht hin gehört. Und: Keine Batterien im Wassermelder heißt auch, dass man hier nichts warten muss.

Natürlich aber gibt es immer zwei Seiten. Installiert man z.B. den Eve Water Guard im Keller und dort bricht die Wasserleitung UND der Strom fällt aus… OK dann war’s vermutlich ein Erdbeben und wenn dann die Wasserleitung bricht haben wir ganz andere Probleme…ihr merkt schon, insgesamt ist das Fehlen von Batterien eine gute Sache, mit dem Installationsort ist man aber natürlich eingeschränkter als mit einem Modell, das einfach irgendwo am Boden platziert werden kann.

Fazit zum Eve Water Guard

Für um die 90€ (ohne etwaige Rabatte) eine nicht ganz billige aber gute Lösung um Wasserlecks zu melden. Die Meldung erfolgt schnell und zuverlässig, die HomeKit Kompatibilität ist (gewohnt) hervorragend bei Eve und ohne Batterien kann man das Ding in die Steckdose stecken und danach für Jahre vergessen. Der Preis ist nach wie vor, für ein Gerät mit reiner Bluetooth Verbindung, etwas hoch, empfehlenswert ist der Eve Water Guard aber dennoch.

 

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Review: Arlo Pro 3 Floodlight + Solarzelle, Flutlicht für den Garten https://macmaniacs.at/review-arlo-pro-3-floodlight https://macmaniacs.at/review-arlo-pro-3-floodlight#comments Sun, 06 Sep 2020 19:00:21 +0000 https://macmaniacs.at/?p=21861 Sodele, ich hab‘ da nochmal eine Arlo Review für euch ;-). Diesmal geht’s um die (bei uns) brandneue Arlo Pro 3 Floodlight Kamera. Technisch basiert diese auf der Arlo Pro 3 die ich ja bereits für euch getestet habe, hier haben wir aber einen stärkeren Akku im Gepäck und zudem ein ausgesprochen Leistungsstarkes Flutlicht das einen recht großen Bereich beleuchten kann. Außerdem habe ich auch gleich die Arlo Solarzelle getestet, damit man den Akku erst gar nicht mehr laden muss…

Videoreview Arlo Flutlicht

Videoreview Arlo Pro 3

https://youtu.be/j63dxfprg_Y

Modellvergleich: Arlo Pro, Arlo Pro 2 oder Arlo Pro 3 Floodlight

Mein „Modellvergleich“ aus meiner Arlo Pro 3 Review bleibt hier unverändert, da ja die Arlo Pro 3 Floodlight technisch der Arlo Pro 3 entspricht: Die größten Unterschiede der Arlo Kameras beziehen sich auf die Bildqualität. So wurde die Qualität der Bildsensoren von der Arlo Pro 2 kontinuierlich gesteigert auf nun 2k Auflösung bei der Arlo Pro 3 (Floodlight). HomeKit kompatibel sind sie alle, Smarthub vorausgesetzt, aber seit der Arlo Pro 3 dank Scheinwerfer (bzw. hier Flutlicht) mit Farb-Nachtsicht. Das entzerrte Videobild (kein Fischaugeneffekt bei 110° Blickwinkel oder ein etwas verzerrtes Bild mit bis zu 160° horizontalem Blickwinkel hat die Arlo Pro 3 Floodlight natürlich ebenfalls mit der Arlo Pro 3 gemein.

Verpackung & Lieferumfang

Nach wie vor setzt der Hersteller Kunststoff ein, allerdings „nur“ eine Schale, welche die Kamera beherbergt, ansonsten wird nur Karton verwendet. Das ist aber nach wie vor Ausbaufähig, bitte auf Kunststoff verzichten, Arlo!

In der Verpackung der Kamera finden wir:

  • Arlo Pro 3 Floodlight Kamera
  • Akku mit vergrößerter Kapazität (xxxx mAh (das sind xxmAh mehr als bei der Arlo Pro 3))
  • 1 Netzgerät & Micro-USB Kabel zum Aufladen
  • 1 Netzgerät + Kabel
  • 1 Wandhalteplatte, Montagewinkel & Schrauben

Arlo Pro 3 Floodlight Lieferumfang

Ordert man die optional erhältliche Solarzelle, so erhält man:

  • Arlo Solarzelle inkl. fest verbundenem Kabel mit magnetischem Ladeanschluss

Arlo Pro 3 Floodlight Solarzelle Lieferumfang

Inbetriebnahme, Montage & Design der Arlo Pro 3 Floodlight

Inbetriebnahme

Die Inbetriebnahme der Arlo Kameras ist nach wie vor vorbildlich. Zunächst wird die App installiert und ein Arlo Konto angelegt. Danach wählt man nur „neues Gerät hinzufügen“ und folgt den Anweisungen.

‎Arlo (Kostenlos, App Store) →

Arlo (Kostenlos, Google Play) →

Die Arlo Pro 3 Floodlight kommt ohne Smarthub und benötigt diesen nicht für den Betrieb. Ohne den Hub allerdings gibt es keine HomeKit Kompatibilität. Das ist schade, aber eine Vorgabe von HomeKit für die Arlo nix kann. Hat man bereits einen Samrthub im Zuhause (z.B. von den Arlo Pro 3 Kameras), so kann man während der Installation diesen auswählen anstatt die Kamera direkt mit dem heimischen WiFi zu verbinden.

Also den Schritten in der App folgen, Akku einsetzen (dieser war in meinem Fall ca. 80% geladen). Nachdem dem Verbinden mit dem WLAN und etwaigen Firmware-Updates schiebt man die Kamera ins Gehäuse ein bis es klick, dann hält die Kamera sicher und ist wasserdicht verschlossen.

Insgesamt ist die Einrichtung vorbildlich einfach, super gemacht. In meinem Reviewvideo oben sind auch die einzelnen Schritte der Installation festgehalten.

Montage

Die Arlo Pro 3 Floodlilght kann nicht, wie andere Arlo Kameras, über flexible Magnethalterungen fixiert werden. Es kann ausschließlich die beigefügte Halterung die auch gleich das Gehäuse der Kamera beinhaltet, verwendet werden. Das macht ob des Gewichts der Arlo Pro 3 Floodlight auch durchaus Sinn. Arlo erklärt das alles aber auch sehr genau während der Inbetriebnahme. Die eigentliche Halteplatte (unten mit dem grünen Pfeil) kann mit bis zu drei Schrauben montiert werden. Dann wird der Ring montiert, dieser kann dann wiederum mit einer Sicherungsschraube gegen ungewolltes verdrehen gesichert werden. Der Teil oben im Bild kann, muss aber nicht abgeschraubt werden. Wie fest die Kamera sitzt, kann mit dem Festziehen des Rings gesteuert werden. Insgesamt ein sehr gutes System.

Arlo Pro 3 Floodlight Montage

Im Prinzip also gucken, ob man an der gewünschten Stelle auch Empfang hat, dann Halterung festschrauben und grob justieren, und als letzten Schritt die Kamera ins Gehäuse klicken und endgültig ausrichten, dann die große Plastikmutter am Kugelkopf final fixieren. Alles in allem sehr gut gelöst. Was nicht geht: Kleben. Für die Arlo Pro 3 Floodlight benötigt ihr defintiv eine Schraubmöglichkeit.

Design der Arlo Pro 3 Floodlight Kamera

Nun, die Arlo Pro 3 Floodlight ist recht groß. Der schwarze eigentliche Kamerateil ist, bis auf die fehlende mini-LED 1:1 gleich zur Arlo Pro 3. Links und rechts des Kameramodules finden wir das riesige Flutlicht.

Arlo Pro 3 Floodlight

Nach wie vor setzt Arlo auf ein glänzendes weißes Kunststoffgehäuse und eine glänzend schwarze Front der eigentlichen Kamera.

Arlo Pro 3 Floodlight

Vorne befinden sich das Objektiv, Infrarot LEDs sowie der Lautsprecher, der auch zeitgleich als Sirene fungieren kann.

Arlo Pro 3 Floodlight

Die Unterseite beherbergt einen magnetischen Ladeanschluss für die Solarzelle, sofern man diese ebenfalls erwirbt, vorbei die Zeit von Micro USB an der außenseite! Sehr gut! Auch der „Sync“ Knopf von der 2. Arlo Pro Generation ist verschwunden. Einzig eine mechanische Taste um Kamera und Halterung zu trennen gibt es noch.

Poppt man die Kamera mit der Taste aus der Halterung so kann einfach und schnell der Akku getauscht werden – vorbildlich.

Arlo Pro 3 Floodlight

Arlo Pro 3 Floodlight Arlo Pro 3 Floodlight Arlo Pro 3 Floodlight Arlo Pro 3 Floodlight Arlo Pro 3 Floodlight Arlo Pro 3 Floodlight Arlo Pro 3 Floodlight Ladekabel Arlo Pro 3 Floodlight

Bildqualität der Arlo Pro 3 Floodlight

Wer die Arlo Pro 3 kennt, der erhält 1:1 die selbe Bildqualität aber eben mit „Flutlichtbonus“. Die Bildqualität ist durch die Bank gut, Farben wirken natürlich, das Bild ist scharf. Der HDR Effekt ist aber zu schwach, wie man unten am ersten Video sehen kann. Aber insgesamt bin ich (nach wie vor) mit der Bildqualität zufrieden.

Da aber ein Bild bekanntlich mehr als 1000 Worte sagt, hier einige Videobeispiele:

Bildqualität der Arlo Pro 3 Floodlight bei Sonnenschein

Bildqualität der Arlo Pro 3 Floodlight bei Schatten

Bildqualität der Arlo Pro 3 Floodlight bei Nacht, SW Nachtsicht

Bildqualität der Arlo Pro 3 Floodlight bei Nacht, Flutlichtmodus in Farbe

Die Arlo Pro 3 Floodlight dürfte für Einbrecher auch eine starke Abschreckungsmaßnahme darstellen; das Licht ist extrem hell und lässt keinen Winkel unausgeleuchtet. Schön, dass man aber die Kamera z.B. so einstellen kann, dass das Flutlicht nur dann an geht, wenn man nicht zu Hause ist; so wird ein Abendessen auf der Terrasse im Kerzenschein nicht gestört.

Sonderfunktion: Lokales 2k-Live-Streaming & Auto Zoom + Tracking

Dank des verbauten 2k Bildsensors kann man, auf Wunsch, sofern man sich im heimischen WLAN Befindet, live die volle Auflösung streamen. Wenn man das nicht benötigt, so kann man die Funktion „Auto Zoom und Tracking“ aktivieren. In diesem Fall zoomt die Kamera automatisch auf erkannte Objekte und folgt diesen. Das empfinde ich als praktischer als das 2k Live Streaming. Beides sind aber praktische Zusatzfunktionen.

Die Arlo App

Der folgende Teil ist 1:1 aus meiner Review zur Arlo Pro 3 übernommen, da sich hier nichts geändert hat:

Um die Arlo Pro 3 Floodlight verwenden zu können, ist die Arlo App natürlich nach wie vor Pflicht und diese wird kontinuierlich verbessert und gewartet, das zeigten mir eine Vielzahl von Updates über die vergangenen Monate.

Die App weist am unteren Bildschirmrand vier Tabs auf: Geräte, Bibliothek, Modus und Einstellungen. Alles ist selbsterklärend. Während man unter „Geräte“ alle verbundenen Kameras sowie eine etwaig vorhandene Basisstation findet, sehen wir unter Bibliothek die aufgezeichneten Videos. Oben auf Tage unterteilt, darunter eine Liste der Videos. Unter „Modus“ verbirgt sich die Einstellung, wann genau die Kameras aktiviert werden, also Bewegungsmelder und/oder Geräuscherkennung EIN oder AUS sowie gemäß eines frei definierbaren Zeitplanes oder per Geofencing; mehr dazu unten.

Unter dem letzten übertragenen Bild der jeweiligen Kamera finden wir Icons zum Akkustand (auch, ob die Kamera z.B. über die Solarzelle gerade geladen wird), dem Funksignal sowie ob Mikrofon und Bewegungsmelder eingeschaltet sind. Man kann zudem auch schnell zu den Einstellungen der Kamera springen. Auch die Basisstation ist unter den Geräten aufgeführt, so hat man auch von diesem Tab immer Zugriff auf die jeweiligen Einstellungen.

Rechts oben am „Geräte“ Bildschirm gibt’s dann noch ein rotes Symbol mit einem Rufzeichen, hier kann die Sirene aktiviert werden. Glücklicherweise kann man sie aber nicht versehentlich aktivieren, da man dies nochmal gesondert bestätigen muss.

Die Bibliothek bietet schnellen Zugriff auf alle Aufnahmen der letzten 30 Tage, allerdings nur mit bezahltem Abonnement.

