Dyson Pure Hot & Cool im Test: So wärmt man Räume!

Wann, wenn nicht jetzt, wäre die beste Zeit um den Nagelneuen Dyson Pure Hot & Cool für euch zu testen? Wir haben uns für euch im Detail angeschaut was nun der Luftreiniger mit Heizfunktion (oder ist es eine Heizung mit Luftreinigungsfunktion) kann und ob sich der Preis lohnt!

Verpackung

Wie eigentlich alle Dyson Produkte, welche wir in letzter Zeit testen durften, können wir auch hier unser OK zu einer nahezu umweltfreundlichen Verpackung geben. Alles ist aus Karton ausgenommen ein Plastiksackerl, welches das Hauptgerät und die Kohlefilter umgibt. Vermutlich müssen die Kohlefilter halbwegs dicht versendet werden, damit nicht schon am Transportweg diese Ihre Arbeit in den Lagerzentren beginnen. Den Plastikbeutel für den Luftreiniger könnte man sich aber am sparen und gegebenenfalls durch Seidenpapier oder ähnliches ersetzen.

Lieferumfang

Neben dem Hauptgerät werden, wie schon erwähnt, Kohlefilter, eine Fernbedienung und eine Bedienungsanleitung mitgeliefert. Das wars auch schon, mehr braucht man ohnehin nicht.

Design

Der Dyson Luftreiniger mit Heizfunktion ist um einiges kompakter, als der von uns bereits getestete Dyson Pure Cool Link. Damit eignet er sich auch zum Aufstellen auf einem Tisch oder Sideboard. Schlichtes weiß und silber verleihen dem Gerät eine unauffällige Erscheinung.


Neu ist das OLED-Display, welches die gemessenen Daten wie z.B. Temperatur und Schadstoffe darstellen kann.

Inbetriebnahme

Wie eigentlich alle Pakete kam auch der Dyson bei mir im Büro an. Da konnte ich natürlich nicht warten und musste den gleich auspacken; das geht gar nicht anders (nicht wie meine Frau, die zwei Wochen die Pakete rumstehen lässt und auf die Frage, warum sie sie nicht auspackt, antwortet: „ich weiß ja was drin ist.“, echt jetzt?).  Aber wo waren wir? Aja, Büro! Dort wurde der Hot&Cool sofort in Betrieb genommen.

Hier muss zuerst der Kohlefilter installiert werden. Darauf wird man auch durch riesige gelbe Aufkleber aufmerksam gemacht.

Es scheint also relativ wichtig zu sein, dass diese installiert werden. Nun wäre das Gerät eigentlich schon einsatzbereit. Aber wir sind ja kleine Geeks und verbinden natürlich auch sofort den Luftreiniger mit unserem Wifi, erstens „because we can“ und zweitens kann man diesen dann auch mittels App und Alexa steuern, sehr nice. Man(n) will sich ja nicht zu viel bewegen müssen, da macht ein „Alexa, sage Dyson Temperatur 24 Grad“ schon sehr viel Sinn, wenn man mit einer ordentlichen Männergrippe und unerträglichen 37,8°C Fieber auf der Couch liegt.

Das Anlernen in der App geht recht zügig, es sind zwar ein paar Schritte notwendig, aber durch den Einrichtungsassistenten geht das recht einfach und flott.

Verwendung

Einmal verbunden kann man dann auch mittels App das Gerät von der Couch aus bedienen (sollte bei schon erwähnter Männergrippe mal die Stimme versagen).

Auch Zeitpläne können in der App erstellt werden. So kann man z.B. einstellen, dass der Hot&Cool sich um 6:30 einschaltet und auf wohlige 24 Grad zum Frühstücken einheizt. Da fühlt man sich dann, als ob man noch im Bett liegen würde.

Ein Alexa Skill ist vorhanden, und funktioniert wie erwartet. Leider wird das Gerät aktuell noch nicht als Gerät im Haushalt erkannt, sondern muss über den Skillnamen aktiviert werden. „Alexa, sage Dyson Wohnzimmer (Name des Gerätes) einschalten“.

Was mir bei der ganzen Connectivität vielleicht noch etwas fehlt, wäre eine IFTTT (If This Than That) Integration. Mit diesem Webservice könnte man zum Beispiel noch programmieren, dass sich das Gerät automatisch ausschaltet, wenn man das Haus verlässt.

Einstellungstechnisch kann man recht viel am Dyson schrauben. In der App sieht man eine Abbildung der Fernbedienung. Am besten hier am Screenshot zu erkennen, man muss ja nicht alles zu Tode schreiben:

In der App hat man dann sogar noch mehr Möglichkeiten – z.B. kann man beim Drehmodus den Mittelpunkt einstellen, was schon sehr viel Sinn macht, so kann man sich z.B. einstellen wohin (räusper: Couch) die Luft strömt.

