Kabelkiller: Dyson V10 Akku Staubsauger im Test

Wieder einmal dürfen wir euch zu einem Dyson Staubsaugertest einladen. Dieses Mal darf ich, Stephan (seines Zeichens Dyson Staubsauger Jungfrau), den neuen Dyson V10 Absolute testen, welcher uns freundlicherweise von Dyson für diesen Test zur Verfügung gesellt wurde. Holger hatte ja über die Jahre schon einige Dyson Staubsauger im Test, aber für mich, als ehemaligen Miele Mitarbeiter, ist das komplettes Neuland. Das Einzige, was ich bis dato mit Dyson Saugern in Verbindung brachte war: Beutellos und laut. Ob sich das nun bewahrheitete, erzähle ich euch in der folgenden Review…

Videoreview

Verpackung

Der V10 wurde uns in einer folierten Kartonverpackung mit Überkarton geliefert. Das Gerät selbst ist nur mit Karton und Papier verpackt. Genau so soll es sein, kein unnötiges Plastik. Dyson macht hier vor (bis auf den kleinen Fauxpas mit der Folie), dass es nicht notwendig ist, Kunststoff im Verpackungsmaterial zu verwenden. Das Gerät und die Zubehörteile sind trotzdem gut geschützt und kamen unbeschadet bei uns an!

Lieferumfang

Neben dem Hauptgerät ist beim V10 Absolute noch jede Menge Zubehör dabei, welches hier näher erläutert wird:

Saugrohr:

Naja, was soll man dazu schon viel sagen – es ist halt ein Rohr, welches auch noch Stromleitungen für die Elektrobürsten hat. Farbe orange – hübsch!

Elektrobürste mit Direktantrieb:

Dies ist die Universalbürste, da sie für alle Bodenarten geeignet ist. Sehr gut geeignet für Teppichböden, da die Borsten tief in die Fasern eindringen können und somit Tierhaare und tiefsitzenden Schmutz entfernen können.

Elektrobürste mit Direktantrieb

Elektrobürste mit Soft-Walze:

Diese kuschelige Bürste ist für die schonende Reinigung von Hartböden entwickelt und nimmt gleichzeitig groben Schmutz und feinen Staub auf.

Elektrobürste mit Softwalze

Mini-Elektrobürste:

Optimal um den Dyson V10 als Handstaubsauger zu verwenden und um an schwer Erreichbare Stellen zu kommen wie zum Beispiel im Auto oder auf Stiegen. Gut geeignet zum Entfernen von Tierhaaren.

Mini Elektrobürste von Unten

Extra-soft Bürste:

Damit kann man sich das Staubtuch sparen und direkt Regale, Schreibtische, Rollos oder sogar eine Tastatur absaugen.

Wandhalterung mit Ladestation:

Damit (fast) alles aufgeräumt und der Staubsauger jederzeit betriebsbereit ist kommt dieser mit der platzsparenden Wandhalterung. Ein Traum für jede kleine Wohnung.

Kombidüse:

Zum Reinigen an schwer zugänglichen Stellen wie z.B. Lüftungsschächten, Arbeitsflächen, Auto-Innenraum oder Treppen.

Fugendüse:

Sie ist natürlich der Klassiker zur Reinigung der Couchzwischenräume. Auch geeignet zum Absaugen von Fußleisten oder Bilderrahmen und jeglicher Art von schmalen Zwischenräumen.

Inbetriebnahme

Dreieinhalb Stunden soll man das Gerät zunächst laden, dann ist es einsatzbereit! Wenn man im Kindergarten aufgepasst hat und minimale Erfahrungen mit Lego und dergleichen hat, sollte das Zusammenstecken des Rohres und der Bürste keine Probleme darstellen. Dann kann man auch schon lossaugen.
Im Bereich für Eigentümer auf Dyson Website kann man sich sehr gut informieren, wie und wozu die einzelnen Bürsten verwendet werden. Das spart schon fast den Blick in die Bedienungsanleitung! Hier wird auch empfohlen, dass man die Garantie bei Dyson aktivieren soll. Natürlich hat man auch so Garantie, allerdings ist man im Servicefall besser beraten, wenn das Gerät schon bei Dyson registriert ist.

Im Alltag

Mittels Taster wird die Saugfunktion aktiviert und ein dreistufiger Schalter regelt die Saugstärke – It’s that easy. Wobei sich gewöhnlicher Parkett, bzw. generell harte Böden schon sehr gut auf Stufe 1 reinigen lassen. Stufe zwei verwende ich zum Absaugen von Teppichen und der Ritze in der Couch. Die dritte Stufe kommt nur zur Verwendung, wenn die zweite Stufe nicht ausreicht, das kam aber bis jetzt sehr selten vor. Am ehesten muss man mal beim Saugen im Auto auf mehr Power gehen, damit auch die letzten Fussel aus den hartnäckigen Teppichen dort raus gehen (ich hasse Autoteppiche!).
Das Gerät selbst ist mit 2,68 Kilogramm angenehm leicht. Dadurch ist man unglaublich flexibel und kann sich frei in der Wohnung bewegen. Man merkt sofort, dass man jetzt viel schneller zum Sauger greift, als bisher. Unser Hauptstaubsauger war ein großes Miele Gerät – bis man den in Betrieb genommen hat, ist man mit dem Dyson schon wieder fertig, weil man eben keine Steckdose suchen oder gar erst frei räumen muss und kein Kabel ausrollen und zum Schluss dann auch wieder einrollen muss. Das ist mühsam im Vergleich zum Dyson V10.
Auch ist es dank dieser Flexibilität des V10 jetzt möglich, an viel mehr Orten zu saugen – die Spinnweben in den Ecken der Decke, oder das Ofenrohr von oben sind jetzt kein Problem mehr. Natürlich konnte man das vorher mit dem klassischen Staubsauger auch saugen, nur musste man da meistens zu zweit sein – einer musste den Staubsauger halten, während der andere dann den Schlauch bediente. Wir wissen ja alle: Wenn etwas schwer geht, dann lässt man es schon gerne mal bleiben!