Die Benachrichtigungen der App (wenn also eine Bewegung oder sonstiges erkannt wurde) kommen zuverlässig und schnell an. Allerdings empfinde ich es als sehr schade, dass nur ab 2,79€ pro Kamera und Monat auch ein Bild bei der Benachrichtigung mitgeschickt wird. Diese Funktion kann man während des kostenlosen dreimonatigen Probeabos ausgiebig testen, ebenso die Objekterkennung von Arlo:

Personen und Tiere werden recht zuverlässig erkannt – aber natürlich gibt es auch immer mal wieder Fehlerkennungen:

Sehr schön gelöst ist, dass erkannte Personen oder Tiere (auch Fahrzeuge und Pakete sind möglich) farblich hervorgehoben werden, siehe oben.

Alles in allem benutzt man die Arlo App einfach gerne, weil sie schnell startet und zuverlässig funktioniert. Was Arlo auch seit meiner Review der Arlo Pro 2 nicht ausgebessert hat: Betrachtet man das Livebild im Vollbildmodus so befindet sich der Sirenen-Knopf direkt neben dem Symbol um den Vollbildmodus zu verlassen…. sehr schlechte Platzierung.

Webinterface

Unter my.arlo.com bietet der Hersteller Zugriff auf die Kameras des Arlosystems. Einfach einloggen und schon kann man alles, was man auch über die App steuern kann, bedienen. Nicht nur kann man live das Kamerabild verfolgen, man kann auch Einstellungen vornehmen, Aufnahmen einsehen oder herunterladen oder auch z.B. die Sirene auslösen. Der Flash-Player wird aber zur Darstellung der Videos vorausgesetzt. @Arlo – bitte ausbessern und Flash kübeln. Danke.

Akkulaufzeit der Arlo Pro 3 Floodlight

Ganze 13000mAh (also 13Ah) hat der XL Akku der Arlo Pro Floodlight. Das ist MEHR als üppig und die 2,7 fache Kapazität der üblichen Arlo Pro 3 Akkus. Das Flutlicht verbraucht aber auch ordentlich Strom. Hat man es an einem Abend im Garten etwas länger in Betrieb, so sind da schon mal 10-20% Kapazität futsch (OK, das waren 2-3h wo ständig das Licht an ging). Dank Solarzelle ist der Akkustand aber während meines Tests nie unter 75% gefallen, selbst mit regnerischen Tagen und viel Bewölkung in diesem normalen Sommer hat das Gespann perfekt funktioniert.

Wer KEINE Solarzelle zur Arlo Pro 3 Flutlicht dazuordert UND sich viel in den Abendstunden draußen aufhält, der kann bequem z.B. die Kamera so einstellen, dass das Flutlicht sich nur einschaltet, wenn niemand zu Hause ist. Damit ist man abgesichert und muss auch nicht ständig den Akku laden. Alles in allem sind die 13Ah Kapazität MEHR als ausreichend. Dennoch würde ich für diese Kamera, alleine schon wegen des Komforts einfach nie mehr den Akku aufladen zu müssen, die Solarzelle dazu kaufen, denn: Während bei den Batteriebetriebenen Arlo Pro 3 Kameras (nicht das Flutlicht) das magnetische Ladekabel mitgeliefert wird, so FEHLT es bei der Flutlichtkamera, hier müsst ihr also die Kamera zum Aufladen aus dem Gehäuse nehmen.

Ein weiterer Pluspunkt beim Betrieb mit Solarzelle: Aktivitätszonen können dauerhaft aktiviert sein, das wirkt sich natürlich auch praktisch auf den Flutlichtbetrieb aus.

In der Standardeinstellung ist das Flutlicht übrigens an Sonnenauf- und Untergang gekoppelt; es aktiviert sich also immer erst nach Sonnenuntergang und geht nach Sonnenaufgang nicht mehr an. Auch diese Einstellung hat in meinem Test perfekt funktioniert.

Alexa & Google Assistant Integration

Wer den Alexa Skill aktiviert und sich mit dem Arlo Konto einloggt kann auf Echo Show oder Spot Geräten das Video der Kamera anzeigen. Klappt perfekt, die Verbindung wird schnell hergestellt. Wie die Integration mit Google Home abläuft, kann ich mangels Google Gerät mit Display leider nicht sagen.

Arlo Pro 3 Floodlight und HomeKit

Ja, die Arlo Pro 3 Flutlicht ist mit HomeKit kompatibel, allerdings nur dann, wenn sie mit dem Smarthub verbunden ist (nicht mitgeliefert). Startet ihr also mit der Arlo Pro 3 Flutlicht ins Arlo Ökosystem, so bleibt euch HomeKit vorerst verwehrt.

Selbst MIT Smarthub allerdings muss man hier leider auf HomeKit Secure Video verzichten. Schade, Arlo.

Arlo Pro 3 Homekit Vollbild

Arlo Pro 3 Homekit

Bei den Dingen, die man letztlich mit der Arlo Pro 3 Floodlight in HomeKit anstellen kann, ist man freilich eingeschränkt. Ist der Bewegungsmelder in der Arlo App aktiviert, so erhält man, auf Wunsch, auch via HomeKit Benachrichtigungen. Ist er in der Arlo App ausgeschaltet, so fehlen auch in in HomeKit die Benachrichtigungen.

Via HomeKit sind ansonsten die üblichen Einstellungen, wann man benachrichtigt wird, möglich. Also entweder zu bestimmten Zeiten oder in Abhängigkeit der An- oder Abwesenheit der Bewohner. Erweiterte Funktionen wie Objekt- oder Personenerkennung sucht man hier leider vergebens, da eben, wie gesagt, HomeKit Secure Video nicht unterstützt wird.

Über HomeKit wiederum aber können Automatisierungen eingerichtet werden, die auf dem Bewegungssensor der Kamera basieren. Man könnte z.B. beim Auslösen der Kamera sagen, dass im betreffenden Raum auch gleich das Licht angeht.

Steuerung von An- und Abwesenheit, Alarmmodi, Sirenen

Unverändert gut sind die verschiedenen Betriebszustände (Modus) in der Arlo App umgesetzt. So kann das System entweder aktiviert, deaktiviert, von einem Zeitplan oder über die Position der Einwohner gesteuert werden. Das alles ist selbsterklärend und funktioniert wunderbar und zuverlässig.

Schön gelöst: Je Modus (Aktiv/Inaktiv) kann gewählt werden, wie das System reagiert. Sprich, je Kamera kann definiert werden, ob nur auf Bewegung oder auch auf Geräusche reagiert wird, und was dann passiert (nichts, Video aufnehmen, Sirene aktivieren). So kann man z.B. bei erkannter Bewegung im Flur zeitgleich die Sirene auf den anderen Arlo Pro 3 Kameras aktivieren und diese auch gleich ein Video aufzeichnen lassen – entweder bis zum Ende des erkannten Ereignisses (bis zu 5min) oder für eine definierte Dauer zwischen 10 und 120 Sekunden. Wie oben erwähnt kann so auch gesteuert werden, indem man einen neuen Modus erstellt, dass bei Anwesenheit der Bewohner das Flutlicht nicht an geht.

Durch diese Einstellmöglichkeiten ist das System flexibel an die Bedürfnisse der Bewohner anpassbar – z.B. kann so sichergestellt werden, dass bei einem etwaigen Alarm die meisten  Kameras und die Basis inkl. Sirene auslösen, die Kamera im Kinderzimmer aber stumm bleibt; sehr gut gelöst.

Lautsprecher, Mikrofon & Gegensprechfunktion

Die eingebaute Sirene der Arlo Pro 3 Flutlicht Kamera ist OK aber nicht „ohrenbetäubend“ laut. Zum Aufschrecken ungebetener Gäste reicht es aber. Da der Lautsprecher als Sirene fungiert ist er ausreichend groß und laut damit wiedergegebener Ton einigermaßen klar beim Gegenüber ankommt.

Arlo Smart Abonnements

Am Abostatus hat sich bei Arlo nichts geändert. Nach wie vor bietet Arlo diverse Pakete und Preispunkte für die Abonnements, nach wie vor wird HomeKit Secure Video nicht angeboten. Nach wie vor hätte ich zwar HomeKit Secure Video sehr begrüßt, das Angebot von Arlo ist aber fair. Außerdem bekommt man bei der Arlo Pro 3 Flutlicht Kamera gleich 3 Monate Testabo mitgeliefert. Folgende Preispunkte gibt’s aktuell, Stand 9/2020:

Variante 1: Monatlich zahlen pro Kamera

Die günstigste Variante ist das Bezahlen pro Kamera pro Monat. 2,79€ sind dann pro Arlo Kamera fällig, dafür hat man nach wie vor 30 Tage lang Zugriff auf alle Aufnahmen, zusätzlich aber Personenerkennung und Benachrichtigungen inklusive der Übermittlung eines Bildes.

Variante 2: Monatlich zahlen für bis zu 5 Kameras (Arlo Premier)

Wer 8,99€ über den virtuellen Tresen gehen lässt, kann bis zu 30 Tage lang auf die Videos zugreifen und hier die Cloud mit bis zu 5 Arlo Kameras befüttern. Benachrichtigungen mit Bildchen sowie Personenerkennung sind natürlich auch hier mit dabei.

Variante 3: Monatlich zahlen für Ost- und Westflügel (Arlo Elite)

Das 13,99€ teure „Arlo Elite“ Package macht für Systeme mit Arlo Pro 3 Kameras keinen Sinn, da es lediglich die Auflösung auf 4k Hochschraubt, ansonsten ist der Umfang 1:1 der selbe zum Arlo Premier Paket.

Variante 4: 24/7 Aufzeichnung mit der Arlo Pro 3 Floodlight

Auch bei der kontinuierlichen 24/7 Aufzeichnung hat Arlo gekürzt. Für 8,99EUR erhält man nun nur noch 14 Tage Videospeicher (zuvor ein Monat), dafür aber für alle verbundenen Kameras. Möchte man 30 Tage Videospeicher, so sind 17,99€ fällig.

Zuverlässig im Alltag

Nach nun diversen getesteten Arlo Systemen kann ich feststellen: Klappt und ist zuverlässig. Weder Arlo, noch Arlo Pro 2 noch Arlo Pro 3 (Flutlicht) hier im Test haben mich jemals im Stich gelassen. Alle Kameras und Akkus funktionieren exakt, wie sie sollen, Angst vor vorzeitig leeren Energiespeichern muss man nicht haben, hier erhält man rechtzeitig eine Benachrichtigung. Sehr gut.

FAZIT

Die Arlo Pro 3 Floodlight ist eine logische und sehr gut umgesetzte Erweiterung des Arlo Systems – mit allen Vor- und Nachteilen. Zu den Vorteilen zählen Zuverlässigkeit, hohe Qualität und einfachkeit bei der Benutzung zusammen mit einem stabilen und fair gepreisten Abonnement-Modell.

Zu den Nachteilen zählen der hohe Anschaffungspreis und eine eingeschränkte HomeKit Funktionalität. Die optionale Solarzelle würde ich euch unbedingt ans Herz legen. Wem die Scheinwerfer der Arlo Pro 3 Kameras zu schwach sind, der findet in der Flutlich-Version die Perfekte Kamera im Arlo Ökosystem.

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https://macmaniacs.at/review-arlo-pro-3-floodlight/feed 2
Alltagstest: Eufy 2k Indoor Security Camera (s) https://macmaniacs.at/eufy-2k-indoor-security-camera-review https://macmaniacs.at/eufy-2k-indoor-security-camera-review#respond Mon, 31 Aug 2020 21:06:20 +0000 https://macmaniacs.at/?p=21836 Wer sich heutzutage auf die Suche nach Sicherheitskameras für den Privatgebrauch macht, also Kameras ohne die Notwendigkeit einer professionellen Installation, landet mit großer Wahrscheinlichkeit entweder bei Arlo (hier getestet: Arlo Pro 3Arlo Pro 2Arlo & Arlo Q), Nest (Hello, Indoor, Outdoor, IQ Outdoor) oder eben bei Eufy. Die Eufy Cam 2C habe ich natürlich ebenfalls bereits ausführlich für euch getestet. Die neuesten Produkte im Bunde sind die beiden Modelle „2k Indoor Security Camera“ (also ohne Akku, dafür mit Kabel), einmal als „einfaches“ Standmodell und einmal als motorisch schwenkbare „Pan & Tilt“ Version. Wie gut diese beiden Modell in meinem Alltagstest abschneiden, erfährst du hier in diesem Testbericht.

Videoreview

Verpackung & Lieferumfang

Vergleichen mit der Eufy Cam 2C Verpackung setzt der Hersteller hier etwas weniger Kunststoff bei der Verpackung ein, ein Fortschritt, aber das ginge durchaus noch besser.

