CleanMyMac X getestet – Frühjahrsputz am Mac

In Zeiten, als Festplatten immer größer wurden, machte man sich ja irgendwie selten Gedanken um’s Aufräumen oder darum, Speicherplatz auch wieder freizugeben. Heutzutage, wo speziell Apple horrende Preise für den verbauten SSD Speicher verlangt, ist es ungleich wichtiger, aber oftmals auch mühsam, den teuren Speicherplatz wieder freizuschaufeln. CleanMyMac habe ich euch ja schon in Version 2 sowie Version 3 vorgestellt. MacPaw hat die Software nun mit Version 4 ähm… X weiter verbessert…

Einige Zeit ist vergangen seit CleanMyMac zuletzt runderneuert wurde. Und, so skeptisch ich ganz am Anfang war, was die Sinnhaftigkeit der Software betraf, so überzeugt davon bin ich seit nunmehr vielen Jahren.

Klar, man kann das, was CleanMyMac im Grunde macht, durchaus zu großen Teilen auch mit Bordmitteln von MacOS X erreichen. Aber das bedarf immer einiger zusätzlicher Klicks und natürlich auch mehr Knowhow auf Nutzerseite.

CleanMyMac stellt nun in der neuen Version „X“ das bekannte Tool weiter verbessert zur Verfügung.

Wofür braucht man CleanMyMac nun?

Es erleichtert den Alltag und hält den Mac sauber und frisch. Mal als Kurzfassung. Ich benutze es im Alltag ca. einmal die Woche und jedesmal schafft diese Software es, einige Gigabyte an Daten freizuschaufeln, die meine 256GB SSD im MacBook Pro etwas aufatmen lassen.

CleanMyMac X beschränkt sich aber natürlich nicht nur auf das schnöde Löschen von unbenötigten Daten, sondern bietet auch, hübsch aufbereitet, Zugriff auf diverse (teils in den Tiefen von MacOS verborgene) Funktionen, wie z.B. das Löschen von Logfiles und Caches, das Bereinigen der Maildatenbank usw. usf. Mehr dazu weiter unten.

Das neue Design

Natürlich muss eine neue Version der Software auch im Design erkennbar sein und natürlich muss auch das Userinterface, nach Möglichkeit, weiter verbessert werden. MacPaw hat hier ganze Arbeit geleistet und der Software einen einzigartigen neuen Anstrich verpasst. Ich finde es persönlich immer gut, wenn sich Software vom einheitsgrau abhebt.

Auf der linken Seite finden wir nach wie vor das Menü um die einzelnen Funktionen auszuwählen, rechts dann Beschreibungen zu dem, was da den nun genau gemacht wird. Letzteres, nämlich detailliertere Beschreibungen zu den ausgewählten Optionen, ist einer der verbesserten Punkte in der neuen Version. Schön ist aber, dass die Bedienung weiterhin gewohnt einfach ist. Option auswählen und den großen runden Knopf anklicken, das war’s.

Normalerweise landet CleanMyMac auch in der Menüleiste. Klickt man dort auf das Icon, so sieht man einen weiteren stark verbesserten Punkt der neuen Version. Man erhält nämlich ein hübsches Übersichtsmenü aller Systemdaten wie CPU Auslastung, Speicherauslastung und Belegung der Festplatte. Das ist sehr praktisch, da man weder im Finder noch in der Aktivitätsanzeige nachsehen muss und alles sofort bei der Hand hat.

Persönlich gefällt mir das neue Design sehr gut, aber ich könnte mir vorstellen, dass es vielen Leuten auch etwas zu verspielt sein könnte 😉

Die Funktionen

SmartScan

Allem voran steht natürlich der „Smart Scan“. Dieser ist beim Start der App vorausgewählt und wird sicher von vielen Nutzern am häufigsten verwendet werden. Mich schließt das auch ein, in der Praxis hatte ich auch bei CleanMyMac 2 und 3 genau diese Option am häufigsten verwendet. Neu ist hier, dass automatisch auch die neuen Punkte „Schutz“ und „Performance“ ausgeführt werden.

Nach dem Scan wird dann mit Klick auf „Details“ z.B. angezeigt, was man bereinigen kann: Benutzer- und System-Cache Dateien, Benutzer- und System-Protokoll Dateien, Lokalisierungen, Mailanhänge, iTunes- und Foto-Reste usw. Ich finde vor allem die große Transparenz hier sehr gut.

Gerade hier sind die neuen detaillierteren Beschreibungen in der App hilfreich denn gerade z.B. bei „Foto-Resten“ will man schon gerne wissen, was da genau gemacht wird. Natürlich gehört auch ein Quäntchen Vertrauen dazu, „Fremdsoftware“ in der eigenen Fotodatenbank arbeiten zu lassen.

Bereinigung

Was viel manchmal einiges an Speicherplatz freigeben kann ist z.B. das Löschen von OS X Lokalisierungen. Hier sollte man aber vorsichtig vorgehen, denn das kann zu ungewollten Resultaten führen, wenn der Mac doch mal etwas anzeigen muß, das eben NICHT auf die üblichen standard Zeichensätze zugreift. Persönlich hab ich seit Jahren diese Lokalisierungen gelöscht und keinerlei Probleme gehabt, aber, wie gesagt, ohne Gewähr, also bitte vorsichtig sein.

Die Einzelnen Punkte des Smart Scans werden übrigens im Menü schön aufgelistet und können gesondert angewählt werden.