Die verschiedenen Aufsätze lassen sich sehr schnell tauschen und man ist für jeden Verwendungszweck gerüstet. Hier ist mir aufgefallen, dass die Soft-Bodenbürste leider nicht so flexibel ist, wie die Universalbürste, da man mit dieser den Sauger nicht „quer“ legen kann. Das wäre nötig, um bei uns z.B. unter die Couch zu kommen weil diese sehr niedrig ist.

Entleert ist der Dyson V10 auch flott. Hierzu muss man einfach den roten Hebel an der Unterseite noch vorne schieben (nein, nicht den Nippel durch die Lasche ziehen!) und schon öffnet sich der Verschluss und der Staub fällt in den Mülleimer!

Akkulaufzeit

Lt. Dyson beträgt die Betriebsdauer mit der Großen Bodenbürste (welche auch elektrisch angetrieben ist) bei „Stufe 1“ 40 Minuten, bei „Stufe 2“ 20 Minuten und bei „Stufe Max“ 6 Minuten.
Eigentlich wollte ich hier schreiben, wie lange die Laufzeit im realen Leben ist, aber ich muss gestehen, dass ich es bis jetzt noch nie geschafft habe, eine Akkuladung fertig zu bekommen – gefühlt kommen mir die Saugzeiten länger vor, als von Dyson angegeben. Im Auto z.B. habe ich sicher länger als 10 Minuten auf Stufe zwei gesaugt und es wurden immer noch zwei von drei Akkupunkten angezeigt

Dass man sich keine Sorgen zur Laufzeit machen muss liegt mit Sicherheit auch an der Ladestation. Optimalerweise schraubt man diese an die Wand und hängt den Sauger dann zur Aufbewahrung dort hin. Bei der nächsten Verwendung ist der Akku dann auch schon wieder voll und man merkt eigentlich nicht, dass man auflädt, weil das halt während der Aufbewahrung passiert.

Will man die Ladestation nicht verwenden oder nimmt man den Dyson V10 z.B. mit in den Campingurlaub, so kann man auch nur das Netzteil zum Laden verwenden. Dieses wird dann direkt am Staubsauger angesteckt.

Design / Lautstärke / Reinigungsleistung

Dyson ist beim V10 auf eine effizientere Bauform umgestiegen, sodass der Luftstrom jetzt gerade durch das Gerät geleitet wird. Dadurch konnte die Saugleistung gegenüber zum V8 um 20% geseteigert werden und der Behälter kann jetzt 40% mehr Schmutz aufnehmen.

Durch diese Änderung ist das Gerät aber jetzt auch etwas länger und sperriger, was leider beim Saugen im Auto nicht so praktisch ist.

Die Saugleistung lässt auf jeden Fall nichts zu wünschen übrig. Alles, was mir unter die Bürste (Parkett, Teppich, Fensterbank, Regale, Schiebetür, Auto, Couch, Ofen, …) kam, wurde abgesaugt und ich wurde nirgends enttäuscht.
Am meisten erstaunt war ich vom Kinderzimmerteppich. Es ist ja nicht so, dass dieser nie gesaugt wird, aber was der Dyson da zusätzlich an Schmutz entfernen konnte, ist sagenhaft. Aber dazu schaut ihr Euch besser das Video an, dort sieht man das genauer :). Einzig den Vorleger im Bad wollte die Motor-Bürste nicht so recht reinigen. Die Bürste hatte sich dort einfach verheddert, weil der Teppich ins Gerät gezogen wurde.

Auch an der Reduzierung der Lautstärke wurde viel getüftelt. Hierzu schreibt Dyson: „Ein aerodynamisches Motorgehäuse reguliert die Luftströme um den Motor, sodass geräuschintensive Turbulenzen reduziert werden. Zusätzlich werden Vibrationen durch schalldämpfendes Material abgefangen und Geräusche durch einen Nachmotorfilter verringert. Außerdem wird mithilfe einer Neuausrichtung durch eine akustische Abschirmung die Lautstärke noch weiter reduziert.“
Hier kann ich nur sagen, dass alle meine Vorurteile, Dyson Staubsauger seien laut, unbegründet waren. Der V10 hat eine wirklich angenehme Geräuschentwicklung. Da man diesen Staubsauger Bauart bedingt auch immer nur dann einschaltet, wenn man auch wirklich saugt. Wer kennt es nicht, man saugt, der Sauger steht am Boden und plärrt in der Gegend herum, während man noch den Weg zum Saugen frei macht, weil man zu faul zum Ausschalten ist. So ist das Saugen mit dem Dyson V10 auch für den Rest der Familie deutlich erträglicher.

Fazit

Dyson schafft es immer wieder, mich zu begeistern. Ich würde sofort meinen Miele S8 gegen den V10 tauschen. Nicht nur, weil man damit flexibler beim Saugen ist, sondern auch, weil man eigentlich mit keinen Folgekosten rechnen muss und sich auch eine menge Platz im Kasten einspart.

Optisch finde ich den Dyson durch die verschiedenen Farben recht ansprechend. Die Lautstärke ist angenehm  und viel leiser als bisherige Dyson Bodenstaubsauger.

Der Mechanismus zum Entleeren ist ausgeklügelt – man macht sich nicht die Hände schmutzig, weil man damit selbst in den kleinsten Mülleimer trifft.
Dank des auswaschbaren Filters sind auch mit keinen Folgekosten zu rechnen,  perfekt!

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