2k indoor security camera verpackung

Der Lieferumfang der von mir getesteten zwei Kameramodelle ist ident, wenngleich die Netzgeräte und Montageplatten unterschiedlich sind. Je Kamera finden wir also folgendes in der Verpackung:

  • Kamera mit Micro-USB Anschluss
  • USB-A auf Micro USB Kabel, 2m lang
  • Netzgerät
  • Montageplatte mit Schrauben & Dübel

Der Standfuß bzw. Sockel der jeweiligen Kamera ist fest mit der Kamera verbunden, auf alternative Halterungen kann man hier also nicht setzen.

2k indoor security camera 2k indoor security camera

Inbetriebnahme, Montage & Design der Eufy2k Indoor Security Camera (s)

Inbetriebnahme

Natürlich überzeugen auch die neuen Indoor Camera (s) bei der Inbetriebnahme. Selbige verläuft absolut selbsterklärend über die Eufy Security App (die App ist Pflicht, ohne sie können die Kameras nicht installiert werden):

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Einfach das + antippen, QR Code an der jeweiligen Kamera scannen und den Schritten in der App folgen. Diese 2k Indoor Security Camera (s) allerdings benötigen für ihre Funktion keine Basisstation wie die zuvor genannten Eufy 2C Kameras, die neuen Innenraumkameras verbinden sich direkt mit dem heimischen WLAN, das ist super – wieder ein Gerät weniger, das herumsteht. Auch diese Kameras aber verbinden sich nur mit 2,4GHz WLAN Netzwerken, hier muss man also im Fall der Fälle für die richtige Einstellung am Router sorgen.

Nach erfolgter Einrichtung können die Kameras sofort verwendet und über die Eufy Security App gesteuert werden.

Montage

Grundsätzlich können beide Kameras einfach auf ein Schränkchen oder Regal gestellt werden und dort ihren Dienst verrichten, solange eine Steckdose in der Nähe ist. Wer mag, kann natürlich auch die jeweils mitgelieferte Montageplatte an die Wand schrauben und die Kamera dort montieren – wenn das herunterbaumelnde Kabel also nicht stört, nur zu.  Schön jedenfalls, dass Eufy Dübel und Schrauben gleich mitliefert.

2k indoor security camera

Die kleine Kamera ohne „Pan & Tilt“ Funktion, also jene mit einfachem Standfuß kann sowohl gedreht als auch nach oben oder unten geschwenkt werden. Das bringt ausreichend Flexibilität beim Blickwinkel. Jene mit „Pan & Tilt“, was für schwenken und neigen steht, erledigt diese Einstellung auf Wunsch sogar vollautomatisch und verfolgt sogar Bewegungen ganz ohne manuelles Einstellen.

2k indoor security camera

Design der Eufy 2k Indoor Security Camera (s)

Beide Kameras empfinde ich als durchaus „hübsch“ in ihrer jeweiligen Geräteklasse. Die kleine und günstige stationäre 2k Indoor Security Camera mit Standfuß ist dezent und unaufdringlich. Die Front ist glänzend schwarz, der Rest matt weiß. Auf der rechten Gehäuseseite finden wir einen Schlitz für die Micro SD Karte, hinten die Sync Taste, die nur einmal während der Installation benötigt wird, sowie den Micro USB Anschluss. Vorne finden wir unter dem Kameraobjektiv die Statusleichte und rund um das Objektiv die Infrarot LEDs, darüber das Mikrofon.

2k indoor security camera

2k indoor security camera

Beim motorisch schwenk- und neigbaren Modell verhält es sich ähnlich, der Schlitz für die Mirco SD Karte befindet sich aber im beweglichen schwarzen Kameramodul und man erhält Zugriff, indem man (im stromlosen Zustand) das Kameramodul ganz nach oben schwenkt. Das muss man mal herausfinden ;-). Die Statusleuchte finden wir bei diesem Modell mittig am feststehenden Sockel – die Statusleuchten können natürlich, auf Wunsch, in der App deaktiviert werden.

2k indoor security camera

Besonders erfreulich ist die Lautstärke der motorischen Kameraverstellung. Sie ist ausgesprochen leise und nicht störend im Alltag. Da habe ich schon ganz andere Kameras gesehen.

2k indoor security camera

Insgesamt gefallen mir beide Modelle optisch recht gut, das Design ist effizient und dezent. So soll es sein.

Eufy Indoor Kameras & Apple HomeKit

Normalerweise behandle ich HomeKit später in der Review, allerdings führt der Einsatz der Kameras in HomeKit (aktuell) zu so großen Einschränkungen der (möglichen) Funktionalität, dass wir dies gleich zu Anfang klären müssen.

Einschränkungen bei HomeKit

Eufy bewirbt diese Kameras ja mit „on device AI“ also mit am Gerät durchgeführt intelligenter Objekterkennung (artificial intelligence). Und eben genau das funktioniert nur, wenn man die Kameras NICHT mit HomeKit vewendet. In HomeKit eingebunden kann die Kamera also zwar alle Features wie Gesichtserkennung (ab iOS 14 + vorhandenem Apple TV oder HomePod), Haustiererkennung sowie Speicherung über HomeKit Secure Video nutzen, nicht aber folgende erweiterte Funktionen:

  • Geräuscherkennung (dezidierte Erkennung von „weinen“)
  • Haustierbefehl (bei Erkennung eines Haustiers in einem Aktivitätsbereich kann eine Audio-Aufzeichnung automatisch abgespielt werden, z.B. Hund am Esstisch)
  • Videoqualität: Bei Verwendung von HomeKit auf 1080p beschränkt, ohne HomeKit sind 2k Videoaufzeichnungen und Streaming möglich
  • Im Falle der schwenk- und neigbaren Kamera muss man auf manuelle Steuerungselemente innerhalb HomeKit verzichten

Während die ersten beiden Punkten (zumindest für mich persönlich) einfach zu verschmerzen sind, speziell mit HomeKit unter iOS 14, so ist aktuell der dritte Punkt eine sehr bedauerliche Einschränkung, muss man doch mit der halben möglichen Auflösung leben. Ein Aktivieren der 2k Auflösung ist nämlich nach HomeKit Aktivierung in der Eufy Security App nicht möglich und auch unter iOS 14 unterstützt HomeKit 1080p als maximale Videoauflösung.

Übrigens: Auch, wenn die QR-Codes auf der Unterseite der Kameras frappierende Ähnlichkeit zu HomeKit Codes besitzen: Ohne die Eufy Security App können die Kameras nicht in HomeKit integriert werden!

2k indoor security camera und HomeKit

Bildqualität der Eufy 2k Indoor Security Camera (s)

Die Kameras enttäuschen hier absolut nicht, sie liefern scharfe und gut ausgeleuchtete Bilder. Bewegungen werden flüssig dargestellt und die Farben sind recht natürlich. Kein Anlass zur Klage also! Was nicht möglich ist, ist HDR, also Aufnahmen mit hohem Dynamikufang; fängt die Kamera also z.B. ein Fenster mit ein, so kann der Rest des Bildes eventuell unterbelichtet erscheinen, hier muss man bei der Aufstellung der Kamera entsprechend aufpassen.

Bildqualität 2k indoor security camera

Bildqualität der Kamera ohne „Pan & Tilt“ Funktion

Bildqualität 2k indoor security camera

Bildqualität der 2k indoor security camera mit „pan & tilt“

Was die 2k Indoor Security Camera (beide Modelle) nicht hat, ist LED Licht, wir bekommen also keine Farb-Nachtsicht sondern nur ein klassisch schwarz weißes Nachtsichtbild. Ob des günstigen Preises ist das aber mehr als verschmerzbar.

Ebenfalls sehr positiv fällt die schnelle Verbindung zu den Kameras auf, dies klappt flotter als bei den batteriebetriebenen Versionen. Auch die Latenz, also der zeitliche Unterschied zwischen Kamerabild und Realität ist ausgesprochen gering.

Schwenken & Neigen mit der 2k Indoor Security Camera Pan & Tilt

Ja, na ja, sie tut halt exakt das, was auf der Verpackung steht 😉 Es gibt die Funktion „Rundumsicht“ bei der sich die Kamera fast komplett um die eigene Achse dreht (obwohl sie einmal maximal nach links, und einmal maximal nach rechts schwenkt) und natürlich kann man das Objektiv nach oben und unten kippen. Hierzu ist zu sagen, dass der Winkel, in dem sich das Objektiv nach unten bewegen kann, deutlich eingeschränkt ist im Vergleich zu dem, was nach oben geschwenkt werden kann.

2k indoor security camera 2k indoor security camera

Insgesamt ist aber diese Schwenk- und Neigefunktion zusammen mit der guten 2k Auflösung (ohne HomeKit) sehr willkommen und ersetzt in gewissem Maß die Notwendigkeit von noch höherer Auflösung + Ausschnittsvergößerungen.

Wie schon eingangs erwählt ist die Kamera beim motorisierten Bewegen ausgesprochen leise und die Bewegung sehr flott, das ist beides super.

Die Eufy Security App

Die Eufy Security App funktioniert in der Praxis zuverlässig und gut. Mit jedem Update werden die Übersetzungen etwas verbessert, alles in allem kann man damit sehr gut arbeiten, zumal die App sehr logisch in drei Hauptbereiche aufgeteilt ist. Grundsätzlich finden wir am unteren Bildschirmrand drei Tabs „Geräte“, „Ereignisse“ und „Sicherheit“.

Die Geräteübersicht bietet uns natürlich die Kamerabilder sowie Statusinformation hinsichtlich Wifi Empfang, Betriebsmodus, Ereignisanzahl und Einstellungen jeder Kamera. Eventuell vorhandene Basisstationen scheinen ebenfalls hier auf.

Eufy Security App

Unter „Ereignisse“ finden wir die aufgezeichneten Clips. Oben gibt’s einen Zeitstrahl um das Datum auswählen zu können, darunter alle Clips aller Kameras. Clips können natürlich gefiltert werden, z.B. nach Kamera oder ob sie am lokalen oder Cloudspeicher (u.a. auch NAS) liegen.

Der dritte Tab der App steuert die verschiedenen Modi: Zuhause, Abwesend, Aus, Geofencing und Zeitplan. Neue Modi können bei Bedarf auch selbst definiert werden, bestehende aber auch angepasst werden. Man kann z.B. für den Modus „Zuhause“ manche Kameras ganz abschalten, für andere aber den Bewegungsmelder aktiviert halten usw.

Webinterface?

Nun, technisch bzw. theoretisch gibt es ein Webinterface. Im Prinzip spiegelt es einen Teil der Funktionalität der Eufy Security App… allerdings hätte ich den Flash-Player installieren müssen (ein No-Go für mich). Theoretisch sollte man über dieses Portal dann auch Cloudspeicher kaufen (abonnieren) können, hier wurde mir aber nichts angezeigt; also aktuell eher ein Punkt, den man für diese Kameras vernachlässigen kann (oder muss). In der Regel wird das Smartphone aber schneller zur Stelle sein als ein Rechner um die Aufnahmen zu sichten.

Lokaler Speicher via Micro SD Karten VS Cloudspeicher

Wie oben bereits erwähnt konnte ich keinen Cloudspeicher abonnieren. Will man also mit diesen Kameras etwas aufzeichnen, so muss eine Micro SD Karte installiert werden. Sollen die Kameras zudem tatsächlich als Sicherheitskameras eingesetzt werden, so darf man sie natürlich nicht auf das nächstgelegene praktische Regal oder Schränkchen stellen sondern möglichst außer Reichweite für Diebe anbringen, sonst sind zusammen mit der Kamera auch ihre Aufzeichnungen futsch. Hier haben die (deutlich teureren) Eufy Cam 2C Modelle einen deutlichen Vorteil – hier hat die Basisstation (die versteckt aufgestellt werden kann) den lokalen Speicher verbaut.

Erfreulich: Auf Wunsch kann man in der App auch kontinuierliche Aufzeichnung aktivieren, die App gibt uns hierzu auch freundlicherweise gleich an, wie lange wir mit welcher Größe von Micro-SD Karte aufzeichnen können, inklusive des Hinweises, das SD Karten üblicherweise bis zu 500 Mal beschrieben werden können. Dieser Hinweis ist nicht unwichtig, wer nämlich auf standard Micro SD Karten setzt, dürfte bei dauerhafter Aufzeichnung alle paar Monate (je nach Kartengröße) auf eine defekte SD Karte stoßen. Hier bietet sich dann der Einsatz sogenannter „Endurance“ Karten an, die besser für Dauerbetrieb geeignet sind.