Im Kühlmodus kann man auch den Luftstrom auf indirekt stellen. Hier wird dann die Luft nicht durch den Airmultiplier geleitet, sondern wird außerhalb über eine weitere Rille auf der Außenseite, etwas diffuser ausgestoßen (natürlich gereinigt). Dadurch wird verhindert, dass es durch einen direkten Luftstrom zu unangenehmer Zugluft kommt.

Erste Erfahrungen

Die erste Woche war der Dyson bei mir im Büro gut aufgehoben. Timer eingestellt, sodass ab 07:30 auf 23 Grad geheizt wird, weil es am Morgen im Büro immer relativ frisch ist (ich glaube die Bodenheizung läuft da erst wieder an). Da kommt man schon ins wohlig vorgewärmte Büro, richtig kuschelig.

Lufttechnisch konnte der Dyson da scheinbar nichts mehr verbessern, die Partikel anzeigen usw. waren alle immer im grünen Bereich, was vermutlich auch daran liegt, dass wir dort eine Wohnraumlüftung haben. Somit eigentlich auch immer gute Luft vorhanden ist.

Der Luftreiniger war zwischen den Schreibtischen am Boden platziert, eingestellt auf 180 Grad Rotation (möglich wären hier sensationelle 350 Grad), damit er uns nicht direkt auf die … Stühle bläst. Die Luftzirkulation im Raum war sehr gut. Auch gab es so keinerlei Probleme, dass man über trockene Augen klagen müsste.

Dann wurde das Luftreinigungsheizgerät in die Wohnung übersiedelt – um dort, wie schon erwähnt, die Temperatur beim Frühstück zu steigern. Auch das hat hervorragend geklappt (außer dass die 24 Grad etwas übertrieben waren). Luft-Reinigungstechnisch hatte hier der Dyson schon etwas mehr zu arbeiten, war aber doch meistens im grünen Bereich.

Schlussendlich musste ich doch noch den Hardcore-Test machen, also ab damit in den Keller, wo ich mir gerade (leider sehr schleppend) meine kleine Werkstatt einrichte. Dort hat es ca. 12 Grad und das ist schon nicht so fein zum Basteln. Erstaunt war ich, dass dort die Luft eigentlich auch ziemlich gut war.
Super praktisch ist hier, dass, wenn man weiß, man möchte basteln, die Heizfunktion schon in der Wohnung aktiviert werden kann, dann ists schön angenehm zum Arbeiten – genial.
Nur am Rande erwähnt, aber ziemlich interessant waren die Messwerte zu Silvester:

Hier ist zu sehen, dass bereits vor Mitternacht die Werte extrem angestiegen sind, der Höhepunkt wurde dann so gegen 2 Uhr erreicht! Ich hätte nicht damit gerechnet, dass die Raketen eine so enorme Auswirkung haben. Im Keller!

Natürlich gibt es auch einen Automatik-Modus, welcher die Luft reinigt wenn die Kennwerte überschritten werden. Auch zum halten der Temperatur ist ein Automatikmodus vorgesehen.

Das Betriebsgeräusch ist sehr angenehm und dank Nachtschaltung könnte man den Luftreiniger auch zum Lüften/Heizen im Schlafzimmer verwenden.

Fazit

Vermutlich könnt ihr es schon nicht mehr hören, aber auch hier hat Dyson wieder hervorragende Arbeit abgeliefert. Neben der Heizfunktion hat uns die überarbeitete Rotationsfunktion, der verbesserte Luftfilter und die Option für einen diffuseren Luftstrom überzeugt. Als Vergleich konnte der Dyson Pure Cool Link herangezogen werden, welcher von uns ja auch schon vorgestellt wurde. Zur Luftreinigungsfunktion im Falle von Pollen können wir aktuell  nichts sagen, da im Winter bekanntlich wenig Pollen unterwegs sind. Da aber der Filter hier massiv verbessert wurde, kann sich das eigentlich auch nur noch weiter verbessert haben.

Der Hot&Cool hat aus unserer Sicht schon vieles richtig gemacht und ist in keinster weise mit einem klassischen Heizlüfter zu vergleichen. Der Kohle- und Partikelfilter reinigen die Luft, was man bei normalen Heizlüftern nicht hat. Auch kann man die bekannten Heizlüfter im Sommer einmotten –  Dyson Pure Hot&Cool wurde als Ganzjahres-Gerät konzipiert und kann das ganze Jahr verwendet werden.
Auf den verbauten Keramikplatten, den Heizelemente sozusagen, kann sich eigentlich kein Staub absetzen, was auch verhindert, dass unschöne Gerüche durch verbrennenden Staub ausgeschlossen sind.
Wie bei Dyson üblich handelt es sich hier um ein premium Gerät zu einem premium Preis von angemessenen 599 Eur (im Dyson Shop erhältlich) welches wir definitiv weiterempfehlen können.

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