Bookbook squareDas iPhone 4 ist haptisch wohl eines der hochwertigsten Telefone die es für Geld zu kaufen gibt. OK, und welches auch in gewissem Rahmen leistbar ist. Der Apple Bumper ist eher ein schlechter Scherz und zerkratzt vielfach das Gerät anstatt es zu schützen und günstige Silikonhüllen sind meist alles andere als schön.

Twelvesouth ist nicht unbekannt, wenn es um hochwertig verarbeitete Lederhüllen (unter anderem) für Appleprodukte geht. Deshalb haben wir uns für euch mal das heiß begehrte „BookBook“ Case für das iPhone 4 angesehen. 60$ will Twelvesouth dafür haben,  Gravis bietet es für 60€ an.

Ist aber die doch sehr teure iPhone Hülle das Geld wert? Welche Qualitätsanmutung hat das Leder? Ist das BookBook Case im täglichen Einsatz überhaupt praktisch zu gebrauchen? Schauen wir mal…

Twelve south bookbook iphone 4 case 1

Verpackung

Das BookBook Case ist relativ einfach verpackt und verzichtet auf unnötigen Schnickschnack. Mit Ausnahme der Außenhülle der Verpackung wurde an Materialien auch nur hochwertiger Pappendeckel verwendet. Ein weiter reduzierter Kunststoffanteil wäre aber natürlich wünschenswert. Aber nun zum wichtigen Teil…

Einfach zu öffnen

Verarbeitung

Damit wir uns richtig verstehen: Das BookBook Case ist auf alt gemacht. Das SOLL so sein 😉 Und es sieht  unglaublich gut aus. Natürlich, wie immer, ist es eine Frage des persönlichen Geschmacks, persönlich finde ich es unheimlich hübsch. Das Leder ist weich und zugleich stabil, die „Abnützungen“ wurden dem Leder tatsächlich zugefügt und sind nicht etwa aufgemalt.

Weiches Leder

Der Rücken sieht einem echten Buch zum Verwechseln ähnlich. Ich denke, so könnte man das iPhone inklusive BookBook ins Regal stellen und es wäre vor einem Diebstahl absolut sicher!

Äußerst wertige Hülle

Auch sind alle Nähte äußerst sauber ausgefertigt. Nirgendwo steht ein Faden ab und das iPhone 4 sitzt sehr sicher in der Halterung. Natürlich ist Leder ein „Naturmaterial“ und verändert sich im Laufe der Benutzung leicht. Das ist ganz normal. Will heißen, anfangs schließt das Case, wenn es am Tisch liegt, nicht ganz eben mit dem iPhone ab. Nach einem Monat der Nutzung dürfte sich das gegeben haben.

Im täglichen Gebrauch

Das BookBook Case fasst 3 Karten. Im Testfall also z.B. die Bankomatkarte, eine der Kreditkarten und die für die öffentlichen Verkehrsmittel. Die oberste Karte wird hinter einem transparenten Kunststoffteil angezeigt, praktisch also für eine Ausweiskarte.

BookBook für iPhone von Twelvesouth

Hinter den drei Karten ist noch Platz für ein paar Geldscheine. Münzen? Fehlanzeige. Dessen sollte man sich schon vor dem Kauf klar sein! Dies ist eine iPhone Hülle „2.0“, heutzutage wird bargeldlos bezahlt.

Für jeden der ein klassisches Portemonnaie gewohnt ist, bedeutet das eine gehörige Umstellung. Defakto wage ich zu behaupten, daß niemand, der das BookBook zu seiner Haupt-Brieftasche macht, ohne zumindest eine Aufbewahrungslösung für die diversesten Karten auskommen wird. Man denke nur an z.B. die Bahnkarte, Studentenausweis, Führerschein, Nespresso-Kundenkarte usw. usf. Für fast alles werden (leider immer noch) diese Karten verwendet. Ich freue mich schon auf den Zeitpunkt, an dem auch das Länderübergreifend mit dem iPhone möglich sein wird! Bis dahin aber sollte man an eine Interimslösung denken 😉

Mit prägung für die Lautstärketasten

Das BookBook Case trägt ordentlich auf, rund um’s iPhone. Es „vorne“ in der Jeans eingesteckt zu haben, könnte eng werden, sofern man keine Baggies trägt. Natürlich kann man im Normalfall die Tasche mit den Zusatzkarten zu Hause lassen. Für mich, der ohne eine der Crumpler-Taschen sowieso nie das Haus verläßt, würde das aber kein Problem darstellen.

Erfreulich ist, daß man zu jeder Zeit Zugriff auf die Bedienelemente des iPhones hat. Sowohl Kopfhöreranschluß als auch Dockconnector, Stummschalter und die Lautstärketasten sind zugänglich, wobei die Lautstärketasten hinter geprägtem Leder verborgen bleiben. Störend ist dies aber in keinster Weise.

Fotografieren auf Umwegen

Das BookBook Case hat keine Öffnung für die Kamera. Es muß also die kleine rote Lasche gezogen werden, und das iPhone etwa 1,5cm aus der Hülle geschoben werden, bevor ein Foto gemacht werden kann. Ein Fakt, der auch überlegt werden sollte, bevor die 60€ über den Ladentisch wandern.

Auf zum Fotografieren

Fazit

Mit dem BookBook iPhone Case hat Twelvesouth ein unglaublich hochwertiges und schönes Produkt im Sortiment. Echtes, von Hand vernähtes Leder führt aber auch zu einem recht hohen Preis von 60€. Der Schritt, Fächer für ein paar Karten und einen Ausweis zu integrieren ist der Richtige, Kleingeld sollte sowieso früher oder später obsolet werden.

Pro

  • hochwertige Verarbeitung
  • echtes Leder
  • einzigartige Optik
  • Handarbeit
  • kein alltägliches Design

Contra

  • Derzeit vielfach noch eine separate Kartentasche erforderlich
  • relativ teuer (60€)

Alle Fotos finden sich natürlich auch im zugehörigen Album auf Flickr!

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