Alexa & Google Assistant Integration

Alles mit dabei, die Eufy 2k Indoor Kameras können bequem sowohl über Alexa als auch Google Assistant aufgerufen werden, hat man also z.B. einen Amazon Echo Show oder eine Google Kiste mit Display im Einsatz, so wird auch das Kamerabild auf Zuruf angezeigt.

Steuerung von An- und Abwesenheit

Hier verhalten sich die Kameras etwas … „eigenwillig“. Denn, ja, geofencing ist möglich und damit eine automatische Umschaltung von „zuhause“ auf „abwesend“ (hierzu muss man natürlich den Standort des Smartphones freigeben), allerdings muss dies separat für jede Kamera und dann nochmal für eine etwaig vorhandene HomeBase (und die damit verbundenen Kameras z.B. Eufy Cam 2C Kameras) festgelegt werden. Ein schnelles umschalten des Sicherheitsmodus aller Kameras hat der Hersteller offenbar nicht vorgesehen.

Lautsprecher, Mikrofon & Gegensprechfunktion

Die Lautsprecher der Kameras sind OK, ebenso die Mikrofone. Die Sirenenfunktion klappt ok, ist aber nicht sehr laut; eher eine Spielerei. Gegensprechen klappt ebenso, qualitativ ist der kleine Lautsprecher der Kameras aber nicht wirklich für längere Gespräche zu gebrauchen. Alles in allem aber OK.

Im Alltag

Läuft. Die Kameras funktionieren zuverlässig, zu Verbindungsabbrüchen kommt es nicht, die Verbindung steht ausgesprochen schnell, selbst wenn man mal unterwegs ist, und die Bildqualität ist deutlich besser, als man es bei diesem günstigen Preis erwarten würde und verdient das Prädikat sehr gut!

FAZIT

Diese Kameras sind absolute „nobrainer“, da muss man nicht nachdenken. Selbst ohne AI Funktionen (als HomeKit Kameras) sind ca. 40€ für die Innenraum Kamera und ca. 50€ für die schwenk- und neigbare Variante absolute Kampfpreise. Wer also nicht zwingend eine Batteriebetriebene Lösung braucht kann hier guten Gewissens zugreifen.

 

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https://macmaniacs.at/eufy-2k-indoor-security-camera-review/feed 0
Filterkaffee ist „in“! Wilfa Svart WSP-2A im Test https://macmaniacs.at/wilfa-wsp-2a-test https://macmaniacs.at/wilfa-wsp-2a-test#respond Wed, 05 Aug 2020 15:47:51 +0000 https://macmaniacs.at/?p=21804 Hach, die Welt des Kaffees. Ihr wisst ja, ich bin Kaffee-Junkie. Ich trinke viel Kaffee und das täglich. Seit 20 Jahren war hier ein Jura Vollautomat im Einsatz (mit kleinen Unterbrechungen für Cremesso und Nespresso Tests). Als die neue Wilfa Svart WSP-2A angekündigt wurde war klar, ich musste sie unbedingt testen. Der Hersteller hat mir das Gerät für ein paar Wochen kostenlos für meinen Test zur Verfügung gestellt.  Also: Kaffeefilter, nordisches schlichtes Design aber angeblich mit verbesserter Brühtechnik… Was sie so kann, das erfahrt ihr alles in diesem Test.

Videoreview

Verpackung & Lieferumfang der Wilfa Svart WSP-2A

Die Verpackung ist schick, allerdings setzt der Hersteller auf Unmengen an Styropor. Das ist nicht mehr zeitgemäß. Schade!

Wilfa WSP-2A Verpackung

Die Kaffeemaschine selbst besteht aus der Basis, dem Filterhalter mit Deckel, dem Wassertank sowie der Gläsernen Kaffeekanne mit jeweils Deckeln. Einen Löffel zum Portionieren des Kaffeepulvers finden wir ebenfalls noch in der Verpackung nebst der Bedienungsanleitung. Was ich vermisste: Zumindest einen Kaffeefilter. Für jene Menschen, die ohnehin von einer Filterkaffeemaschine kommen ist das natürlich kein Thema. Da aber immer mehr Menschen wieder „Back to the roots“ zum Filterkaffee kommen, wäre das eine gute Idee, ein paar Kaffeefilter beizulegen.

Design

Die Wilfa Svart WSP-2A ist ohne Zweifel ein Schmuckstück. Das fällt schon beim Auspacken auf. Schwer, viel gebürstetes Metall. So fühlt sich Qualität an. Optisch besteht die Wilfa Svart WSP-2A aus zwei Elementen, dem Wassertank auf der linken und der Brühgruppe auf der rechten Seite.

Wilfa WSP-2A

Inbetriebnahme

Tja, schon länger her etwas ohne App getestet zu haben. Entsprechend einfach ist die Inbetriebnahme. Alle Teile kurz durchspülen mit etwas Wasser und zusammenbauen. Der Wassertank kann einfach über eine Schraubbewegung (ohne Druck!) festgeschraubt werden und sitzt dann sicher und fest. Auch der Filterhalter und die Kanne können schnell und einfach eingesetzt werden. Als Kaffeefilter nutzt man Normale Filtertüten aus dem Supermarkt, Größe 1×4. Denkt daran die Fälze er Filtertüte umzuknicken, dann passt sie perfekt in den Filterhalter.

Der Wassertank hat praktische Füllmengenangaben (0,5l, 0,75l usw.) und direkt unter der Wassermenge eine Empfehlung, wieviel Gramm Kaffeepulver man verwenden solle. 15g werden pro Tasse mit 0,25l empfohlen. Das habe ich probiert, und mir hat der Kaffee so optimal geschmeckt, dazu gleich mehr.

Wilfa WSP-2A

Also, Tank abnehmen, Wasser füllen, festschrauben, Filter in den Halter, Kaffee in den Filter, Deckel Drauf und in die Maschine einsetzen.

Wilfa WSP-2A

Nun reicht ein Berühren der Start-Taste um den Brühvorgang zu starten. Alles in allem super einfach, natürlich aber ist ein Vollautomat, vorzugsweise mit Einschaltzeit-Vorwahl noch komfortabler.

Wilfa WSP-2A

Der Brühvorgang

Bei günstigen Kaffeemaschinen läuft meist Wasser einfach ins Heizelement und wird so durch den entstehenden Druck nach oben zum Filter transportiert. Wifa setzt in der WSP-2A aber eine kleine Pumpe ein, die für einen kontinuierlichen Wasserfluss sorgt.

Oben, direkt über dem Filter, befindet sich sich zudem eine Art „Duschkopf“, der das heiße Wasser gleichmäßiger über dem Kaffeepulver verteilt.

Wilfa WSP-2A Duschkopf

Der letzte Punkt, mit dem sich die Wilfa Svart WSP-2A von der Konkurrenz profaner Filterkaffeemaschinen absetzen will ist dann die Regulierbarkeit der Durchflussgeschwindigkeit. Stellt man eine Tasse, also 0,25l Kaffee ein, so fließt das Wasser wesentlich langsamer durch den Kaffeefilter als bei vollem Tank. Das hilft einerseits, dass natürlich der Filter nicht überläuft, andererseits reguliert es aber die Einwirkzeit des heißen Wassers auf den Kaffee.

Früher waren ja Filterkaffeemaschinen verschrien, recht bitteren Kaffee zu erzeugen, da die Gerbstoffe durch lange Brühzeiten oftmals zu stark aus dem Kaffeepulver ausgespült wurden.

Die Pumpe jedenfalls läuft sehr leise und ist kaum hörbar; auf klassische Kaffeemaschinengeräusche muss man aber dennoch nicht ganz verzichten ;-).

Mit einem Vollautomaten kann man aber natürlich das Erstellen von Filterkaffee nicht vergleichen. Wer immer nur eine Tasse trinkt und das z.B. dreimal über den Tag verteilt, wird nicht glücklich sein. Für jede einzelne Tasse den Filter mit dem nassen Kaffeepulver zu entsorgen, einen neuen Einzusetzen usw. usf. ist natürlich nicht komfortabel, da müssen wir uns nix vormachen.

Wer aber mehr Kaffee trinkt und, so wie ich, z.B. mindestens 0,5l am Stück erstellt, hat den Vorteil, mehrmals  zur Maschine gehen zu können, um heißen Kaffee nachzuschenken.

So schmeckt der Kaffee aus der Wilfa Svart WSP-2A

Ich hatte ja so ein bisschen Angst, als die Maschine mit der Post kam. Filterkaffee hatte ich zuletzt vor 25 Jahren getrunken und ich hatte, ehrlich gesagt, kaum überragend positive Erinnerungen daran. Wilfa macht aber mit der WSP-2A alles richtig und die Maschine produziert sehr gut schmeckenden Kaffee der nicht zu bitter wird. Mit dem Resultat bin ich vollends zufrieden. Natürlich gibt’s bei der Filtermaschine keine Crema am Kaffee, aber das ist verschmerzbar.

Warmhalten & Smartness?

Die Maschine hält den Kaffee bis zu 40 Minuten warm bzw. sehr heiß. Ja, es ist klar, dass warm gehaltener Kaffee recht schnell vom aromatischen Heißgetränk zur Aufrollhilfe für Zehennägel mutieren kann, aber wenn ich schon eine Filtermaschine habe und 1,25l Kaffee in einem Rutsch zubereiten kann, dann würde ich mir z.B. wünschen, die Warmhaltedauer z.B. von 30-90min einzustellen und auch die Temperatur justieren zu können (60, 70, 80°C). Das fehlt der Wilfa Svart WSP-2A leider alles. Auch legt sie nicht sofort los, wenn sie mit dem Strom verbunden wird, eine Automatisierung über z.B. eine Smarte Steckdose ist leider nicht möglich – schade.

Wilfa Svart WSP-2A

Man hätte z.B. über die eine Taste einfach mit z.B. Warmhaltemodi machen können. Doppeltipp schaltet von 40min auf 80min Warmhalten z.B. Tjo, leider gibt’s das alles nicht.

Fazit zur Wilfa Svart WSP-2A

Also ich ganz persönlich liebe sie heiß, trotz der kleineren Abstriche oben. Für mich, der früh Morgens schon mal gerne 2-3 Tassen trinkt und zudem nicht ultra heikel ist, was Kaffee angeht (Stichwort warmhalten), ist diese Maschine praktisch, da ich bereits am Vorabend alles vorbereite und am Morgen dann ein Tastendruck reicht, um 5min Später eine genügend große Menge Treibstoff für den Tag zu haben, der obendrein auch noch sehr gut schmeckt und aus kaum einer schöneren Kaffeemaschine kommen könnte.

Aber: Die Wilfa Svart WSP-2A ist leider außerordentlich teuer für das, was sie kann. Man bezahlt für das Design (das, wie gesagt, wunderschön ist) aber an Innovation bringt diese Maschine, abgesehen vom Duschkopf, der leisen Pumpe und der parktischen Durchflussreguliereung eher wenig Neues mit, da hat der Hersteller etwas Potential verschenkt.

Aktuell ist die Wilfa Svart WSP-2A aber die einzige Kaffeemaschine die ich mir anstatt des Vollautomaten in die Küche stellen würde, weil sie einfach so traumhaft schick ist.

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https://macmaniacs.at/wilfa-wsp-2a-test/feed 0
Eufy RoboVac G30 Edge im Test https://macmaniacs.at/eufy-robovac-g30-edge-review https://macmaniacs.at/eufy-robovac-g30-edge-review#respond Fri, 24 Jul 2020 21:40:07 +0000 https://macmaniacs.at/?p=21788 Eufy ist mittlerweile ein alter Hase, was Saugroboter angeht, entsprechend freut es mich, dass der Hersteller mir erneut das neueste Modell für einen mehrwöchigen Test zur Verfügung gestellt hat. Was der neue Eufy RoboVac G30 Edge so kann und ob er sich in der Praxis bewährt gibt es hier nachzulesen bzw. natürlich auch in der unten verlinkten Videoreview zu sehen. Ob dieses Modell wohl mit meinen berüchtigten Schwingsesseln zurecht kommt? Finden wir es heraus.

Falls ihr euch auch für die anderen getesteten Modelle interessiert: Here you go: Eufy C15 max, iLife A4, iLife V80Dyson 360 eyeRoomba 880, 780, i7+ und 581, Samsung Powerbot, LG Hombot

Videoreview

Verpackung & Lieferumfang

Eufy RoboVac G30 Edge Verpackung

Wie bei Eufy gewohnt finden wir auch hier alles Notwendige in der Verpackung:

  • Staubsauger mit vorinstalliertem Akku
  • Seitenbürste und eine Ersatzbürste
  • extra HEPA Filter (einer ist im Sauger eingebaut)
  • Dockingstation & Netzgerät
  • 2 Stück magnetische Begrenzungsbänder
  • Reinigungswerkzeug für die Bürste & Kabelbinder

Lesern mit Elefantengedächtnis fällt auf: Eine Fernbedienung fehlt. Allerdings nur auf der Packliste, im Alltag wird diese eigentlich nicht wirklich benötigt. Speziell, da der Eufy RoboVac G30 Edge komplett mit der Eufy Home App steuerbar ist.