Schutz

Der Punkt „Schutz“ ist neu und betrifft „Malware-Entfernung“  sowie „Datenschutz“.

Malware-Entfernung ist selbsterklärend. Wie gut diese funktioniert, wird die Zeit zeigen, denn schädliche Progrämmchen werden sicher auch am Mac zunehmen, wenngleich ich selbst glücklicherweise bislang verschont blieb.

Datenschutz betrifft Punkte wie z.B. Browserverläufe. Wann habt ihr die zuletzt gelöscht, hmm?? Ja genau, wie ich auch. Nie. 😉 Hier werden alle betreffenden Programme, wie z.B. installierte Browser getrennt aufgelistet und je App kann gewählt werden, was ggf. gelöscht werden soll. Cookies, Verläufe, Downloadverläufe usw. Das ist sehr fein und übersichtlich.

Geschwindigkeit

Unter „Geschwindigkeit“ finden wir wiederum altbekannte Funktionen wie „Optimierung“ und „Wartung“.

Bei der Optimierung greift CleanMyMac X dem Nutzer hinsichtlich etwaiger automatisch startender Progrämmchen oder auch etwaiger nicht reagierender Programme oder solcher, die sehr viele Systemressourcen verwenden, unter die Arme. Klar, das kann zum Teil auch die Aktivitätsanzeige, aber hier ist alles, gut gebündelt, zusammengefasst.

Deinstallationen, Aktualisieren

Am Mac muss man nichts deinstallieren. So, gemeinhin, die Annahme. Stimmt nur nicht so ganz. Klar, ich kann einfach die eigentliche App in den Papierkorb werfen oder im Launchpad mit ALT+KLICK (für AppStore Apps) löschen, nur bleiben dann oftmals viele der Einträge in der Systemlibrary bestehen.

Verwendet man den Punkt Deinstallationen hingegen, so werden bei Klick auf ein Programm übersichtlich alle zugehörigen Dateien angezeigt und bei Bedarf auch tatsächlich vollständig entfernt – ganz ohne lästige Rückstände.

Neu bei Version X ist die Aktualisierungsmöglichkeit für Software. Hierbei prüft CleanMyMac aber nicht nur Apps aus Apples Appstore sondern natürlich  auch jene die über SetApp oder auch „frei“ installiert wurden. Sehr fein, denn wann prüft man schon quasi in einem Rutsch jede Software durch, welche ggf. ein Update verpasst bekommen hat?!

Dateien

Der SmartScan prüft routinemäßig auch auf alte oder große und nicht verwendete Dateien. Natürlich kann das, wie erwähnt, auch separat gewählt werden. In meinem Fall tauchen so immer die selben Files auf die ich aber bewußt nicht löschen möchte. Deshalb habe ich diesen Punkt vom Smart Scan ausgenommen. Das tun zu können, also den SmartScan an die eigenen Bedürfnisse anpassen zu können, finde ich super.

Wer aber, anders als ich, große und alte Dateien als Speicherfresser identifizieren und löschen möchte, kann das hier tun.

Der Vernichter wiederum ist eine Möglichkeit Dateien „sicher“ zu löschen, sodass sie nicht mehr wiederhergestellt werden können, weil sie gleich nach dem Löschen mit „Nullen“ überschrieben werden.

Was ist neu bei Version X?

Zuallererst mal die Geschwindigkeit. Ich empfand zwar auch CleanMyMac3 nicht als „langsam“, der Geschwindigkeitszuwachs in der Version „X“ ist aber bemerkenswert und sehr willkommen.

Wie eingangs schon erwähnt, wurden die Punkte „Malware“ und „Datenschutz“ hinzugefügt und vor allem in den SmartScan integriert.

Ein Assistent hilft bei etwaigen Fragen mit einem Klick auf das Symbol rechts oben.

Auch der Punkt Optimierung wurde hinzugefügt und ebenfalls in den SmartScan integriert.

Was sind die „Nachteile“?

CleanMyMacX selbst hat keine Nachteile. Der Preis allerdings ist ordentlich. 39,95€ will MacPaw für eine ein-jahres-Lizenz. Eine Dauerlizenz erhält man für 89,95€.

Beide Preispunkte sind durchaus eine Stange Geld für ein Tool, das letztlich eher „hinter den Kulissen“ agiert, und dessen Mehrwert sich weniger versierten Nutzern kaum von Anfang an vollends offenbaren dürfte.

Man kann die Software aber bequem gratis herunterladen und testen und erst danach entscheiden, ob man gewillt ist, das Geld in die Hand zu nehmen. Das dürfte speziell für Nutzer von CleanMyMac 3 sehr praktisch sein.

ACHTUNG – nur noch kurze Zeit Spezialrabatte

Neukunden können sowohl die Jahreslizenz als auch die Dauerlizenz für CleanMyMac X noch bis einschließlich 12.09.2018 mit 30% Rabatt erwerben!

Bestandskunden von  CleanMyMac 3 erhalten die Lizenz für das neue CleanMyMac X mit 50% Rabatt – das ist fair. Also besser jetzt als gleich runterladen und angucken!

FAZIT

Mit dem neuen CleanMyMac X hat MacPaw Gutes weiter verbessert und das Gesamtpaket noch attraktiver gemacht.

Ich bin mehr denn je von der Software überzeugt, hält sie doch meine recht knapp bemessene 256GB SSD im MacBook Pro bestmöglich sauber von Datenmüll.

CleanMyMac X kann direkt bei MacPaw bezogen werden.

 

 

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