Eufy RoboVac G30 Edge Lieferumfang

Bei der Verpackung wird viel Karton eingesetzt, das ist OK, bitte bei der nächsten Modellreihe aber auf Schaumstoff und Plastikbeutel verzichten.

Eufy RoboVac G30 Edge Verpackungsinhalt

Design des Eufy RoboVac G30 Edge

Bedienelemente, Staubbehälter & Oberseite

Die Zeiten üppiger Bedienelemente an Staubsaugrobotern sind schon ein Weilchen vorbei. Auch der Eufy RoboVac G30 Edge ist da keine Ausnahme. Wie schon beim 15C Max besteht die Oberfläche aus echtem Glas, die Farbgebung ist nun aber braun statt blau. Wir finden drei Tasten, „start/stop, zurück zur Ladestation & punktuelle Reinigung“. Über den Tasten befindet sich noch eine Anzeige die uns mitteilt, ob der Roboter WLAN Empfang hat (leuchtet), oder nicht (blinkt).

Eufy RoboVac G30 Edge Oberseite

Wie gewohnt befindet sich auf der Vorderseite des Roboters natürlich die Stoßstange, die bei Berührung mit Möbelstücken dem Bot sagt, dass er nun umdrehen sollte.

Eufy RoboVac G30 Edge Staubbehälter

Der Staubbehälter ist relativ schlau aufgebaut und mit vielen Gummidichtungen versehen. Schlau deshalb, weil man mit dem Daumen in die blaue Griffmulde fährt und damit den Behälter entriegelt und herauszieht und auch gleich den Deckel entriegelt hat, um den aufgesammelten Schmutz zu entleeren. Sehr erfreulich hierbei: Der gesamte Deckel kann geöffnet und gut gereinigt werden, auch der HEPA Filter lässt sich so gut mit dem Staubsauger (z.B. dem Dyson V11 absolute) absaugen.

Seitlich befindet sich, wie von Eufy bekannt, ein physischer Ein/Ausschalter. Sehr löblich, lässt sich so doch bei Abwesenheit der Akku vor Tiefentladung schützen.

Eufy RoboVac G30 Edge Ausgepackt

Unterseite des Eufy RoboVac G30 Edge

An der Unterseite des Saugroboters gibt es nichts Spektakuläres zu sehen:

Eufy RoboVac G30 Edge Unterseite

Der Akku ist unter einer Klappe verbaut, damit muss man sich als Nutzer nicht befassen. Über dem linken Antriebsrad finden wir die Seitenbürste, rechts von selbiger die großen Ladekontakte. Oben am Bild sind am äußeren Rand vier Absturzsensoren zu erkennen die in meinem Test den Bot erfolgreich davor bewahrt haben, den Keller zu erkunden.

Das oval über dem Rechten Antriebsrad im obigen Bild ist übrigens der „optical flow Sensor“. Dies ist eines der neuen Features des Eufy RoboVac G30 Edge. Er zeichnet quasi die Verschiebung des Robosaugers relativ zum Untergrund auf, und ermöglicht so erst die recht gute Navigation.

Die Reinigungsbürste ist übrigens einfach und schnell zu entnehmen und bei bedarf zu reinigen.

Inbetriebnahme

Wie auch schon bei den zuvor von mir getesteten Modellen verlief die Inbetriebnahme einwandfrei, schnell und einfach. Man lädt die Eufy-App, erstellt einen Account um den Roboter fernsteuern zu können und folgt einfach den bebilderten Schritten. Zuguterletzt übermittelt die App die WLAN Daten an den Roboter und von da an ist er bequem mit dem Smartphone steuerbar.

Eufy RoboVac G30 Edge App

‎EufyHome (Kostenlos, App Store) →

EufyHome (Kostenlos, Google Play) →

Eufy RoboVac G30 Edge App

Reinigungslogik & Reinigungsleistung des Eufy RoboVac G30 Edge

Ganz ganz früher war ich ja Verfechter von Saugrobotern die gar keiner festen Route folgen. Zwischenzeitlich aber hat sich das Bild gewendet. Lösungsansätze für die perfekte automatisierte Reinigung gibt es viele. Manche Hersteller versuchen mit (teuren) Laserscannern den Raum zu vermessen, andere richten Kameras an die Decke, wieder andere verwenden Fischaugenkameras (Dyson 360eye) um den ganzen Raum zu erfassen. Viele mit eher fragwürdigen Ergebnissen.

Der Eufy RoboVac G30 Edge hat  hier eine pragmatische Lösung: Gyroskop Sensoren. Die Marketingabteilung des Herstellers nennt das „Smart Dynamic Navigation“. Dieses Modell setzt dabei aber eben, wie erwähnt, nicht auf teure Kameras oder noch teurere Lasersensoren sondern merkt sich einfach exakt, wo er ist. Klappt natürlich nur, wenn der Bot nirgendwo feststeckt.

Anfangs war ich extrem skeptisch, ob diese Herangehensweise in der Praxis zielführend sei. Es sei‘ euch gesagt, sie ist es.

Der Bot navigiert überraschend sauber, bleibt stets in Bahnen parallel zu den Wänden, umschifft dabei aber zuverlässig Sofabeine. Und weil eben keine Kameras mit an Bord sind, kann er das auch bei vollkommener Finsternis.

Natürlich gilt auch für diesen Bot: Alle Kabel aufräumen und sicher verstauen, keine Taschen oder Rucksäcke mit losen Bändern am Boden rumstehen lassen, und auch Schuhbänder müssen sicher in den Schuhen verstaut werden. Dann aber klappt die Reinigung perfekt.

Auch meine „Problemstühle“, Schwingsessel die auf einem recht dicken Teppich stehen, stellen für den Eufy RoboVac G30 Edge wenig Problem dar. Ja, ab und an blieb er hängen, die Problemlösung wird aber mitgeliefert.

Verbotene Zonen dank magnetischer Absperrung

Die Lösung ist das mitgelieferte Magnetband. Ich habe es einfach unter den Teppich direkt vor den Sesselholmen auf den Boden gelegt. Seither nur einen Zwischenfall mit den bösen Schwingsesseln, ansonsten täglich perfekt sauber.

Das Magnetband ist aber recht dick und wenn man es eben nicht gerade unter einem Teppich verstecken kann eher unschön. Man sollte sich also den genauen Anwendungsfall vor dem Kauf überlegen.

Reinigungslogik des Eufy RoboVac G30 Edge

Einfach aber effizient. Der Bot startet von seiner Basisstation (die bei mir einwandfrei unter’s Fernsehmöbel passt), fährt dann erst mal eine gerade Bahn bis es nicht mehr weitergeht und entscheidet sich dann, ob links oder rechts dieses Bereiches weiter geht. Immer weiter in geraden Bahnen und selbst mit verschiedenem Untergrund (Parkett, Teppich kurz/lang, Glas, Metall) klappt die Navigation erstaunlich gut, wie man auf der Karte in der App einsehen kann.

Diese Kombination aus einfacher Technik (Gyro-Sensoren messen im Prinzip nur die Bewegungsänderung; sprich, euer Tablet oder Telefo erkennt hiermit, ob es sich im Hoch- oder Querformat befindet) und effizienter Reinigung mit gutem Ergebnis hat mich vollends überzeugt.

Der Eufy RoboVac G30 Edge unterscheidet sich vom etwas günstigerem Modell G30 (ohne Edge) übrigens durch eben genau das Magnetband um Bereiche abzusperren.

Was aber ob der Navigation ohne Kameras NICHT klappt ist z.B. das Absperren bestimmter Bereiche über die App. Die Karte dort wird bei jeder Reinigung neu gezeichnet und dient lediglich zur Kontrolle ob auch alles gereinigt wurde bzw. wo der Bot ggf. doch stecken geblieben ist.

Am Ende jeder Reinigung fährt der Eufy RoboVac G30 Edge noch den gesamten Raum einmal an den Rändern ab  um die letzten Verschmutzungen an allen Rändern zu entfernen.

App & Reinigungsmodi

Über die Eufy-Home App werden alle Steuerbefehle an den Roboter gesandt. Sowohl die Programmierung der Reinigungstage wie auch die Wahl des Betriebsmodus wird über die App gesteuert.

Im Vergleich zu anderen Modellen finden wir hier an Reinigungsmodi nur die normale Reinigung die den gesamten Raum reinigt sowie die Punktreinigung (die ich noch nie bei einem Modell zielführend fand).

Ansonsten übernimmt die App natürlich das (überaus einfache) Programmieren der gewünschten Reinigungszeit je Wochentag, etwaige Firmware-Updates sowie das Einstellen von Saugleistung und ob eine Reinigung bei schwachem Akku unterbrochen und fortgesetzt werden soll.

In meinem Test funktionierte die App absolut Fehlerlos.

Saugstärke & Reinigungsleistung

2000Pa Saugleistung stehen am Papier, das ist die selbe Saugkraft die auch beim etwas älteren RoboVac 15C Max angegeben wurde. Das ist ordentlich. Ein iRobot Roomba i7 bringt’s nur auf 1700Pa. Mit einem „echten Staubsauger“, wie z.B. dem Dyson V11 und seinen 28000Pa kann man dies aber nicht vergleichen.

Wie ist also das Reinigungsergebnis? Ich bin zufrieden. Natürlich darf man nicht erwarten, dass der Sauger Kieselsteine aufliest. Aber gerade der tägliche Alltagsschmutz: Katzenhaare, Katzenstreu, Brösel und sonstiger Hausstaub werden hervorragend aufgenommen. Auch wenn man das nicht jeden Tag tun muss: Man hat jeden Tag mehr als genug Schmutz zum ausleeren.

Wieder mit an Bord ist übrigens die „Boots IQ“ genannte automatische Saugstärkenanpassung. Fährt der Eufy RoboVac G30 Edge auf einen Teppich, wird mit dieser Option automatisch die Saugstärke erhöht. Warum dies nicht standardgemäß aktiviert ist, ist mir schleierhaft.

Eufy RoboVac G30 Edge Pressefoto

© Eufy

Akkulaufzeit

Über 90min fährt der Eufy RoboVac G30 Edge problemlos seine Runden, lt. Hersteller sind maximal 100 Minuten möglich. Auf Wunsch kann er sogar, sofern der Akku leer wird, die Reinigung unterbrechen und wieder fortsetzen. Alle Hausaufgaben gemacht, funktioniert wie erwartet und hält was der Hersteller verspricht.

Lautstärke im Betrieb

Der Hersteller spricht vom Geräusch einer „normalen Mikrowelle“. Gut, genau so hört er sich nicht an, aber ja, er ist extrem leise. Den RoboVac G30 Edge laufen lassen neben dem Fernsehen? Gar kein Problem. Bin begeistert.

Wartung & Reinigung

Hier gibt es kaum etwas zu erzählen. Mehr als nach jedem zweiten Reinigungslauf den Staubbehälter zu leeren, ist nicht zu tun. Wenn man im Zuge dessen auch noch mit dem „großen“ Staubsauger etwas den HEPA-Filter absaugt, ist das auch schon alles, was getan werden muß. Sollten die Absturzsensoren verschmutzt sein, so informiert der Roboter über die App darüber, gleiches gilt auch beim Feststecken der Räder oder Seitenbürsten.

Eufy RoboVac G30 Edge Staubbehälter

Sprachausgabe

Zwar ist die Sprache des Roboters bei Lieferung auf Englisch gestellt, das kann aber recht flott in der App umgestellt werden. Ich persönlich finde das genial, denn so muss ich nicht raten, was mir das Gerät über Piepzeichen sagen will. „Reinigung abgeschlossen… zurück nach Hause“. Speziell der letzte Teil hört sich ein bisschen wie E.T. an 😉

Alexa & HomeKit

Eufy hat die Hausaufgaben gemacht, zumindest teilweise, und liefert einen Alexa Skill. Auf Kommando kann die Reinigung bequem gestartet oder beendet werden, allerdings muss man sich genau an die vorgegebenen Kommandos des Skills halten. Eine Steuerung ist weiterhin nur über die Eufy Home App möglich. Persönlich bringt mir diese Integration bei dieser Art von Robosauger wenig. Soetwas macht bei den etwas teureren Geräten, die Räume dezidiert anfahren können Sinn, für diesen Bot eher weniger. Da es nach wie vor keine „Staubsauger“ Kategorie in HomeKit gibt, gibt es aktuell auch keine Anbindung an HomeKit. Nach wie vor unverständlich und schade – Apple, bitte nachbessern!

FAZIT

Den ersten Reinigungslauf hatte der Eufy RoboVac G30 Edge absolut fehlerfrei und ohne seine magnetische Begrenzung absolviert. Da war ich schon begeistert. Dann gab’s ein paar Zwischenfälle mit den berühmt berüchtigten Schwingsesseln, die ich mittels der Magnetbänder beheben konnte. Ab da kann ich nur noch von täglichen perfekten Reinigungen berichten.

Ich will euch immer positives und negatives berichten. Aber ganz Ehrlich: Der Eufy RoboVac G30 Edge ist ein Nobrainer – kaufen. Für knapp über 300€ ein genialer Robosauger. Wenn man sich was wünschen könnte wäre das ggf. ein längeres Kabel des Netzgerätes sowie dünnere Magnetbänder.

Ansonsten klare Empfehlung von meiner Seite, alles richtig gemacht, Eufy.

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https://macmaniacs.at/eufy-robovac-g30-edge-review/feed 0
Praxistest: Arlo Videotürklingel https://macmaniacs.at/praxistest-arlo-videotuerklingel https://macmaniacs.at/praxistest-arlo-videotuerklingel#respond Sun, 19 Jul 2020 07:27:05 +0000 https://macmaniacs.at/?p=21754 Auch, wenn 2020 das Homeoffice deutlich populärer geworden ist, so ist das leidige „an die Tür gehen“ nicht minder ärgerlich. Umso erfreulicher, dass mittlerweile die Arlo Videodoorbell auch bei uns erhältlich ist. Arlo hat mir ein Testmuster für einige Wochen zur Verfügung gestellt und ich habe mir für euch angesehen, ob sich die Arlo Videotürklingel in der Praxis bewährt, oder ob es noch Mängel gibt.

Die Angabe der Funktionen auf der Verpackung liest sich jedenfalls vielversprechend: HD Video, Bewegungserkennung und Alarme, Videoanruf, Nachtsicht und 180° Blickwinkel.

Videoreview

Verpackung & Lieferumfang der Arlo Videodoorbell

Aus dem mittlerweile üppigen Arlo-Sortiment habe ich für euch ja schon einige Produkte wie die Arlo Pro 2 oder die Arlo Pro 3 Überwachungskameras mit Akkubetrieb getestet. Die Arlo Videotürklingel aber hat keinen Akku, sie ist dauerhaft mit Strom versorgt, entsprechend ist der Lieferumfang etwas anders als bei den anderen Arlo Kameras.

Arlo Videodoorbell Lieferumfang

In der – vorbildlich – aus Karton bestehenden Verpackung finden wir:

  • Türklingel
  • Schrauben, Dübel, Anschlußkabel
  • Transformator
  • Anschlußadapter für Türgong
  • Auswurfwerkzeug für die Halteplatte
  • Winkeladapter und normale Halteplatte

Der Lieferumfang ist also komplett, es ist alles dabei, um loslegen zu können.

Installation der Arlo Videodoorbell

Nun, damals als ich die Nest Hello installieren musste, stellte mich das vor die Herausforderung, erst mal den „passenden“ Strom zur Türklingel zu legen. Bei uns sind Niederspannungs-Türklingeln (also in diesem Fall 16-24V Wechselspannung) nicht so weit verbreitet, wie in Amerika. Bei Nest musste ich mich noch selbst um einen passenden Trafo kümmern, also ein Gerät, um die Netzspannung von 220V in die passenden 16-24V zu wandeln. Arlo hat hier einen schritt weiter gedacht und liefert den Trafo mit. Perfekt.

Wichtig: Ohne eine passende 16-24V Zuleitung an dem Ort, an dem die Arlo Videotürklingel montiert werden soll, funktioniert sie nicht!

Der mitgelieferte Trafo kann recht einfach in bestehende Sicherungskästen montiert werden. Ein passendes Zuleitungskabel muss man aber selbst einziehen.

Arlo Videotürklingel Montage

Der mitgelieferte Trafo liefert 8V, 12V oder 24V, passt also perfekt. Für die Installation der Türklingel werden sodann lediglich die beiden Adern der Zuleitung durch die Halteplatte gefädelt und die Halteplatte festgeschraubt. Nun müssen die Leitungen lediglich mit den Schraubklemmen der Türklingel verbunden werden.

Die Arlo App leitet hierzu vorbildlich durch den gesamten Prozess, ein bisschen Verständnis von elektrischen Installationen sollte man aber mitbringen. In meiner Videoreview ganz oben seht ihr den Installationsprozess durch den die App führt.

Wichtig: Im Installationsprozess erkennt die Arlo Videodoorbell, ob ein Arlo Smarthub vorhanden ist und verbindet sich auf Wunsch mit selbigem. Nutzt diese Option nur, wenn die Signalstärke ausreichend ist! Man kann die Videotürklingel ohne Probleme oder Verlust von Funktionen auch direkt mit dem heimischen WLAN verbinden.

In meinem Fall hatte ich bei der Erstinstallation die Verbindung mit dem SmartHub gewählt der aber nicht auf der selben Ebene der Türklingel steht. Der Empfang pendelte zwischen einem und zwei Balken, resultierte aber in teils hakenden Videos und Kompressionsartefakten. Eine Verbindung über WLAN (man muss dazu die Arlo Videodoorbell in der Arlo App entfernen und neu einrichten) löste das Problem und seither funktionierte die Arlo Videotürklingel perfekt.

Qualitätsanmutung, Technisches & Design der Arlo Videotürklingel

Nun, auch, wenn dies hier kein Vergleichstest ist, den Elefanten im Raum, die Nest Hello, muss man alleine schon wegen des ähnlichen Designs nennen. Vergleiche bieten sich an. Tatsächlich finden wir sogar eine frappierende Ähnlichkeit zwischen beiden Geräten.

Wir finden ein ovales Gehäuse aus weißem Kunststoff mit glänzend schwarzer Front. Oben finden wir Kamera & Mikrofon, unten den Knopf zum Klingeln, dazwischen befinden sich Infrarot LEDs und Bewegungssensoren. Am unteren Ende des Ovals befindet sich schließlich der eingebaute Lautsprecher.

© Arlo

Die Arlo Videotürklingel ist sehr gut verarbeitet, alles ist solide und nichts knarzt. Der Leuchtring am Taster pulsiert, sobald Bewegung vor der Türklingel erkannt wird, Postbote & Gemüselieferant fanden die Taste ohne Probleme :-).

Die Arlo Videodoorbell ist etwas günstiger als die Konkurrenz von Nest, auch qualitativ und in der Wahl der Kunststoffe merkt man das ein wenig. Auch sind die mitgelieferten Haltewinkel bei Arlo aus Kunststoff, bei Nest aus Aluminium gefertigt. Dafür bekommen wir einen Trafo mitgeliefert. Alles in allem empfinde ich hier Arlo als den deutlich besseren Deal.

Arlo Videodoorbell

Das Kameramodul der Arlo Videotürklingel steht deutlich vom Gehäuse ab, ermöglicht aber im Gegensatz zu Nest einen merkbar größeren Blickwinkel von 180° (Nest: 160°).

Bildausschnitt Arlo Videotürklingel vs. Nest HelloDieser größere Blickwinkel führt bei Arlo zu einem Quadratischen Bild das Personen inkl. Beinen abbilden kann und meist auch den Fußabtreter mit auf’s Bild bekommt um z.B. zu sehen, ob dort etwas abgestellt wurde.

Die Auflösung der Videos beträgt 1536×1536 Bildpunkte.

Arlo Videotürklingel

© Arlo

Die Arlo Videotürklingel im Alltag & Arlo App

Arlo hat sein System rund um die Arlo App aufgebaut. Ohne die App geht nix, sie ist vor allem für die Einrichtung der Geräte essentiell.

‎Arlo (Kostenlos, App Store) →

Arlo (Kostenlos, Google Play) →

Wie schon eingangs erwähnt wird zunächst die Arlo Videodoorbell über die Nest App dem System hinzugefügt. Danach können alle Einstellungen jederzeit bequem über die App vorgenommen werden. Für die reine Türklingel-Funktionalität ist hier auch kein Bezahlabo notwendig.

Öffnet man die App, so lacht uns zunächst das zuletzt gespeicherte Bild der Kamera an, also als die Kamera zuletzt ausgelöst wurde.

Arlo App Startseite

Hier kann man sofort auf „play“ drücken, um das Livebild der Arlo Videodoorbell anzuzeigen. Die Symbole (direkt unter der Bezeichnung „Türklingel“ im obigen Bild zeigen Empfangsstärke zu WLAN oder Arlo Hub, ob der Bewegungssensor aktiviert ist und ob eine Stummschaltung aktiv ist.

Über das Zahnradsymbol ruft man die Eistellungen auf, die ziemlich umfangreich ausgefallen sind. Auf jede einzelne gehe ich hier nicht ein, aber auf ein paar wichtige:

Arlo App Einstellungen VideodoorbellAnrufeinstellungen/Doorbell Anruf der Arlo Videodoorbell

Ja, es handelt sich hierbei tatsächlich um einen Anruf der Türklingel.

Das Konzept ist eine nette Idee, dürfte aber in der Praxis für viele Menschen nicht die beste Lösung sein. Klingelt der Postbote an meiner Tür, so bekomme ich also den Arlo Anruf. Mein Handy bimmelt in diesem Fall munter vor sich hin, bis ich den Anruf entweder Stummschalten oder annehme. Hier würde ich mir von Arlo eine Einstellmöglichkeit wünschen, entweder den Anruf, oder eine einfache Benachrichtigung zu erhalten.

Außerdem wird dem Anruf kein Bild mitgeliefert und manchmal (eher selten aber doch) kommt es zu deutlichen Verzögerungen, bis das Bild übermittelt wird. Wie man oben im linken Bild sieht, sehe ich zwar, dass jemand geklingelt hat, aber nicht wer. Nehme ich den Anruf an, so kann ich in den Einstellungen festlegen, ob mein Mikrofon gleich eingeschaltet sein soll, oder vorerst stumm bleibt (Standardeinstellung). Um also etwas sagen zu können, muss ich zunächst das Mikrofon einschalten, sehe aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht, wer vor der Tür steht. Viel zu umständlich. Zumindest das Mikrofonproblem kann man in den Einstellungen umgehen – das Problem, das Video manuell aktivieren zu müssen, leider (noch) nicht.

Der Videoanruf selbst kommt sehr schnell am Smartphone an, das klappt super, ich würde mir aber hier wirklich wünschen, Arlo würde ein Bild anzeigen, WER vor der Tür steht und dann sofort beim Annehmen des Anrufs das Video und Mikrofon einschalten als Standard (von mir aus in den Optionen abwählbar). Siehe Einstellungen hierzu im dritten Bild:

Arlo Videodoorbell Einstellungen

Praktisch: Aktivitätszonen

Sehr praktisch, speziell bei Türklingeln die auf Büsche/Bäume zeigen oder eventuell Straßen im Blickfeld haben, sind die Aktivitätszonen. So kann man sicherstellen, dass sich im Wind wiegende Bäume oder vorbeifahrende Autos nicht zu ungewollten Benachrichtigungen führen. (Aktivitätszonen funktionieren nur mit Arlo Smart Abo)

Vorgefertigte Antworten

Arlo Videotürklingel vorgefertigte Antworten

An sich sind diese Vorgefertigten Antworten ja Gold wert. Allerdings kommt einem auch hier das Konzept des Arlo-Anrufs in die Quere. Anstatt direkt zugriff auf die Antworten zu haben, muss man zunächst den Anruf annehmen, dann mit dem „Arlo“ Button das Video einschalten und DANACH kann man erst auf das Sprechblasensymbol tippen um Zugriff auf die Antworten zu haben. Bis ich da bin ist jeder Klingelnde schon wieder abgehauen.

Smarthome mit der Arlo Videodoorbell

Ja, da ist Arlo ganz gut aufgestellt, mit aktuell einer Ausnahme.

Vorbildlich ist jedenfalls die Integration mit Alexa. Sowohl bei Benachrichtigungen als auch beim Betätigen der Türklingel kann gewählt werden, welche Echos das Event verkünden. Super.

Eine Google Home Integration sollte klappen, konnte von mir aber mangels Google Home nicht getestet werden.

Aktuell (Stand Juli 2020) ist die Arlo Videotürklingel leider NICHT HomeKit kompatibel. HomeKit Secure Video wird von der gesamten Arlo Produktpalette leider generell nicht unterstützt. Da aber sowohl Arlo Pro 2 als auch 3 zumindest in HomeKit eingebunden werden können, hoffe ich hier auf ein baldiges Firmwareupdate.

Videoqualität der Arlo Videotürklingel

Die Videoqualität der Arlo Videodoorbell ist gut aber ausbaufähig. Arlo wirbt z.B. mit „Auto HDR“, in der Praxis ist hier aber die Qualität unter dem, was man von HDR kennt. Hier seht ihr, was ich meine:

Bildqualität Arlo Videodoorbell

Die Arlo Videodoorbell liefert ein deutlich härteres Bild und einen deutlich abgeschwächten HDR Effekt, die Bilder sind aber im Gegenzug auch schärfer, speziell auch im Randbereich. Personen vor der Kamera werden aber in jedem Fall optimal ausgeleuchtet und sind gut erkennbar, das ist auch das Wichtigste. Ich bin mir sicher, dass Arlo hier mit Firmware und Software Updates deutlich nachbessern kann.

Verwenden als Überwachungskamera

Die Arlo Videodoorbell bietet zum Verwenden als Überwachungskamera auch fast alle Funktionen, die wir von den anderen Arlo Kameras kennen. Eine Video-LED für Farb-Nachtsicht ist zwar nicht mit von der Partie, ansonsten kann der Bewegungsmelder aber ähnlich genutzt werden.

Wer möchte, kann sich von der Videotürklingel über alle Bewegungen vor der Kamera benachrichtigen lassen oder aber die Bewegungserkennung an die An- und Abwesenheit (Geofencing) knüpfen. Mit entsprechendem Abonnement kann die Arlo Videodoorbell sogar 24/7 aufzeichnen.

Arlo Smart Abo

Wie bereits erwähnt kann die Arlo Videotürklingel auch gänzlich ohne Abonnement genutzt werden. Für die reinen Türklingelfunktionen ist das eigentlich auch nicht notwendig.

Sobald man aber z.B. gucken möchte, was genau der Postbote vorm Briefkasten getrieben hat, benötigt man ein Abonnement. Die Möglichkeit, lokal am Smarthub Videos über USB zu speichern trifft hier nur bedingt zu, da man mit der Arlo Videotürklingel ja keinen Smarthub erwirbt. Befindet sich ein Smarthub im Haushalt, so können die Aufnahmen natürlich auch auf diesem USB Stick abgelegt werden.

Das übliche Arlo Smart Abo startet bei 2,79EUR monatlich für eine Einzelkamera (oder 8,99EUR für bis zu 5 Kameras). Wer also nur die Videotürklingel nutzt hat hier eine extrem gut gepresste Möglichkeit, Videos bis zu 30 Tage in der Cloud zu speichern.

Wie oben erwähnt bringt solch Arlo Smart Abo auch Aktivitätszonen mit sich und Benachrichtigungen mit angehängtem Bild des Vorfalls gibt’s ebenfalls nur mit Arlo Smart. Ebenfalls nur im Abo gibt’s Paket- und Personenerkennung sowie die Möglichkeit, sich nur bei z.B. Personen vor der Kamera benachrichtigen zu lassen.

Long story short: Nehmt das Arlo Smart Abo dazu, die 2,79EUR pro Monat für eine Kamera ist genial günstig.

FAZIT zur Arlo Videotürklingel

Die Arlo Videodoorbell ist ein extrem spannendes und auch fair gepreistes Produkt. In der Praxis funktioniert die Arlo Videotürklingel wunderbar einfach und sehr zuverlässig, Benachrichtigungen kommen schnell an und Videos werden verlässlich aufgezeichnet, ein Abo-Zwang entfällt aber sehr gute Zusatzfunktionen können für knapp unter 3€ monatlich hinzugedacht werden.

Aktuell muss Arlo aber an der Software nachbessern. Speziell wenn’s klingelt ist zwar die Idee, einen Anruf von der Türklingel zu erhalten, gut, aber noch verbesserungswürdig, da von Rufannahme bis zum Videobild zu viele Zwischenschritte vom Nutzer gefordert werden. Wenn Videoanruf, dann bitte mit Vorschaubild, wer da vor der Tür steht, damit ich gleich ablehnen kann, wenn’s nur Vertreter oder die Zeugen Jehovas sind und bitte auch mit sofortigem Zugriff auf die Konserven-Antworten.

Im Vergleich zum stärksten Konkurrenten, der Nest Hello, macht die Arlo Videodoorbell einen sehr guten Eindruck, bietet ein schärferes Bild mit größerem Blickwinkel aber weniger gute Farben und hat den vollständigeren Lieferumfang.

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Eufy HomeVac S11: Wie gut ist der Akku Staubsauger im Alltag? https://macmaniacs.at/eufy-homevac-s11 https://macmaniacs.at/eufy-homevac-s11#respond Wed, 24 Jun 2020 18:38:10 +0000 https://macmaniacs.at/?p=21735 Seit 22. Juni kann man den Eufy HomeVac S11 kaufen. Glücklicherweise hat der Hersteller mich kurz davor mit einem Testmuster versorgt, so kann ich euch nun bereits berichten, wie sich der Eufy HomeVac S11 tatsächlich in der Praxis schlägt, abseits jeglicher Werbeversprechen. Der Preis ist definitiv eine Kampfansage an die Konkurrenz, gucken wir nun mal ob auch die Leistung stimmt.

Videoreview

Verpackung

Eufy hat beim HomeVac S11 eine extrem kompakte Verpackung geschaffen die zudem zu großen Teilen aus umgebleichtem Karton besteht. Sehr gut. Die verwendeten Kunststoffbeutel sehen aus wie biologisch abbaubare Stärke-Beutel, das konnte ich bislang aber noch nicht verifizieren.

Unterschiede zwischen HomeVac S11 Go und S11 Infinity?

Beim von mir getesteten „Infinity“ Modell finden wir einen Zweiten Akku sowie eine Parkettbürste (zum Auswechseln) mit im Lieferumfang. Das „Go“ Modell ist zudem schwarz anstatt weiß.

Lieferumfang & Erklärung der Zubehörteile

Besonders positiv überraschte mich der Umfang an Zubehörteilen, die der Eufy HomeVac S11 mitbringt: Neben Sauger, Saugrohr und der motorbetriebenen Teppichbürste (Turbobürste) finden wir eine flauschige Parkett-Rolle (zum Einbau in die Teppichbürste), Fugendüse, eine kleine Düse mit Borsten (die einfahrbar sind) sowie eine Halterung, ein flexibles Saugrohr und eine mini Elektrobürste. Außergewöhnlich: Der Eufy HomeVac S11 bringt neben dem am Gerät montierten Akku noch einen zweiten Akku neben dem 24W Netzgerät mit. Top.

 

Turbobürste mit Licht & Wechselwalze

Die Standardbürste ist ohne Zweifel die Turbobürste. Innovativ: Sie hat einen LED Streifen eingebaut. So seltsam das anfangs wirkt so praktisch entpuppt sich das tatsächlich im Alltag wenn man nicht überall das Licht einschalten muss, um in dunkle Winkel zu gucken. Auch um unterm Sofa zu saugen hat sich dieses LED Licht als sehr praktisch erwiesen. Hätte ich nicht gedacht!

Eufy HomeVac S11 Turbobürste

Die mitgelieferte flauschige Walze für Parkett kann recht schnell gewechselt werden, wenngleich der Verriegelungsmechanismus an der Bürste nicht sonderlich robust wirkt. Täglich würde ich das Wechseln hier nicht empfehlen.

Die Flauschige „Soft“ Walze ist also wirklich eher etwas für Haushalte ohne Teppiche, während die normale Turbobürste universell für alle Oberflächen einsetzbar ist.

Mini Elektrobürste

Immer wieder extrem praktisch, wenn dieses Zubehörteil bei Akku bzw. Handstaubsaugern mitgeliefert wird. Gerade um z.B. Sofas abzusaugen oder auch Fahrzeugteppiche ist diese Bürste perfekt geeignet.

Fugen & Universaldüse sowie Halterung

Die beiden Düsen sind eigentlich Grundausstattung bei jedem Staubsauger und bedürfen kaum Erklärung. Schön ist, dass Eufy an eine Halterung gedacht hat die zudem einfach nach links oder rechts mittels eines Stecksystems erweitert werden kann um tatsächlich alle mitgelieferten Zubehörteile (mit Ausnahme des Zweitakkus) verstauen zu können.

Flexibles Saugrohr

Mein geheimer Favorit. Denn mit Staubsaugern wie dem HomeVac S11 (der von der Gehäuselänge ähnlich lang wie z.B. ein Dyson V11 ist) wird das Staubsaugen im Auto mühsam. Gerade den Fußraum kann man mit diesen Geräten ohne ein Flexibles Saugrohr kaum reinigen da sie einfach zu groß sind.

Inbetriebnahme

Beide Akkus waren bei der Auslieferung zwischen 40 und 60 Prozent geladen, das ist löblich, ist es der optimale Ladezustand um den Akku bei längerer Lagerung nicht zu schädigen. Nach ca. 1,5 Stunden war der erste Akku voll geladen, und ich konnte loslegen. Von einer „Inbetriebnahme“ kann man freilich kaum sprechen, man steckt einfach Saugrohr und gewünschte Düse an, das war’s.

Design

Eufy setzt auf ein Design das man schon viele Jahre auch von der Konkurrenz bei Zyklonstaubsaugern kennt, wirkt dabei aber wenig futuristisch und deutlich „gefälliger“ als manch Konkurrenzprodukt. Die Gehäusefarbe weiß sieht neu zumindest schön aus, zeigt aber im Alltag recht schnell Gebrauchsspuren die hier deutlicher auffallen als bei grauen oder schwarzen Geräten. Ein Ausstellungsstück ist ein Staubsauger aber in der Regel so oder so nicht.

Das Gerät hat eine weitgehend zylindrische Form, der Griff ist gut erreichbar aber leider (ebenfalls wie bei der Konkurrenz) wenig ergonomisch. Da man den Schalter im Betrieb dauerhaft betätigen muss, ist das etwas ermüdend.

Auf der Rückseite des Gehäuses finden wir den HEPA Filter der schnell und einfach demontiert werden kann. Die Oberseite beherbergt eine Taste, mit der wir durch die drei Saugstufen schalten können. Zumindest eine LED Anzeige, welche Stufe gerade aktiviert ist, wäre hier aber nett gewesen.

Im vorderen Bereich des Eufy HomeVac S11 finden wir den transparenten Staubbehälter mit blauem Farbakzent im Inneren, die Entriegelungstaste um den Behälter zu entfernen finden wir darunter an der Saugrohraufnahme. Der Behälter selbst hat einen Schnappverschluss um die Klappe zum Entleeren zu öffnen; auf eine komplizierte Mechanik um den Staub gleich möglichst tief im Abfalleimer zu platzieren, wird hier verzichtet.

An der Unterseite des Haltegriffes wird der Akku montiert, dieser hat drei LEDs um den Ladezustand anzuzeigen; hier wie immer meine Kritik: Drei LEDs helfen wirklich kaum um als Anwender die Restlaufzeit einschätzen zu können… Die Ladebuchse finden wir an der Rückseite des Akkus, wenn der HomeVac S11 also in seiner Halterung hängt zeigt die Ladebuchse nach oben.

Die Materialanmutung ist gut und entspricht im Großen und Ganzen der Preisklasse, ich bin zufrieden.

Im Alltag

Ich hab einfach mal eine Woche nicht Staub gesaugt um den Eufy HomeVac S11 einem ersten Test für euch zu unterziehen. Mittlere Saugstufe und Turbobürste, los ging’s. Dabei musste sich der HomeVac S11 auf Treppen und über drei Stockwerke hinweg bewähren und zeigte schnell seine Qualitäten (oder Mängel).

Schmutzaufnahme / Saugleistung

Wie gut saugt er? Wie gut nimmt er Schmutz aller Art auf? Sehr gut. Die Saugleistung ist gut und erfasst in der mittleren Leistungsstufe problemlos alltäglichen Schmutz. Nach einer Woche ohne Staubsaugen waren das Chipskrümel, eine gefühlte Tonne Katzenhaare, Haushaltsstaub und vertrocknete Kaktusblüten. Alles wurde problemlos eingesaugt, die Turbobürste hatte keinerlei Probleme.

De Facto hat der Eufy HomeVac S11 in einigen Punkten sogar deutlich besser als doppelt so teure Konkurrenzmodelle abgeschnitten: Auf nicht Luftdurchlässigen Flauschteppichen saugte sich die Konkurrenz fest und deren Turbobürste stoppte einfach, während der Eufy HomeVac S11 munter weiter bürstete. Sehr gut.

Die Konstruktion des Schmutzbehälters ist hingegen ausbaufähig. Saugt man nur Krümel und Katzenstreu, kein Problem. Saugt man aber auch mal Papierfetzen der einfach etwas größere Schmutzstücke, so können diese schnell im oberen Bereich des Behälters festhängen und so den Behälter schnell zusetzen. Das war aber tatsächlich nur in meinem Extremtest der Fall und hatte KEINEN negativen Einfluss auf die Saugleistung da ich rechtzeitig mit dem Saugen fertig wurde.

Akkulaufzeit des Eufy HomeVac S11

Wie die Konkurrenz setzt Eufy auf einen Lithium Ionen Akku mit 25,2V der jedoch bei ähnlicher Akkugröße weniger Kapazität bietet: 63Wh, 2500mAh. In der mittleren Leistungsstufe kommt man damit auf solide 30min Laufzeit und ich konnte damit alle drei Stockwerke gründlich Saugen, für das Ferienschloß wird ja zudem der zweite Akku ebenfalls mitgeliefert. Mit den 30min Laufzeit bin ich absolut zufrieden.

In der höchsten Leistungsstufe schafft der HomeVac S11 8 Minuten Laufzeit.

Was schade ist: Da die Ladebuchse an der Rückseite des Akkus angebracht ist, muss man, sofern man die mitgelieferte Halterung nutzen möchte, immer manuell das Ladekabel anstecken.

Entleerung des Schmutzbehälters

Nun, hier ist das Gerät deutlich weniger ergonomisch als andere Produkte. Die Klappe am Schmutzbehälter kann schnell und einfach geöffnet werden, dazu muss der Behälter auch nicht vom Gerät entfernt werden. Allerdings ist man so auch sofort direkt mit dem Staub in Kontakt, gerade für Allergiker ein rotes Tuch. Da hilft dann auch die beste Filtration nichts. In der Theorie muss aber lediglich das Gerät direkt im Abfalleimer mit geöffneter Klappe etwas geschüttelt werden und der Schmutz ist entsorgt. Naja, theoretisch, in meinem Fall hatten sich Kaktusblüten und Katzenhaare im hinteren Bereich des Behälters angesammelt und mussten mühsam mit den Fingern herausgefummelt werden, dazu war es dann außerdem hilfreich, den Behälter kurz zu demontieren was sehr einfach klappt.

Ladedauer

Auch der Eufy HomeVac S11 ist keine Ausnahme, was lange Ladedauer betrifft. Über 3h dauert es, um einen komplett entleerten Akku wieder voll zu bekommen. Da aber zwei Akkus mitgeliefert werden, ist das absolut kein Problem. Einfach Akku wechseln und weiter saugen.

Lautstärke im Betrieb

Nun, das Empfinden der Lautstärke ist halt vollkommen subjektiv. In meiner Videoreview zum Dyson V11 absolute z.B. habe ich Kommentare „lautester Staubsauger, unmöglich“ erhalten, obwohl ich ihn nach wie vor als „normal laut für einen Staubsauger“ empfinde. Der Eufy HomeVac S11 ist in dem Fall leiser als oben genanntes Konkurrenzprodukt und damit bin ich ausgesprochen zufrieden!

Filterung

Eufy hat die Hausaufgaben gemacht und filtert die Luft hervorragend. Wir finden neben dem bereits erwähnten Hepafilter am hinteren Ende des Staubsaugers direkt auf der Rückseite des Schmuztbehälters einen zweiten Filter. Diese beiden Filter können zudem gewaschen werden – vorbildlich.

Eufy HomeVac S11 Nachmotor HEPA Filter Eufy HomeVac S11 Vormotorfilter

Ergonomie

Nun, die Frage ist, wie definiere ich Ergonomie bei einem Staubsauger. Bei dieser Kategorie der Hand- bzw. Akkustaubsauger ist sowohl das Gewicht des Gerätes wie auch der Haltegriff und die Kupplungen wichtig. Das Gewicht des Eufy HomeVac S11 mit Turbobürste und Saugrohr liegt bei knapp unter 2,6kg und ist damit deutlich leichter als z.B. der V11 (ca. 3kg). Gerade auf Treppen ist das ein deutlicher Pluspunkt. (Gewicht Gerät: 1690g, Saugrohr: 260g, Bürste: 624g, Insgesamt: 2574g)

Der Haltegriff könnte noch deutlich ergonomischer ausgeformt sein und eine Einrastemöglichkeit für den Schalter, damit man nicht ständig den Schalter gedrückt halten kann, wäre praktisch. Allerdings sollte dies für die 2x ca. 20min pro Woche die man vermutlich üblicherweise staubsaugt, kein Problem sein.

Die Kupplungen am Gerät, also der Übergang vom Staubsauger zum Saugrohr, oder vom Saugrohr zum Zubehör sind OK, können aber manchmal hakelig sein und mehr Kraftaufwand erfordern als mir lieb wäre.

Pro Tipp: Die Taste am Saugrohr nicht zur Gänze durchdrücken, dann kann es einfach auseinander genommen werden.

Fazit zum Eufy HomeVac S11 Infinity

Vielleicht fragt ihr euch, weshalb es keine Pro und Contra Sektion in diesem Testbericht gibt? Nun, weil, ehrlich gesagt der Sauger verdammt gut ist für den kleinen ausgerufenen Preis ab etwa 245€ für das Go Modell. Der von mir getestete „Infinity“ Variante mit zweitem Akku und Parkettwalze kostet etwa 300€ und ist damit die 60EUR extra definitiv ebenfalls wert. Saugleistung, Lieferumfang und Nutzen im Alltag stimmen hier perfekt.

Würde man „Negativpunkte“ suchen, so könnten die verwendeten Kunststoffe eine Spurhochwertiger und Entriegelungen eine spur leichtgängiger sein. Alles in allem erhält man hier aber einen soliden Staubsauger für sein Geld, finde ich gut. Es muss nämlich nicht immer ultra ultra premium sein, um ein gutes Produkt zu liefern.

Bis zum 28. Juni 2020 könnt ihr übrigens mit folgenden Codes jeweils 20%​ Rabatt beim Kauf über Amazon abstauben – Affiliatelinks findet ihr unter den Codes:

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Otto lädt mein Telefon: Moshi Otto Q im Kurztest https://macmaniacs.at/moshi-ottoq-review https://macmaniacs.at/moshi-ottoq-review#respond Sat, 06 Jun 2020 10:03:01 +0000 https://macmaniacs.at/?p=21718 Kabelloses Aufladen diverser Geräte ist ja nun nix Neues. Wenn wir dann nach schicken Ladegeräten suchen, wird die Luft aber nach wie vor etwas dünner. Der Moshi otto Q wireless charger ist definitiv eines dieser extrem hübschen Ladegeräte. Im folgenden Kurztest stelle ich das Gerät vor und erzähle euch, wie er sich bei mir im Alltag schlägt. Das Gerät wurde mir kostenlos von Moshi für einen unabhängigen Test zur Verfügung gestellt.

Videoreview

Verpackung & Lieferumfang

Die Verpackung ist dezent und schick und könnte direkt so im Apple Store ausgestellt werden. Schön. Schade aber, dass wir im inneren Kunststoffschalen finden, das wäre nicht notwendig. Bitte nachbessern, Moshi!

Der Lieferumfang ist überschaubar, wir finden das Ladegerät und ein USB-A auf USB-C Kabel von 1m Länge in der Verpackung. Was fehlt? Ein Netzgerät, das uns auch tatsächlich die notwendige Grundlage für 10W kabelloses Laden liefert. Powerdelivery kompatible Netzgerät (etwas weiter unten zwei Vorschläge meinerseits) sollte hier aber ausreichen. Was meint ihr? Der Moshi Otto Q kostet ca. 45€. Sollte hier ein kompatibles Netzgerät mitgeliefert werden oder seid ihr mittlerweile zur Genüge mit passenden Netzteilen ausgestattet, dass hier die Einsparung von weiterem Elektronikschrott ein Vorteil ist? Schreibt es mir bitte in die Kommentare!

Inbetriebnahme des Moshi otto Q Wireless Chargers

Ich schreib‘ nur so gerne das Wort „Inbetriebnahme“ – ertappt. Kabel dran und gut is‘ 😉 Ich finde es jedenfalls gut, dass Moshi hier auf USB-C am otto Q setzt. Das ist fein.

Design

Eine Ottomane für’s Smartphone will der otto Q sein, die Farbe heißt „nordisches grau“, also quasi ein Sofa auf dem man das Smartphone zum schnellen Laden ablegt. Ja, das kommt schon ganz gut hin. Während ich von Alcantara-Handauflagen bei Tastaturen oder Laptops in der Praxis nichts halte, sieht der mit grauem Stoff bezogene otto Q schon extrem hochwertig aus.

Kreisrund mit silberner Unterseite und silbernen Rändern liegt er so am Schreibtisch. Vorne mittig finden wir eine beim Laden weiß pulsierende LED, an der Rückseite den USB-C Anschluss. 
Schlau gelöst: Direkt am Stoff finden wir einen Ring aus Gummi, das Smartphone liegt also nie direkt am Stoff und macht diesen also nicht im Laufe der Zeit schmutzig und unansehnlich. Der Gummi sorgt zudem für ausreichend Rutschfestigkeit, dass selbst das matte iPhone 11 Pro recht sicher aufliegt.

Moshi Otto Q wireless charger

Optisch ist der Moshi otto Q also definitiv ein Hingucker. Gefällt mir außerordentlich gut. Was gefällt mir weniger? Der silbrige Unterteil ist leider aus Kunststoff. Schon klar, das bemerke ich in der Praxis eigentlich nicht, denn schließlich ruht der otto Q 100% der Zeit auf meinem Schreibtisch, aber insgesamt wäre dieser Tick mehr an Hochwertigkeit eines Metallgehäuses dem Moshi otto Q definitiv gut zu Gesicht gestanden.

Lädt der otto Q nun tatsächlich mit 10W?

Ja, aber nicht das iPhone. Bei aller Sympathie zu Apple meinerseits: Diese ständigen unnötigen Alleingänge nerven. Warum lädt mein überteuertes iPhone nur mit 6,5W und Android Geräte mit 10W? Unverständlich. Gut, aber dafür kann der otto Q ja nix.

Verbindet man den Moshi otto Q mit einem kompatiblen Ladegerät das Powerdelivery unterstützt, so zieht er 9V mit etwas über 1A und kommt damit auf ca. 10W Ladeleistung. Ich habe dies mit einem Samsung Galaxy S10 getestet, klappte sofort einwandfrei, sowohl mit einem Anker Powerport 5 (Amazon Affiliate Link) als auch mit einem Moshi ProGeo Ladegerät (Amazon Affiliate Link).

Moshi Otto Q wireless charger

Moshi Otto Q wireless charger

Legt man ein iPhone auf den Moshi otto Q so erhält man maximal 6,5W Ladeleistung. iPhone Nutzer werden den otto Q also eher wegen der Optik denn der Ladeleistung erstehen. Persönlich bin ich hier mit dem gebotenen des otto Q absolut zufrieden.

Moshi Otto Q wireless charger

Moshi otto Q & Moshi ProGeo Ladegerät

Technisches

Der Vollständigkeit halber sei hier erwähnt, dass Moshi dem otto Q auch technisch aktuelle Hardware spendiert hat. Wir bekommen die Erkennung metallischer Objekte auf der Oberfläche sowie eine LED die nur dann leuchtet, wenn auch tatsächlich ein Gerät geladen wird, und eine laut Hersteller so designte Ladespule, dass Smartphones selbst mit den dicksten Kunststoffhüllen noch effizient geladen werden können. Abgerundet wird das Paket durch ein für gute Wärmeableitung konstruiertes Gehäuse, so der Hersteller.

Fazit

Für mich stellt der Moshi otto Q wireless charger definitiv eines der schönsten Exemplare, die ich mir für den Schreibtisch wünschen könnte, dar. Ich hatte ja zuvor schon ein Modell eines schwedischen Möbelhauses am Tisch, aber der Moshi ist da natürlich deutlich schicker. Dass Apple am iPhone mal wieder hinter der Konkurrenz ist und schnelles Qi-Laden nicht ohne Apple zertifizierung unterstützt, ist für mich als Nutzer lächerlich und bedauerlich

Nachteil? Der Moshi otto Q ist aber mit 44,90€ (Herstellerpreis) nicht eben günstig und dass man ein kompatibles Netzgerät noch zusätzlich benötigt um in den Genuss der 10W Ladeleistung zu kommen, werden vermutlich nicht alle Nutzer bedenken oder schätzen.

Insgesamt ist der Moshi otto Q aber definitiv ein wunderschönes und empfehlenswertes kabelloses Ladegerät.

  

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